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BREMEN VERKÜRZT RÜCKSTAND AUF PLATZ 8 AUF EINEN PUNKT

25. April 2026

Ohne eine einzige Platzveränderung in der Tabelle ging der 19. Spieltag der 1. Bundesliga Damen über die Bühne. Während der Kampf um die unteren beiden Play-off-Plätze an Spannung weiter zugenommen hat, ist Mannheims Hauptrundengewinn nach dem 17. Sieg und neun Punkten Vorsprung so gut wie amtlich.

Tabellenführer Mannheimer HC ließ beim Münchner SC nichts anbrennen. Das erste Viertel konnte der MSC noch ohne Gegentreffer überstehen. Dann brachte Charlotte Gerstenhöfer die Gäste in Führung (22.), und noch vor der Pause erhöhte Ines Wanner per Strafecke auf 0:2 (28.). Spätestens nachdem Verena Neumann (36.) und Sonja Zimmermann (37.) im Doppelschlag zwei weitere MHC-Ecken zu Toren machten, war die Partie entschieden. Münchens Kapitänin Josefine Wahmes konnte immerhin noch mit dem Eckentreffer (48.) zum 1:4-Endstand etwas Ergebniskosmetik betreiben.

 

Am Freitagabend hatte der Club an der Alster mit seinem 4:1 (0:0) im Stadtduell beim UHC Hamburg (Foto) erstens seinen zweiten Tabellenplatz gefestigt und zugleich eine rechnerische Entscheidung zugunsten Mannheims verhindert. Nach einer torlosen ersten Hälfte ging es dann zum Ende des dritten Viertels plötzlich ganz schnell. Innerhalb von acht Spielminuten zog Alster durch Emily Wolbers (41./44), Juliane Grashoff (44.) und Emelie Tödter (E, 49.) zum 0:4 weg. Erst in der Schlussminute brachte Lisa Musci die Gastgeberinnen auf die Anzeigetafel.

 

In Berlin lief es zwischen dem BHC und Rot-Weiss Köln bis in die Schlussphase hinein torlos. Die Gastgeberinnen drängten auf den Führungstreffer, als ein langer Kölner Schlag durchs Mittefeld die gesamte BHC-Hintermannschaft durchschnitt. Dahinter schnappte sich Sophie Prumbaum den Ball und nagelte ihn mit einem Schrubber unter die Latte ihrer chancenlosen früheren Mannschaftskameradin im BHC-Kasten, Maja Sielaff - 0:1 (55.). Der BHC mobilisierte in der verbleibenden Zeit noch einmal alle Kräfte, erzwang zwei Minuten vor Ende dann auch seine erste (!) Ecke im Spiel und nutzte diese tatsächlich durch einen Stechertreffer von Benedetta Wenzel zum 1:1-Ausgleich (58.). Dabei blieb es. Im anschließenden Shoot-out holten sich Köln mit 3:2 den Extrapunkt. Lynn Krings (2) und Paula Brux trafen für Rot-Weiss, beim BHC waren zwei Tore von Linnea Weideman und Philine Drumm zu wenig.

 

Trotz zwei mitgenommener Punkte in Berlin schrumpfte der Kölner Vorsprung auf Platz acht auf einen Zähler zusammen. Denn RWK-Verfolger Bremer HC kam in Duisburg beim Club Raffelberg zu einem 2:0 (0:0)-Auswärtssieg. Zwei unachtsame Momente verhagelten den Gastgeberinnen diese Partie. Beim 0:1 fand ein Bremer 50-Meter-Zuspiel den Weg durch mehrere Raffelberger Bretter. Die dann alleine am Kreis stehende Delfina Gerula nutzte die Chance und traf mit der Rückhand zum 0:1 (33.). Vor und nach diesem Tor hatte Raffelberg gute Szenen in der Offensive, doch erneut kamen die Gäste mit einem langen Zuspiel durch, und diesmal war es Manuela Ghigliotti, die per Rückhand traf und bei diesem 0:2 (35.) CR-Torhüterin Sophia Wegener ein bisschen unglücklich aussehen ließ. Ihren Vorsprung ließen sich die Gäste danach nicht mehr streitig machen. „Wir haben es jetzt selber in der Hand“, beurteilte Bremens Lenkerin Lena Frerichs die Bremer Viertelfinalchancen mit Blick auf das Restprogramm.

 

In der Neuauflage des DM-Endspiels 2025 trennten sich Vizemeister Düsseldorfer HC und Meister Harvestehuder THC 2:2 (0:2)-Unentschieden. Die Hamburger Gäste hatten den besseren Start, als Laura Saenger gleich die erste HTHC-Ecke (3.) verwertete und zehn Minuten später Daria Buchta das 0:2 folgen ließ. Mit dem Vorsprung im Rücken überließ Harvestehude dem DHC die Aufbauarbeit. Düsseldorf mühte sich und holte vor allem in der zweiten Halbzeit dann eine Ecke nach der anderen heraus. Am Ende waren es tatsächlich 13. Keine einzige davon saß, doch mit drittletzten holte Düsseldorf nach einem Bodycheck gegen Lisa Nolte immerhin einen Siebenmeter heraus, den Clara Ycart Canal zum 1:2 (45.) nutzte. Düsseldorf blieb weiter am Drücker und schaffte durch Sara Strauss, die einen zunächst parierten Schönhoff-Stecher dann noch über die Linie stocherte, den 2:2-Ausgleich (57.). Im Shoot-out belohnte sich Düsseldorf für seine Aufholjagd dann mit 3:2-Sieg. Den Zusatzpunkt sicherten Friedetrike Heusgen, Sophia Schwabe und Selin Oruz, bei HTHC-Toren von Katharina Becker und Daria Buchta.

 

Am Sonntag sind alle Erstliga-Damenteams spielfrei.

 

Foto: S.Müller / Sports-Gallery