NÄCHSTE VIER BERLINER TORE REICHTEN DIESMAL NICHT ZUM SIEG
26. September 2026
Die am Freitagabend mit dem 4:0 über Harvestehude eroberte Tabellenführung hielt für den Club an der Alster hielt auch am Samstag noch, weil die DM-Finalisten Düsseldorfer HC und Mannheimer HC bei ihren Tagessiegen nicht genügend Tore schossen.
Auch weitere vier Tore wie schon beim 4:0-Auftaktsieg über den Münchner SC konnten beim Berliner HC den Verlust der Tabellenführung vom ersten Spieltag nicht verhindern. Die Hauptstädterinnen kamen beim Bremer HC trotz drei Führungen nicht über ein 4:4-Unentschieden hinaus und verloren das Shoot-out mit 1:3. Alessa Volkert (12./30.) traf vor der Pause für die Berlinerinnen, Manuela Ghigliotti (19.) hatte für die Gastgeberinnen zum 1:1 ausgeglichen. Nach der Pause erhöhte Linnea Weidemann auf 1:3 (E, 38.), ehe Paula Lorenzoni (E, 46.) und Lena Frerichs (7m, 54.) im Schlussviertel für Bremen den 3:3-Gleichstand erreichten. Carlotta Koch sorgte mit ihrem ersten Treffer in Berliner Trikot für das 3:4 (55.), ehe Bremen durch Lena Freichs (E, 57.) mit dem 4:4 den Schlusspunkt im Spiel setzte. Auch bei den Penaltys traf Lena Frerichs, wie auch Karolina Diurczak und Delfina Gerula, während für Berlin lediglich Victoria Käske ihren Versuch erfolgreich abschließen konnte.
Ein Shoot-out gab es auch in Hamburg, wo sich Großflottbeker THGC und UHC Hamburg 2:2 trennten. Yani Zhong (15.) und Claire Behrend (7m, 16.) sorgten mit einem Doppelschlug für die 2:0-Pausenführung der Gäste. Dem Rückstand musste Flottbek bis ins letzte Spielviertel nachlaufen, dann bewahrte GTHGC-Sturmführerin Jette Fleschütz ihr Team mit zwei Feldtoren (50./55.) vor eine Niederlage. Das Momentum konnte Flottbek bei den Penaltys dann nicht für sich nutzen. Yani Zhong, Yara Mandel, Marlene Wiewiorra und Johanna Seelmaeker sorgten – bei Flottbeker Treffern von Jette Fleschütz, Lena Micheel und Lieke Leggangers – für das 4:3 des UHC.
Rot-Weiss Köln sicherte sich seinen ersten Dreier mit einem 2:1-Heimsieg über den Münchner SC. Katharina Reuten (26.) sorgte für die 1:0-Halbzeitführung der Gastgeberinnen, die Sophie Prumbaum (39.) im dritten Viertel zum 2:0 ausbaute. München konnte nach dem Anschlusstreffer durch Clara von Falck (E, 44.) noch einmal hoffen, schaffte es im Schlussviertel jedoch nicht, die zweite Niederlage abwenden zu können.
Ohne Punkt ist nach zwei Auftritten auch Aufsteiger TSV Mannheim Hockey. Nach dem 0:2 bei Ligagewinner Mannheimer HC musste der TSV mit dem Düsseldorfer HC gleich ein weiteres Spitzenteam auswärts bespielen. Meister DHC legte durch Annika Schönhoff (5./E, 17) und Aluhe Camps Fernandesn(7m, 18.) zu einer 3:0-Führung vor. Es spricht für den Erstligarückkehrer Mannheim, dass er im weiteren Verlauf nicht nur weitere Gegentreffer verhindern konnte, sondern durch Neuzugang Kayla de Waal zum 1:3 (21.) zu verkürzen verstand. Mehr gelang den Gästen allerdings nicht.
Mit 3:1 endete auch das zweite Tagesduell zwischen Düsseldorf und Mannheim, diesmal für die Vertreterinnen aus Süddeutschland. Vizemeister MHC setzte sich standesgemäß beim Aufsteiger DSD durch. Doch so eindeutig war der Verlauf keineswegs. Liganeuling Düsseldorf spielte wie schon bei den knappen Auftaktniederlagen gegen Alster und Flottbek erfrischend auf und brachte den Favoriten mehrfach in Verlegenheit, auch wenn der MHC erwartungsgemäß mehr Ballbesitz und die klareren Chancen besaß. Mit einem schönen Stecher nach Wanner-Pass brachte Alice Arnott die Gäste in Führung (18.). Die Australierin war auch am Zustandekommen des 2:0 maßgeblich beteiligt, als sie nach einem von der DSD-Keeperin Lawrenz abgewehrten Zimmermann-Schuss nachfasste und dann nur per Stockfoul gestört werden konnte. Den fälligen Siebenmeter verwandelte Stine Kurz zum 0:2 (42.). Düsseldorf spielte unverdrossen weiter und wurde kurz vor der letzten Viertelpause belohnt, als Mia Rosser mit ihrem Rückhandschuss die MHC-Keeperin Chiara Vischer auf dem falschen Fuß erwischte und zum 1:2 (45.) verkürzte. Dass der DSD an seine Chance glaubte, machte auch die taktische Maßnahme des Trainergespanns Draguhn/Roßner deutlich, das in den letzten Minuten in künstlicher Überzahl alles auf eine Karte setzte. Der Plan ging nicht auf. Kurz vor Schluss traf Carolin Seidel (59.) zum 1:3-Endstad in den leeren Kasten.