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FRERICHS-RÜCKKEHR SORGT NOCH NICHT FÜR BREMER PUNKTE

20. December 2025

Zum Abschluss der Hinrunde in der 1. Bundesliga Damen entriss am heutigen Samstag der Münchner SC dem Mannheimer HC die „Halbzeitmeisterschaft“ in der Süd-Gruppe. Im Westen gewann der Düsseldorfer HC das Topspiel gegen Rot-Weiss Köln und ist wieder Tabellenführer. Beim Bremer HC schlug sich die Rückkehr von Lena Frerichs (Foto) noch nicht in Punktgewinnen nieder.

 

Gruppe Nord

 

Trotz der Rückkehr von Nationalspielerin Lena Frerichs in den Kader des Bremer HC reichte es für den Tabellenletzten nicht für die ersten Punkte. Das Heimspiel gegen den UHC Hamburg ging 3:5 (2:2) verloren. Entscheidend war, dass die Gastgeberinnen nach einer 2:1-Führung nicht nachlegen konnten, dafür der UHC kontinuierlich was drauflegte. Mit dem 2:5 (54.) war eine Vorentscheidung gefallen. Bezeichnend, dass Lena Frerichs gleich wieder alle BHC-Tore schoss. Beim Sieger verteilten sich die Einschüsse auf Sofie Stomps (2), Levia Grabietz, Carlotta Rickheit und Greta Köllinger. Der UHC festigte mit seinem zweiten Sieg den vierten Tabellenplatz, Bremen beendet die Hinrunde ohne Punkte.

Seine Chancen auf eine Viertelfinalteilnahme verbesserte der Großflottbeker THGC mit einem ungefährdeten 10:2 (4:0)-Heimsieg über Eintracht Braunschweig. Lediglich zum 5:1 durch Fenja Rees und 5:2 durch Emma Nolting konnte der niedersächsische Aufsteiger mal kurz gegenhalten. Maxime Collien (3), Charlotte Hendrix (2), Kira Curland, Antonia Hendrix, Svea Böcker, Janne Raimund und Lale Schilling sorgten für den dritten Saisonsieg des GTHGC, der nach Punkten zum Tabellenzweiten HTHC aufgeschlossen hat.

 

Gruppe Ost

 

Nichts anbrennen ließ Spitzenreiter Berliner HC im Auswärtsspiel beim TC Blau-Weiss Berlin. Lediglich zum 1:1 (19.) durch Nele Rösch konnten die Gastgeberinnen ausgleichen. Mehr ließ der Favorit nicht zu. Über den 3:1-Pausenstand kam der BHC zum 7:1-Endstand. Joana Boehringer (3), Philine Drumm, Zoe Neßelhauf, Elissa Mewes und Birthe Reitemeier sorgten für den sechsten Sieg im sechsten Spiel.

Eine Vorentscheidung im Abstiegskampf könnte das 3:4 (1:2) des ATV Leipzig im Heimspiel gegen den Berliner SC gewesen sein. Vom 1:1 zog der Aufsteiger auf 1:4 (50.) davon. Zwar kam Leipzig wieder in Schlagdistanz, aber nach dem 3:4 (56.)( reichte es nicht mehr zum bitter nötigen Ausgleich. Tore von Cosima Rocktäschel (2) und Nadien Schwarte waren für das punktlose Schlusslicht zu wenig, während der BSC durch Treffer von Madita Marx (3) und Emilia Gömüsay seinen zweiten Dreier in Folge feiern konnte. Sechs Punkte Rückstand auf das rettende Ufer sind es bereits für Leipzig.

Seinen zweiten Tabellenplatz festigte TuS Lichterfelde durch einen 7:2 (3:0)-Heimsieg über die Zehlendorfer Wespen. Nur zum 1:5 durch Thekla Louise Schlawin und zum 2:6 durch Johanna Bergmann konnten die Wespen etwas entgegensetzen. Elena Herbst (2), Hannah Lämmel (2), Sophie Tiefenbacher, Jenna Gabel und Johanna Hildebrandt fuhren mit ihren Toren den Dreier für TuSLi ein, das zwar sechs Punkte hinter dem BHC zurückliegt, aber schon fünf Punkte Vorsprung auf die Verfolger besitzt.

