TRAINERWECHSEL UND ERSTER SIEG FÜR DIE UHC-DAMEN
10. October 2026
Die für den freigestellten Johannes Persoon als Interimstrainer eingesprungenen Claas Henkel/Jan Rabente feierten mit ihrem UHC Hamburg einen Topeinstand: Mit 3:1 beim TSV Mannheim gab es den ersten Sieg der Hanseatinnen in der laufenden Saison der 1. Bundesliga Damen.
Seinen vierten Sieg in Folge hatte Rot-Weiss Köln zum Greifen nahe. Bei einer 1:0-Führung gegen den Großflottbeker THGC waren nur noch 30 Sekunden zu spielen, als sich die Rheinländerinnen sehr unglücklich noch eine letzte Ecke einhandelten. Zum ersten Unglück kam das zweite, als der Schlenzer von Flottbeks Schützin Franziska Pabsch von der ersten Welle unhaltbar für Torhüterin Lisa Höllriegl zum 1:1-Ausgleich abgefälscht wurde. Das Rot-Weiss-Führungstor von Sophie Prumbaum (20.) brachte also keinen Dreier für den Tabellenführer, der dann im Shoot-out nur durch Pia Maertens traf, während sich die Hamburger Gäste durch Jette Fleschütz und Belen Iglesias Marcos mit 2:1 den Zusatzpunkt sicherten.
Ob es der Wechsel auf der Cheftrainerposition war, kann nicht wirklich nachgewiesen worden. Jedenfalls feierten die Damen des UHC Hamburg unter dem Interimsgespann Claas Henkel/Jan Rabente in ihrem fünften Saisonspiel den ersten Sieg. Beim Tabellenschlusslicht TSV Mannheim Hockey gab es einen 3:1 (0:1)-Erfolg. Dabei gingen die Gastgeberinnen mit einer Führung in die Pause, für die Kira Schanzenbecher per Siebenmeter (25.) gesorgt hatte. Renata Leszcynski (E, 38.) schaffte Mitte des dritten Viertels den Ausgleich. In der Schlussphase zogen Liz-Elaine Stange (51.) den Amina Aufenacker (57.) den Dreier auf die Seite der Gäste, die sich gleich um zwei Plätze auf Position neun verbessern konnten.
Überholt vom UHC wurde auch der Harvestehuder THC. Dieser musste sich beim Mannheimer HC mit 1:3 (0:0) geschlagen geben. Dabei war der HTHC gar nicht so weit von einem Punktgewinn entfernt, als Philin Bolle sechs Minuten vor Ende per Ecke (54.) die MHC-Führung von Verena Neumann (40.) ausgleichen konnte. Doch wieder neumann brachte die favorisierten Gastgeberinnen mit ihrem zweiten Treffer wieder in Front (55.). Und als bald danach Alice Arnott auf 3:1 (57.) erhöhte, war es um die nach wie vor sieglosen Hamburgerinnen geschehen.
Ihre ersten Saisonniederlagen in regulärer Spielzeit kassierten die vor gut einer Woche nach verlustpunktfreien Teams von Alster und Düsseldorfer HC. Meister DHC verlor beim Berliner HC mit 0:1 (0:0). Trotz eines Chancenplus konnte Düsseldorf bis zum Schluss keinen Treffer erzielen – zumindest keinen gültigen. Nach 27 Minuten hatte der Gast eigentlich schon die Führung durch Annika Schönehoff bejubelt, die eine variert gespielte Strafecke in den Berliner Kasten lenkte. Doch die ursprüngliche Anerkennung des Treffers durch die Schiedsrichter wurde wieder zurückgenommen, da bei der Passkombination Richtung Tor offenbar ein DHC-Fuß im Spiel war. Glück für den BHC. Die entscheidende Szene spielte sich wenige Sekunden vor Abpfiff des dritten Viertels ab. Bei einem Berliner Konter nutzte Victoria Käske ihre Schnelligkeit, war bei ihrem Sololauf über den halben Platz vom DHC nicht mehr vernünftig zu stellen. Am Ende wusste sich Abwehrspielerin Pia Lhotak nicht anders als mit einem Stockfoul im Kreis zu helfen – Siebenmeter. Diesen verwandelte Philine Drumm sicher zum 1:0 (45.), das die Gastgeberinnen mit großer Kraftanstrengung bis zum Schlusspfiff verteidigten.
Der Club an der Alster kassierte gegen den Bremer HC mit 1:2 seine saisonübergreifend dritte Niederlage in Folge gegen diesen Gegner. Dabei lief es für die Hamburger Gäste mit dem Führungstreffer durch Martina Reisenegger Lillo (14.) erst einmal wie geplant. Die Führung hielt bis Mitte des dritten Viertels, als Alster eine Rechtsflanke des BHC nicht geklärt bekam. Nutznießerin war delfina Gerula, die eiskalt argentinisch abschloss (39.). Schon bald danach hatte Lena Frerichs per Eckenschlenzer zum 2:1 (41.) das Resultat komplett gedreht. Ihre Führung verteidigten die Bremerinnen sehr clever bis zum Schlusspfiff und freuen sich nun über Tabellenplatz zwei.
Seinen zweiten Sieg feierte Aufsteiger DSD Düsseldorf. Beim Münchner SC gab es ein 1:0 für die Rheinländerinnen. Die entscheidende Szene spielte sich Mitte des dritten Viertels ab, als München einen Steckpass der Gäste nicht unterbinden konnten. In der Schusskreismitte konnte Laney Smith annehmen und vom MSC dann nur noch per Stockfoul gebremst werden. Den fälligen Siebenmeter verwandelte Amelia Calder souverän zum 0:1 (38.). München war in der Folge nicht im Stande, zumindest für den Ausgleich sorgen zu können. „Das Ergebnis geht in Ordnung, wir waren heute zu unclever“, musste MSC-Kapitänin Annika Groh im Dyn-Interview eingestehen.