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SECHS-PUNKTE-WOCHENENDE FÜR KÖLN, ABER AUCH GELB-ROT FÜR GRAMBUSCH

29. March 2026

Immerhin 16 Tore gab es bei nur drei Sonntagsspielen der 1. Bundesliga. Am klarsten war es zwischen den Damen von Flottbek und Frankfurt. Deutlich umkämpfter verliefen die beiden Herrenspiele zwischen UHC und Köln sowie Alster und Mülheim.

Mit einem 5:0 (2:0)-Heimsieg über den SC Frankfurt 80 verbesserten sich die Damen des Großflottbeker THGC auf den siebten Tabellenplatz. Die heute spielfreien Kölnerinnen wurden vom GTHGC überholt, haben aber ein Spiel weniger auf dem Konto. Schon nach gut 20 Sekunden zappelte der Ball ein erstes Mal im Netz der hessischen Gäste. Jette Fleschütz hatte durch die Mittelspur die Lücke entdeckt. Und keine der SC-Spielerinnen konnte dem Tempo der Hamburger Nationalspielerin folgen, die souverän zum 1:0 (1.) abschloss. Nach neun Minuten erhöhte Franziska Pabsch per Ecke auf 2:0, mit dem es dann auch in die Halbzeit ging. Schon bald nach Wiederbeginn folgte ein Doppelschlag durch Paula Velmans (E, 33.) und Lale Schilling (7m, 34.) zum 4:0 und damit der Entscheidung. Schilling gelang per Ecke noch ein zweiter Treffer (42.) zum 5:0-Endstand. Für den SC80 war es nach dem beeindruckenden Fünf-Punkte-Spieltags voriges Wochenende mit diesmal 0:9 Toren und null Punkten ein Rückschlag.

 

Die Herren von Rot-Weiss Köln kehren mit einer vollen Sechs-Punkte-Ausbeute aus Hamburg zurück. Dem 3:2-Erfolg beim Club an der Alster folgte heute ein 4:3 (2:2) beim UHC. Tom Grambusch eröffnete nach 13 Minuten per Strafecke den Torreigen für die Gäste. Jonas Weidenmüller (24.) und Luis Bernstein (7m, 30.) drehten das Resultat zugunsten der Uhlenhorster Gastgeber, aber noch vor dem Pausenpfiff schaffte Raphael Hartkopf den 2:2-Ausgleich (30.). Mit einer schönen Kombination, abgeschlossen durch Caius Warweg (52.), und einer feinen Einzelleistung von Paul Babic (53.) setzten sich die Gäste im Schlussviertel vorentscheidend ab. Doch verloren war die Sache für den UHC noch nicht. Luis Bernstein sorgte per Ecke für den 3:4-Anschluss (58.), und kurz danach musste Rot-Weiss-Abwehrchef Tom Grambusch nach Meckerns (nach einer weiteren umstrittenen Eckenentscheidung gegen Köln) mit gelb-rot vom Platz, nachdem er schon in der ersten Hälfte gelb gesehen hatte. Trotz Ecke und Unterzahl überstand Köln die kritischen Sekunden bis zum Ende. Der Lohn ist das Vordringen auf den zweiten Tabellenplatz.

 

Anders als Köln blieb dem HTC Uhlenhorst Mülheim nur ein einziger Zähler von seinem Hamburg-Wochenende. Der gestrigen 1:3-Niederlage beim UHC folgte heute beim Club an der Alster ein 2:2 (2:0)-Unentschieden mit anschließender 1:3-Niederlage im Shoot-out. Zur Halbzeit sah es für Mülheim nach Toren von Lukas Mertgens per Eckenstecher (8.) und William Sanda (27.) bei einer verdienten Pausenführung sehr nach mehr aus. Doch die Gäste vergaßen, vorne den Sack zuzumachen und brachten hinten durch Fehler die Platzherren wieder zurück ins Spiel. Ferdinand Steinebach (E, 42.) und Maximilian Schlüter (45.) glichen für Alster aus. Kurz vor Ende bewahrte HTCU-Torwart David Harte sein Team mit einer artistischen Stockabwehr auf der Torlinie vor dem Null-Punkte-Wochenende. Aber mehr als ein Zähler wurde es dann auch nicht, als Mülheim das Shoot-out verlor. Nur Malte Helwig traf für die Gäste, beim DCadA sorgten Jack Heldens, Anton Wildung und Ferdinand Steinabach für den Zusatzpunkt. „Gut, dass wir nach einem 0:2 am Ende noch zwei Punkte mitgenommen haben“, freute sich Ferdinand Steinebach über die Tagesausbeute. Anders war die Laune bei Thilo Stralkowski. „Durch eigene Dummheiten haben wir heute verloren“, ärgerte sich der Mülheimer Coach, der sein Team als „die heute deutlich bessere Mannschaft“ gesehen hatte. Alster kletterte mit den errungenen zwei Punkten auf Platz sechs, Mülheim blieb Vierter.

 

Nach Ostern geht es am Freitag, 10. April, mit dem Hamburger Derby zwischen UHC und Alster in der Liga weiter.

 

Foto: Fehrmann / Sports-Gallery