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KEINE PUNKTE FÜR DIE AUFSTEIGER, DIE SICH ABER TEUER VERKAUFTEN

19. September 2026

Auch wenn die beiden Aufsteiger DSD Düsseldorf und TSV Mannheim Hockey zum Saisonauftakt der 1. Bundesliga Damen leer ausgingen, dürften sie aus ihrem ersten Auftritt doch Kraft für die kommenden Aufgaben schöpfen können.

Für die DSD-Damen war es der erste Feld-Erstligaauftritt der Vereinsgeschichte. Dass so ein Debüt auch schnell mal zur Ernüchterung werden kann, mussten die Düsseldorferinnen unmittelbar vor ihrem Spiel erleben. Die gleichfalls aufgestiegenen DSD-Herren mussten bei ihrem 0:8 gegen den Club an der Alster reichlich schlucken. Deutlich besser gelang der Einstand den DSD-Damen. Die konnten gegen Alster nicht nur den schnellen Rückstand vermeiden, sondern durch ihren Neuseeland-Zugang Emma Findley sogar in Führung gehen (15.). Dieses 1:0 brachte der Neuling bis in die Halbzeit. Erst im dritten Viertel konnten die Hamburger Gäste ihre größere erfahrung gewinnbringend einsetzen. Martina Reisenegger Lillo (E, 38.), Lina Cobano (7m, 40.) und Johanna Hachenberg (46.) drehten das Resultat binnen weniger Spielminuten auf 1:3. Das sollte zu den ersten drei Punkten reichen, denn der DSD-Anschlusstreffer durch Valentina Teruggi fiel erst 20 Sekunden vor der Schlusssirene. Das 2:3 war dann auch ein gelungener Einstand für Corinna Zerbs als neue Alster-Cheftrainerin.

 

Der TSV Mannheim Hockey musste sich beim Nachbarn Mannheimer HC mit 0:2 (09:1) geschlagen werden. Den Favoritensieg des zweimaligen Ligagewinners sicherten Sonja Zimmermann (8.) und der australische Neuzugang Alice Arnott (36.). Mehr ließ Aufsteiger TSV nicht zu.

 

Erster Tabellenführer ist der Berliner HC nach seinem 4:0 (1:0) über den Münchner SC. Für die Hauptstädterinnen führte sich Neuzugang Charlotte Gerstenhöfer mit dem 1:0 (24.) bestens ein. Johanna Franz (E, 32.), Philine Drumm (7m, 44.) und Victoria Käske (52.) trieben in der zweiten Halbzeit das Ergebnis in die Höhe.

 

Auch dem Düsseldorfer HC gelang ein Auftaktsieg ohne Gegentor. Der amtierende Meister schlug den Großflottbeker THGC mit 3:0 (2:0). Gleich in der ersten Spielminute gab es eine knifflige Siebenmeterentscheidung zu ungunsten der Hamburger Gäste. GTHGC-Torfrau Marta Kucharska hatte einen vom DHC steil durchgesteckten Ball ganz eindeutig vor der heranlaufenden Lisa Nolte weggekickt, in der gleichen Bewegung dann aber noch die DHC-Nationalspielerin von den Beinen geholt. Den Strafstoß verwandelte Aluhe Kamps Fernandez zum 1:0 (1.). Lisa Nolte legte schon bald das 2:0 (8.) nach. Dieser Vorsprung kam für die Mannschaft von Neutrainer Jan Henseler nicht mehr ernsthaft in Gefahr, weil spätestens die neue DHC-Keeperin Sophia Wegener alle Flottbeker Versuche zunichte machte. Bald nach der Pause stellte Elisa Schmidt-Gräve (33.) den Endstand her.

 

Ebenfalls einen Heimsieg konnte der Bremer HC feiern, der den UHC Hamburg mit 3:2 (2:1) niederringen konnte. Lena Frerichs (E, 11.) und Emma Dieszbrock (18.) legten für Bremen ein 2:0 vor. Noch vor der Pause verkürzte Claire Behrend (E, 27.). Nach dem Seitenwechsel konnte Nina Pätzold (E, 38.) den alten Abstand wieder herstellen, doch der UHC klemmte sich mit dem 2:3 durch Carlotta Rickheit (39.) sofort wieder ran, schaffte den Ausgleich aber nicht mehr.

 

Der Einstand von Julian Tarres als neuer Cheftrainer von Rot-Weiss Köln brachte nicht die vollen drei, aber immerhin zwei Punkte. Gegen den Harvestehuder THC trennten sich die Kölnerinnen trotz zeitweise deutlicher Überlegenheit mit 1:1. Nika Hansen (E, 6.) hatte Rot-Weiss schnell in Führung gebracht, allerdings folgte der Ausgleich ebenfalls noch im ersten Viertel, als Laura Plüth (12.) erfolgreich abschloss. Im Shoot-out sicherten Sophia Prumbaum (2) und Lynn Krings, bei Gegentreffern von Emilia Landshut und Teresa Martin Pelegrina, den 3:2-Sieg für die Gastgeberinnen.