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MANNHEIM WEHRT ALSTER-ANGRIFF AUF DIE TABELLENSPITZE AB

11. April 2026

Der Mannheimer HC hat am 16. Spieltag den Angriff des Club an der Alster auf die Tabellenführung in der 1. Bundesliga Damen nicht nur abgewehrt, sondern sein Polster an der Spitze mit einem 2:1-Sieg über die Hamburger Gäste auf fünf Punkte vergrößert. In Berlin rissen gleich zwei Serien.

Trotz eines früh durch Kapitänin Paula Brux ausgelassenen Siebenmeters (9.) kam Rot-Weiss Köln am Freitagabend zu einem Auswärtssieg beim Club Raffelberg. Hatte CR-Torhüterin Sophia Wegener den Ball vom Punkt noch entschärfen können, so war sie kurz vor der Halbzeit zweimal innerhalb von drei Minuten geschlagen, als erst Katharina Reuten (25.) und dann Emma Boermans (28.) ziemlich frei zum erfolgreichen Abschluss kamen. Das 0:2 zur Pause war noch keine Entscheidung, denn Mitte des dritten Viertels nutzte Nane Dördelmann eine der wenigen Abschlusschancen des Tabellenletzten zum Anschlusstreffer (37.). Schade aus Raffelberger Sicht, dass wenig später die Chance auf den Ausgleich durch einen Fehlstopp bei einer Strafecke leichtfertig ausgelassen wurde. Es blieb beim 1:2 für Köln.

 

Am Samstag sorgte der Düsseldorfer HC beim Auswärtsspiel in Frankfurt früh für Fakten, als Annika Schönhoff (1.) und Friederike Heusgen (4.) die ersten beiden DHC-Strafecken jeweils im Nachschuss im SC80-Gehäuse unterbrachten. Mit 0:2 ging es dann auch in die Pause. Zum Ende des dritten Viertel nutzten die Gäste eine weitere Strafecke, um auf 0:3 (42.) zu stellen. Über die Hereingeberposition nutzte Annika Sprink die Variante zum dritten Düsseldorfer Standardtreffer. Zwar konnte der SC80 durch Paula Heuser umgehend nach einem Freischlag über rechts verkürzen (43.), doch näher als bei diesem 1:3 kamen die Gastgeberinnen nicht.

 

Gleich zwei Serien rissen in der Partie zwischen dem Berliner HC und dem Großflottbeker THGC. Nach zuletzt fünf Dreiern in Folge musste der BHC mal wieder Punkte abgeben. Im Heimspiel reichte es in 60 Minuten lediglich zum Ausgleichstreffer von Lilli Keller nach schöner Angriffskombination (15.), nachdem die Hamburger Gäste bei einer Strafecke im Nachschuss durch Kaja Hansen in Führung gegangen waren (7./Foto). Das 1:1 hatte in einer ausgeglichenen Partie bis zum Schlusspfiff Bestand. Im fälligen Shoot-out verwandelte beim BHC lediglich Linnea Weidemann gegen die für Stammtorhüterin Marta Kucharska eingewechselte Nachwuchskeeperin Theresa Presser-Velder. Bei Flottbek trafen Paula Velmans, Friederike Seifert und Charlotte Hendrix. Nach drei verlorenen Penaltyduellen konnte sich das Hamburger Team erstmals in dieser Saison über einen gewonnenen Zusatzpunkt freuen, den der GTHGC im Rennen um die Play-offs auch gut gebrauchen kann. Berlin bleibt trotz des kleinen Rückschlags zumindest bis Sonntag Tabellendritter.

 

Viel knapper, als das 5:2 (2:1)-Endresultat vermuten lässt, ging es zwischen UHC Hamburg und Münchner SC her. Erst in den Schlussminuten, als die Gäste beim Stand von 3:2 für den UHC alles auf eine Karte setzten und Torhüterin Selina Müller zugunsten einer weiteren Feldspielerin vom Platz nahmen, konnten die Gastgeberinnen noch zweimal erfolgreich kontern. Beim 4:2 durch Amina Aufenacker war es ein klassisches Empty-net-Tor (56.), und noch in der gleichen Spielminute kam es zu einem Siebenmeter. Müller kam dafür auf in den Kasten zurück, konnte aber den Treffer von Claire Behrend nicht verhindern. Die Ex-MSC-Spielerin Yara Mandel hatte den Torreigen nach drei Minuten eröffnet, Lucia Rahm glich für München nach zehn Minuten aus. Carlotta Rickheit holte mit dem 2:1 (11.) umgehend die Führung für den UHC zurück. Nach der Pause erhöhte zunächst Yani Zhong auf 3:1 (34.), ehe MSC-Kapitänin Josefine Wahmes mit dem 2:3 (E, 40.) die Sache noch einmal spannend machte. Der UHC festigte mit dem Dreier seinen sechsten Platz, München bleibt Vorletzter.

 

Im Topspiel in Mannheim führten zwei eigentlich verunglückte Strafecken zu zwei Treffern des MHC. Nach jeweils verstopptem Ball behielt bei der sich ergebenden neuen Spielsituation vor allem Lucina on der Heyde den Durchblick. Beim 1:0 (2.) versenkte MHC-Spielmacherin den Ball selber mit der kleinen Rückhand, und beim 2:0 (42.) legte von der Heyde den Ball punktgenau für Carolin Seidel auf, die hoch über Torhüterin Batschko ins Netz stach. Der Club an der Alster versuchte sich noch einmal heranzuarbeiten und erzwang auch ein optisches Übergewicht. Doch erst 23 Sekunden vor Ende führte das auch zu etwas Zählbarem, als MHC-Kapitänin Stine Kurz per Stockfoul einen möglichen Torschuss verhinderte. Den fälligen Siebenmeter verwandelte Linda Cobano zum 1:2-Endstand. Von einem „Riesenschritt Richtung erneute EHL-Qualifikation“ sprach die über den Sieg erleichterte Stine Kurz hinterher, gestand aber auch ein, dass es ein „sehr schwieriges Spiel“ gewesen sei und man einige Konter nicht gut zu Ende gebracht habe. Alster habe es gut gemacht, „aber viele Torchancen haben wir ihnen nicht gelassen“.

 

Am Sonntag schließt die Partie Bremen gegen Harvestehude den Spieltag ab.

 

Foto: TS-Powerfoto