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DOPPELTER JUBEL IN DÜSSELDORF

27. September 2026

Der Düsseldorfer HC setzte sich in der Neuauflage des jüngsten DM-Endspiels gegen den Mannheimer HC durch und verfügt zusammen mit dem Club an der Alster über die letzten weißen Westen der 1. Bundesliga Damen. Auch an anderer Stelle in Düsseldorf konnte gejubelt werden.

Auch das Comeback von HTHC-Ikone Franziska Hauke konnte einen weiteren Rückschlag für den Deutschen Meister von 2025 nicht verhindern. Mit 0:1 beim Großflottbeker THGC verlor Harvestehude. In einer lange Zeit ausgeglichenen und torlosen Partie konnten beide Seiten ihre Ecken nicht nutzen. Die Entscheidung fiel dann vier Minuten vor Ende, als Nicola Pluta nach einer Rechtsflanke in den HTHC-Kreis den Ball annehmen und aus der Drehung im Fallen dann mit der Rückhand im Kasten unterbringen konnte. Flottbek kletterte mit seinem zweiten Sieg auf Rang fünf, während der HTHC mit nur einem Zähler aus drei Spielen im Tabellenkeller festsitzt.

 

Ganz anders läuft es derzeit beim Bremer HC. Mit dem 3:1 über den Münchner SC besserten die Hansestädterinnen ihre Punktekonto auf stolze acht Zähler nach drei Spielen auf. Manuela Ghigliotti (6.), Josefina Rübenacker (18.) und Lena Frerichs (E, 28.) sorgten bereits bis zur Halbzeitpause für eine Vorentscheidung. Die Gäste drängten war nach der Pause und holten auch eine Vielzahl an Strafecken heraus, doch nur eine einzige führte durch Hannah Groh (E, 44.) zum Erfolg. München wartet nach drei Spielen weiter auf den ersten Punkt, musste jedoch auch ausschließlich auswärts antreten.

 

Das ewig spannende Kräftemessen zwischen Meister Düsseldorfer HC und Ligagewinner Mannheimer HC endete mit einem 1:0-Heimerfolg des DHC. Die Szene des Tages spielte sich bereits nach elf Minuten ab, als Lisa Nolte die zweite DHC-Ecke verwandeln konnte. Dabei profitierte die Düsseldorfer Nationalspielerin davon, dass ihr Schlag auf dem Weg Richtung Kasten von MHC-Abwehrspielerin Fiona Felber abgefälscht und daher für Torhüterin Leonie Weißenberger kaum zu halten war. Die Gäste diktierten weite Strecken des Spiels, wussten aber aus einem Eckenplus (7:3) ebenso wenig anzufangen wie mit ihrer optischen Überlegenheit. „Wir haben alles reingehalten und stark gekämpft“, lobte DHC-Nationalspielerin Friederike Heusgen die starke Defensivleistung ihrer Mannschaft, während Kaderkollegin Sonja Zimmermann sich grämte, dass man seine Chancen nicht zu nutzen verstehe.

 

Jubeln durfte man in Düsseldorf auch auf einem anderen Platz. Im Duell der beiden Aufsteiger setzte sich der gastgebende DSD gegen den TSV Mannheim Hockey mit 2:0 durch. Mira Hildebrandt brachte Düsseldorf mit einem Strafeckenschlag in Führung, bei dem die erste TSV-Welle sich den Ball ungewollt selber in den Torwinkel ablenkte – 1:0 (28.). Mit fortschreitender Zeit war Mannheim gefordert, noch mehr in die Offensive zu gehen. Eine Strafeckenserie überstand der DSD mit Glück und Geschick. Und als der TSV dann ohne Torhüterin alles auf eine Karte setzte, konterte Düsseldorf 40 Sekunden vor Ablauf der Spielzeit durch Carina Salz zum 2:0-Endstand.

 

Der Berliner HC nahm bei Rot-Weiss Köln die Punkte mit. Der Treffer von Victoria Käske, die einen BHC-Überzahlangriff nach 19 Minuten mit einem kleinen Rückhandschlag aus vollem Lauf erfolgreich abschloss, reichte letztlich zum 1:0-Auswärtssieg. Die Gastgeberinnen schwächten ihre Schlussoffensive, als Rot-Weiss sich in den letzten neun Minuten gleich zwei gelbe Karte einhandelte.

 

Am späten Sonntagnachmittag entriss der Club an der Alster dem Düsseldorfer HC die Tabellenführung. Mit einem 1:0-Heimsieg über den UHC Hamburg feierte das Team von Trainerin Corinna Zerbs seinen dritten Sieg im dritten Spiel. In einer beidseits chancenarmen Partie zogen die Gastgeberinnen die Partie zu Beginn des Schlussviertels an sich. Fast direkt vom Anspiel weg schnappte sich Johanna Hachenberg den Ball, dribbelte von links in den UHC-Kreis und überlupfte auch noch Torhüterin Mia Böhringer fast von der Grundlinie – 1:0 (46.). Fünf Spielminuten zuvor hatte Böhringer noch stark die Null gehalten, als Alster nach einem Foul an Jule Bleuel einen Siebenmeter zugesprochen bekam. Linda Cobano scheiterte mit ihrem halbhohen Schlenzball an der Torhüterin. Uhlenhorst hatte in der vorletzten Minute plötzlich noch eine gute Ausgleichsgelegenheit, verzog aber von halbrechts.