 

Gruppe Süd

 

Zum Abschluss der Hinrunde präsentiert das Tabellenbild etwas lange nicht mehr Gesehenes: Kein Mannheimer Team liegt an der Spitze, sondern der Münchner SC. Die Bayerinnen gewannen das Spitzenspiel beim Mannheimer HC und entrissen dem MHC mit dem 4:3 (1:1) den ersten Platz. Beim 1:0 und 2:1 lagen die Gastgeberinnen vorn, dann wendete sich das Blatt zum 2:3 (53.). Der MHC ging sogleich auf künstliche Überzahl und beließ es auch nach dem 3:3 (55.) beim Spiel ohne Torhüterin. München nahm ebenfalls seine Torfrau vom Feld, weil sich beide Teams nicht mit einem Remis abfinden wollte. Mit einer verwandelten Schlussecke durch das zweite Tagestor von Nike Beckhaus sicherte sich schließlich der MSC die Punkte. Daneben trafen Charlotte Remmele und Paula Nahr beim Sieger, beim MHC verteilte sich die schmale Torausbeute auf Charlotte Gerstenhöfer, Nadine Kanler und Verena Neumann.

Die HG Nürnberg schaffte es, die am Vorabend durch den Feudenheimer Sieg zugespielt bekommene Rote Laterne gleich wieder zurückzugeben. Das war durch einen 6:5 (3:0)-Heimsieg über den HC Ludwigsburg möglich. Die 3:0-Führung der Gastgeberinnen glich Ludwigsburg bis zur 42. Minute aus. Dann zog die HGN wieder auf zwei Tore Vorsprung weg (5:3/53.), was die Gäste erneut egalisierten (5:5/57.). Erst auf das 6:5 zehn Sekunden vor der Schlusssirene hatte der HCL keine Antwort mehr. Lena Raum (3), Marie Auer (2) und Emelie Haas sorgten für den ersten Nürnberger Saisonsieg. Beim HCL waren Treffer von Greta Meissner (2), Jessica Schwarz, Daniela Bauer und Grace Raad zu wenig. Ludwigsburg wurde mit dem Resultat voll in den Abstiegskampf gezogen.

 

Gruppe West

 

Das Topspiel der beiden weißen Westen Düsseldorf und Köln wurde ein Schlagabtausch, der die Erwartungen erfüllte. Die am Vorabend noch im Einsatz befindlichen Rot-Weiss-Damen zeigten zunächst keinerlei Müdigkeitserscheinungen und legten eine 3:1-Führung vor. Gastgeber DHC war gefordert und schaffte bis zur Pause den 3:3-Gleichtstand. Beim 5:4 hatte Düsseldorf erstmals seine Nase vorn, kassierte aber noch einmal den Ausgleich (54.). Gut zwei Minuten vor Ende gelang dem DHC in Überzahl nach Kölner Zeitstrafe mit dem 6:5 der vorentscheidende Treffer. Zwei Konter gegten aufgerückte Gäste sorgten  dann für den 8:5-Endstand zugunsten des DHC, der sich die für einen Tag verloren Tabellenführung wieder zurückholte. Mabel Brands (3), Elisa Gräfe (2), Clara Ycart Canal (2) und Selin Oruz trafen für den Sieger, bei Rot-Weiss waren Nika Hansen (3), Helena Würker und Paula Brux erfolgreich.

Wichtige Siege im Kampf um den Klassenerhalt fuhren Raffelberg und Bonn ein. Der Club Raffelberg schlug in eigener Halle Uhlenhorst Mülheim 8:5 (3:2). Bis zum 4:4 (42.) war alles sehr ausgeglichen, auch beim 6:5 (56.) konnten die Gäste noch hoffen, doch den längeren Atem hatte das Duisburger Heimteam, das durch Giulia Funkel (4), Helena Hindenburg, Marharyta Mykhailiuk, Carolin Schmid und Amelie Haferkamp zu seinen Toren kam. Maike Scheuer (3), Carla Hartmaring und Sarah Gehring trafen für Mülheim, das auf dem vorletzten Platz verbleibt.

Aufsteiger DSD Düsseldorf verbleibt ohne Sieg ganz am Ende der tabelle. Das Heimspiel gegen den Bonner THV ging mit 1:3 (0:0) verloren. Der 1:1-Ausgleichstreffer durch Carina Salz war nach 47 Minuten die ganze Ausbeute des DSD. Allerdings fiel erst in der Schlussminute mit Bonns drittem Treffer die endgültige Entscheidung. Adele Triebel (2) und Marie Eidenschink sicherten dem BTHV die Punkte.

 

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