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RAFFELBERGS OFFENSIVER ANSATZ WIRD HART BESTRAFT – 0:12 BEIM HTHC

28. March 2026

Für das erste zweistellige Resultat in der laufenden Saison der 1. Bundesliga Damen sorgte die Partie zwischen Harvestehuder THC und Club Raffelberg. Mit einem 12:0 konnte der HTHC ein ordentliches Maß an Selbstvertrauen für die anstehende EHL tanken.

Der Club Raffelberg versuchte es in Hamburg mit einem keineswegs nur auf Defensive vertrauenden Ansatz. Immer wieder versuchten die Gäste, nach vorne zu schieben und die eigenen Offensive auch personell zu unterstützen. Doch der Mut des Tabellenletzten aus Duisburg wurde nicht belohnt. Im Gegenteil. Nach abgefangenen Bällen konnte der HTHC immer wieder schnelle Konter fahren. Bei reichlich Platz entstanden daraus dann oft Treffer. Dazu kam eine stabile Eckenausbeute bei den Gastgeberinnen. Dieser Mix ließ den Torvorsprung des HTHC rasch in die Höhe schnellen. Bereits nach 13 Minuten hieß es 6:0. Über den 8:0-Halbzeitstand kam es zum 12:0-Endergebnis. Mit je drei Treffern waren Laura Saenger (5./12./13 – jeweils Ecken), Katharina Bauer (29./51./54.) und Madita Niebuhr (8./30./57.) die erfolgreichsten Schützinnen. Katharina Becker (E, 8.), Merle Knobloch (10.) und Emilia Landshut (E, 37.) sorgten für den Rest beim höchsten Saisonergebnis.

 

Zwölf Tore wie in Hamburg fielen in den weiteren fünf Samstagsbegegnungen nur zusammen in der Summe. Ein einziger Treffer reichte dem Club an der Alster in München zu drei Punkten. In der 22. Minute konnte MSC-Kapitänin Josefine Wahmes eine Alster-Strafecke samt Nachschuss nur zweimal mit dem Körper auf der Linie abfangen. Dem fälligen Siebenmeter verwandelte Linda Cobano eiskalt gegen den Münchner Keeperin Selina Müller zum 1:0-Sieg.

 

Wie HTHC und Alster kamen auch die anderen beiden Teams der Top Vier zu einem Sieg. Spitzenreiter Mannheimer HC mühte sich zu einem 2:1 (1:1)-Heimerfolg über den UHC Hamburg. Stine Kurz hatte den MHC per Siebenmeter (nach Strafecke) früh in Führung gebracht (8.), kurz vor der Halbzeit kamen die Gäste durch Dunja Hätsch per Ecke (26.) zum bis dahin schmeichelhaften Ausgleich. Bitter für den UHC, dass er trotz Leistungssteigerung in den zweiten 30 Minuten dann am Ende doch mit leeren Händen dastand. Nach einem harten Eckenpfiff gegen die Hamburgerinnen kam Mannheim durch Ines Wanners strammen Schlenzball zum Siegtreffer (53.) und kann damit wie auch der HTHC eine gelungene Generalprobe für die EHL verbuchen.

 

Seine erstarkte Defensive, die in den ersten beiden Jahresspielen ohne Gegentreffer geblieben war, unterstrich der SC Frankfurt 80 auch beim Auftritt in Berlin. Eine Halbzeit lang biss sich der gastgebende BHC trotz klarer Überlegenheit die Zähne am Frankfurter Abwehrverbund aus. Torlos ging es in die Halbzeitpause. Doch keine 20 Sekunden nach Wiederbeginn war aus Berliner Sicht der Bann gebrochen. Nach schöner Vorarbeit durch Luzie Franz setzte Philine Drumm den Ball aus zentraler Position hoch zum 1:0 (31.) in die Maschen. Der BHC blieb am Drücker und legte durch eine schöner Eckenstechervariante, von Luzie Franz abgeschlossen, zum 2:0 (38.) nach. Gleich zweimal folgte zu Beginn des Schlussviertels das Siebenmeterduell zwischen Philine Drumm und SC80-Keeperin Alexandra Pollex, die den ersten Strafstoß durch Spielen des Balles mit der runden Schlägerseite selbst verursacht hatte, während der zweite einem Abwehrfoul beim Torabschluss geschuldet war. Beide Male traf Drumm souverän vom Punkt (46./49.), was zum 4:0-Endstand führte.

 

Die Spiele in Flottbek und Düsseldorf endeten jeweils 2:2. Bei der Partie in Hamburg schaffte es der Großflottbeker THGC, einen frühen 0:1-Rückstand durch Katharina Reuten (5.) im dritten Viertel durch Eckentore von Lena Micheel (35.) und Paula Velmans (39.) in eine 2:1-Führung zu drehen. Doch mit Abschluss dieser Viertelstunde kamem die Gäste vom Rheinland durch Felicia Wiedermann ebenfalls per Ecke (45.) zum Ausgleich, an dem sich auch im Schlussviertel nichts mehr änderte. Im Shoot-out ließ Kölns Torhüterin Lisa Höllriegl keinen einzigen Gegentreffer zu. Und so war Rot-Weiss bereits nach vier Durchgängen und eigenen Toren von Wiedermann und Sophia Prumbaum zum 0:2 am Ziel und im Besitz eines Zusatzpunktes.

 

Der Flottbeker Abstand zum Tabellennachbarn Bremer HC blieb bei zwei Punkten, da auch Bremen am Samstag nicht über einen Zähler hinauskam. „Aber diesen Punkt hatte keiner erwartet, wir können sehr zufrieden sein“, drückte Bremens Spielmacherin Lena Frerichs ihre Freude über das 2:2-Unentschieden beim Düsseldorfer HC aus. Die Gastgeberinnen (ohne die angeschlagenen Routiniers Sprink, Llotak, Oruz und Schubert) waren wie erwartet das dominante Team, schafften jedoch bis zur Pause lediglich einen Treffer durch einen Eckenstecher von Sara Strauss (14.) zur 1:0-Halbzeitführung. Kurz nach Wiederbeginn vernaschte Frerichs an der Düsseldorfer Grundlinie gleich mehrere DHC-Spielerinnen und tunnelte am Ende auch noch Torhüterin Femke Jovy zum 1:1 (32.). Düsseldorf rannte erneut an und schien sieben Minuten vor Ende die eingeplanten drei Punkte endlich eingesackt zu haben, als Lucy Zich zum 2:1 (53.) traf und später Marie Frerichs mit gelb vom Platz musste. Doch mit herausgenommener Torhüterin und noch einem erfolgreichen Vorstoß samt Eckenfolge erzwangen die Gäste das nochmalige Unentschieden. Paula Lorenzoni schlenzte den Ball – unhaltbar von Schedl abgefälscht – zzm 2:2 (59.) in die Maschen. Der DHC konnte den Schaden durch ein mit 3:1 gewonnenes Shoot-out einigermaßen begrenzen. Friederike Heusgen, Sophia Schwabe und Lucy Zich trafen für Düsseldorf, Marie Frerichs für Bremen.

 

Am Sontag folgt noch das Spiel Flottbek gegen Frankfurt.

 

Foto: S.Fehrmann / Sports-Gallery