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REKORDVERDÄCHTIG: 30 VERSUCHE BEIM SHOOT-OUT IN MANNHEIM

11. October 2026

Ein Penaltyduell für die Ewigkeit lieferten sich am Sonntag in der 1. Bundesliga Damen TSV Mannheim Hockey und Harvestehuder THC. Erst nach 30 Versuchen konnte der Extrapunkt vergeben werden. Tabellenführer bleibt Rot-Weiss Köln.

In den geschichtsträchtigen Bereich drang das Shoot-out zwischen dem TSV Mannheim und dem Harvestehuder THC vor. Als nach 60 Spielminuten nach Treffern von Lotte Nafzger (30.) für den Tabellenletzten TSV und Emilia Landshut (43.) für den HTHC ein 1:1 feststand (beide Mannschaften bleiben damit als die einzigen Erstligisten ohne gewonnenes Spiel in der regulären Spielzeit), ging es in den Kampf um den zweiten Punkt. Und dieser zog sich unfassbar lange. Die Torhüterinnen Jana Martinez (TSV) und Finja Starck (HTHC) mussten jeweils 15 Mal in Aktion treten. Als dann Isabel von Gersum mit dem insgesamt 30. Penalty das 11:10 für die Gäste erzielte, war dann endlich ein Sieger gefunden. Für den TSV Mannheim war es immerhin der erste Punkt, doch es hätten am Wochenende sicher mehr sein müssen, wenn man vom Tabellenende hätte wegkommen wollen.

 

Das gestärkte Selbstvertrauen des UHC Hamburg durch den am Samstag beim TSV Mannheim bekam der Mannheimer HC zu spüren. Die Norddeutschen verteidigten gegen die zu erwartende Spielüberlegenheit des Ligagewinners nicht nur hervorragend, sondern trauten sich vor allem im dritten Viertel auch immer zielstrebiger in die Offensive. Der Lohn war die Führung durch Emelie Weidemüller, die einen Konter zum 0:1 (38.) abschloss. Bei einer Ecke bot sich die Chance zur Erhöhung. Aber es kam anders. Unmittelbar vor der letzten Viertelpause drosch Stine Kurz von links einen hohen, aber ungefährlichen Ball in den UHC-Kreis, wo in der Mitte Alice Arnoitt ein wahnsinnger Stecher unter die Latte gelang (45.). Bereits der vierte Saisontreffer der Australierin., Und ihr erstes Tor im MHC-Dress gelang drei Minuten vor Ende Juana Castellara. Bei einer Mannheimer Ecke stocherte die argentinische Weltmeisterin die wohl anders geplante Stechervariante schließlich zum 2:1-Siegtreffer über die Linie. Ein letztlich nicht unverdienter, aber durchaus glücklicher Sieg des MHC.

 

Für den Club an der Alster war es ein Wochenende zum Vergessen. Der 1:2-Niederlage beim Bremer HC folgte heute ein 0:2 bei Rot-Weiss Köln. Jule Hufer (24.) und Sophie Prumbaum (49.) bescherten den Rheinländerinnen den Dreier, der die Tabellenführung stabilisierte und ein Stück weit die zwei am Vortag verlorenen Punkte gegen Flottbek kompensierte.

 

Wie man auf eine Wochenendbilanz von vier Punkten kommen kann, zeigten Bremer HC und Großflottbeker THGC auf unterschiedliche Weise. Als am Ende ihres Aufeinandertreffens am Sonntag ein Shoot-out-Sieg der hamburger Gäste auf der Anzeigetafel stand, hatte Flottbek seinen zwei Punkten vom Vortag in Köln weitere zwei in Bremen hinzugefügt. Der BHC wiederum bekam nach dem Sieg gegen Alster nun einen Zähler dazu. Und dieser eine war lange unsicher. Denn Flottbek legte durch Charlotte Hendrix (4.) und Svea Böker (45.) ein 2:0 nach drei Vierteln vor. Mit einem Doppelschlag durch Josefina Rübenackers Überkopfvolley (47.) und Lena Frerichs Rückhandschlag (49.) glich der BHC zum 2:2 (0:1)-Endstand aus. Bei den Penaltys ging bei Bremen nichts, und so kam Flottbek durch Greta Schabacker und Belen Iglesias Marcos zum 2:0-Sieg. Der GTHGC verbesserte sich auf Rang sechs, Bremen musste den MHC als neuer Zweiter vorbeiziehen lassen und ist nun Dritter.

 

Ein optimales Wochenende spielte der Berliner HC. Dem 1:0-Überraschungssieg über den Meister Düsseldorfer HC folgten auch gegen den zweiten Düsseldorfer Gast drei Punkte. Aufsteiger DSD, mit einem 1:0-Triumph aus München gekommen, wurde mit 3:0 (2:0) geschlagen. Philine Drumm (7m, 14.) und Charlotte Gerstenhölfer (E, 27.) sorgten für die Halbzeitführung. Als in der Schlussphase Düsseldorf mit elf feldspielerinnen alles auf eine Karte setzte, versenkte Joana Boehringer noh eine Strafecke (57.) als Empty-net-Goal zum Endstand. Der Lohn war der Sprung auf Platz vier.

 

Kein gutes Wochenende war es dagegen für den Düsseldorfer HC. In 120 Spielminuten war der amtierende Meister nicht in der Lage, ein Tor zu schießen. Dem 0:1 in Berlin folgte heute ein 0:0 beim Münchner SC. Wieder konnte der DHC aus seiner Feldüberlegenheit nichts Zählbares machen. Die Gastgeberinnen (ebenfalls torlos am Wochenende in zwei Spielen) belohnten sich für eine kämpferische Leistung mit dem Gewinn des zweiten Punktes durch ein 3:2 im Shoot-out. Cara Sambeth (2) und Lucia Rahm trafen für München, beim DHC waren die Treffer von Friederike Heusgen und Lisa Nolte zu wenig. München behielt seinen neunten Platz, Düsseldorf purzelte von Rang zwei (aus der Vorwoche) auf Position fünf.

 

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