DIE LETZTEN VIERTELFINALISTEN UND DREI ABSTEIGER GEFUNDEN
24. January 2026
Einige Entscheidungen sind am Samstag in der 1. Bundesliga Damen gefallen. Die letzten freie Viertelfinalplätze fiel an Harvestehuder THC und TuS Lichterfelde. Und der Abstieg von Bremer HC (Nord), ATV Leipzig (Ost) und DSD Düsseldorf (West) wurde besiegelt.
Gruppe Nord
Im wichtigen Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig konnten die Bremerinnen nicht den dringend erforderlichen ersten Sieg landen. Nur beim 1:0 lag der BHC mal vorne. Doch immerhin konnten die Bremerinnen nach einem 2:3-Pausenstand auch größere Rückstände aufholen. Aus einem 2:5 wurde ein 4:5 und aus einem 4:6 der 6:6-Ausgleich. Doch auf das Braunschweiger 6:7 fand der BHC keine Antwort mehr. Mina Üzbe (2), Marie Frerichs (2), Nina Pätzold und Emma Dieszbrock trafen für Bremen, Emma Nolting (3), Laura Drees (2), Carlotta Merkel und Fenja Rees sorgten für den Klassenerhalt der Eintracht.
Der Großflottbeker THGC verlor sein Heimspiel gegen Tabellenführer Club an der Alster mit 4:8 (2:2) und vergab die letzte Chance auf eine Viertelfinalteilnahme. Kurz nach der Pause führte Flottbek sogar 3:2, kassierte dann aber vier Treffer in Folge. Über 4:6 kam es zum Endstand. Lale Schilling (2), Antonia Hendrix und Charlotte Hendrix schossen die GTHGC-Tore, beim Gruppensieger sorgten Emelie Tödter (4), Anna Batschko, Hannah Gablac, Linda Cobano und Emily Wolbers für den neunten Sieg, der den heute spielfreien HTHC zum sicheren Viertelfinalisten machte.
Gruppe Ost
Schon vor dem letzten Spieltag steht der Abstieg des ATV Leipzig fest. Das Heimspiel gegen den Berliner HC (Foto) verloren die Sächsinnen mit 3:7 (1:3). Der BHC machte damit auch seinen Gruppensieg amtlich. Nach dem 1:2 zogen die Gäste unaufhaltsam auf 1:7 davon. Cosima Rocktäschel schoss alle drei ATV-Tore. Für den BHC waren Joana Boehringer (2), Birte Reitemeier (2), Greta Dressel, Alina Jäger und Johanna Franz die Tore.
In einer für Hallenverhältnisse extrem torarmen Partie trennten sich TC Blau-Weiss Berlin und Zehlendorfer Wespen 1:1 (1:0)-Unentschieden. Paulina Kleikemper hatte die TC früh in Führung gebracht, ganz spät glich Celine Kober für die Wespen aus. Damit war Platz zwei endgültig an TuS Lichterfelde vergeben
Das als Ost 2 ins Viertelfinale gehende TuSLi gewann sein Heimspiel gegen den Berliner SC mit 5:1. Bereits zur Halbzeit stand der spätere Endstand fest. Jenna Gabel (2), Julia Ullrich, Hannah Lämmel und Clarissa Schneider brachten die Gastgeberinnen mit 5:0 in Führung, ehe Madita Marx für den Ehrentreffer des Aufsteigers sorgte.
Gruppe Süd
Mit späten Toren drehte der Mannheimer HC das Derby gegen den TSV Mannheim und behielt mit dem 6:5 (2:2)-Sieg die Tabellenführung. Ein 4:2 des MHC drehte der TSV bis zum 4:5 (53.). Erst in den letzten fünf Minuten erzwangen die Gastgeberinnen förmlich mit drei Treffern noch den Sieg. Stine Kurz, Aina Kresken und Lisa Mayerhöfer trafen je doppelt beim Sieger, der TSV hatte mit Lisa Schall, Lotte Nafzger, Franziska Schütte, Kira Schanzenbecher und Paulina Mayer lediglich Einzeltorschützinnen.
Der Münchner SC wahrte seine Chancen auf ein Gruppensieg-Endspiel gegen den MHC durch ein 5:2 (1:1) beim HC Ludwigsburg. Dabei lagen die Gastgeberinnen bis Ende des dritten Viertels mit 2:1 in Front, ehe der MSC die Partie noch mit vier Treffern innerhalb von elf Minuten drehte. Carlotta Koch und Greta Meissner schossen die beiden HCL-Tore, bei den Bayerinnen waren Charlotte Remmele (2), Paula Nahr (2) und Timea Tripps erfolgreich.
Schlusslicht HG Nürnberg lief im Heimspiel gegen den Feudenheimer HC lange einem 0:1-Rückstand (Yeheniya Kernoz per Ecke/17.) hinterher, konnte aber nach dem Eckentreffer von Nora Weigand vier Minuten vor Schluss wenigstens einen Punkt retten. Doch im Abstiegskampf könnte dieses 1:1 zu wenig sein.
Nürnberg muss am Sonntag in Ludwigsburg gewinnen, um noch den Abstieg vermeiden zu können. Aus eigener Kraft wäre ein Sieg mit sieben Toren Abstand notwendig, mit Schützenhilfe des TSV Mannheim (gegen Feudenheim) könnte eventuell auch ein knapperer Sieg reichen.
Gruppe West
Keine Chance ließ Spitzenreiter Düsseldorfer HC dem HTC Uhlenhorst Mülheim. In eigener Halle musste der HTCU ein 0:15 (0:8) über sich ergehen lassen. Mabel Brands (3), Elisa Gräfe (3), Lucy Zich (3), Friederike Heusgen (2), Charlotte Ritter (2), Annika Sprink und Clara Ycart trugen zum Kantersieg bei.
DHC-Verfolger Rot-Weiss Köln ließ beim 9:2 (1:1) beim DSD Düsseldorf ebenso nichts anbrennen. Nur zum 1:1 (Daphne Lindner) und 2:5 (Marie Oschee) konnte der DSD etwas entgegensetzen, beim Sieger trafen Nika Hansen (4), Mai Steinebach, Paula Brux und Sophie Prumbaum schossen die Kölner Treffer. Angesichts von drei Punkten und 34 Toren Rückstand ist es für Rot-Weiss am Sonntag kein wirkliches Endspiel mehr gegen den DHC. Und für den DSD Düsseldorf bedeutete die heutige Niederlage auch faktisch den Abstieg.
Der Club Raffelberg sicherte sich seinen dritten Platz im Abschlussklassement durch ein 8:3 (4:1) im Heimspiel gegen den Bonner THV. Vom 5:3 (36.) setzte sich Raffelberg vollends ab. Marharyta Mykhailiuk (2), Patricia Strunk (2), Lilien Reichert, Klara Weyand, Helena Hindenburg und Carolin Schmid trafen für die Duisburger Gastgeberinnen, beim BTHV waren Adele Triebel (2) und Lauretta Ojiako die Schützinnen. Trotz der Niederlage hat Bonn seinen Klassenerhalt sicher.
Foto: U.Nitschke