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MÜNCHNER SIEG IN BREMEN BRINGT VORTENTSCHEIDUNG UM PLAY-OFF-PLÄTZE

03. May 2026

Dank Münchner Schützenhilfe hat der Großflottbeker THGC seinen Platz im DM-Viertelfinale einen Spieltag vor Schluss der 1. Bundesliga Damen so gut wie sicher. Auch Köln kann sich aufs Viertelfinale freuen.

Der Bremer HC wollte einen Tag nach dem Shootout-Sieg über Tabellenführer Mannheimer HC den nächsten Schritt Richtung Play-off machen. Doch BHC-Trainer Florian Kellerr hatte schon nach dem MHC-Coup gemutmaßt, dass der Münchner SC die schwierigere Aufgabe werden würde. Und so kam es. Die Gäste gingen früh durch einen Siebenmeter von Philin Bolle (3.) in Führung. Zwar konnte Manuela Ghigliotti schnell ausgleichen (8.), doch zur Führung reichte es Bremen im Anschluss nicht. Allerdings hätte auch schon ein Punkt die BHC-Hoffnungen auf ein echtes Finale kommende Woche in Flottbek am Leben gehalten, aber auch diese Rechnung ging nicht auf. In der vorletzten Minute kam München zu einer Strafecke. Der Schuss von Kapitänin Josephine Wahmes schlug abgefälscht halbhoch im Netz ein – 1:2 (59./Foto). Ohne Torhüterin wollte Bremen zumindest noch den Ausgleich erzwingen, lief aber in einen Konter, den Julia Boehringer (60.) zum 1:3-Endstand verwertete.

 

Beim Parallelspiel in Hamburg kämpfte der Großflottbeker THGC auswärts beim Club an der Alster um eine gute Ausgangsposition für den letzten Spieltag. Lange blieb die Anzeigetafel leer, erst zum Ende des dritten Viertels brach Alster durch ein Eckentor von Linda Cobano (41.) den Bann. Cobano war es dann auch, die in der Schlussphase, als Flottbek naturgemäß das Risiko erhöhte, mit einem zweiten Eckentreffer zum 2:0 (57.) für die Entscheidung sorgte. Flottbek schaltete sofort auf künstliche Überzahl um, kassierte aber stattdessen nur noch das dritte Gegentor durch Juliane Grashoff zum 3:0 (0:0)-Endstand. Die Niedergeschlagenheit im Flottbeker Lager wandelte sich jedoch nur Sekunden nach Schlusspfiff in pure Erleichterung um. Die Nachricht vom MSC-Sieg in Bremen machte die Runde. Und GTHGC-Spielerin Janne Raimund sprach im Dyn-Interview das aus, was wohl alle im Flottbeker Lager fühlten: „Danke an den MSC.“

Dessen Schützenhilfe versetzt Flottbek in die günstige Ausgangslage, dass er sich kommende Woche im direkten Duell mit Bremen eine Heimniederlage mit vier Toren Unterschied leisten kann, ohne seinen Platz im Play-off an Bremen zu verlieren.

 

Der Harvestehuder THC holte im Heimspiel gegen den Mannheimer HC einen 0:2-Rückstand auf, stand am Ende aber doch mit leeren Händen da. Verena Neumann (6.) hatte den Tabellenführer früh zur 1:0-Pausenführung gebracht, nach dem Seitenwechsel erhöhte Carolin Seidel zum 0:2 (38.). Aufstecken wollte der amtierende Meister keineswegs. Die Bemühungen wurden durch Laura Saenger zum 1:2 (E, 41.) und durch Isabel von Gersum zum 2:2 (48.) belohnt. Ines Wanner brachte die Gäste per Ecke erneut in Führung (52.). Noch einmal antworten konnte Harvestehuder nicht. Ohne eigene Torhüterin auf dem Feld hatte der HTHC Glück, dass der MHC noch drei eigene Ecken ausließ. Es blieb beim 2:3 aus Hamburger Sicht.

 

Über seinen dritten Saisonsieg konnte sich Club Raffelberg freuen. Im Duell der beiden Tabellenletzten setzten sich die Duisburgerinnen gegen den SC Frankfurt 80 trotz eines 0:1-Rückstandes zur Halbzeit (Fabia Stepping/27.) mit 4:1 durch. Mit zwei Eckentreffern sorgte Klara Weyand (44./48.) für die Ergebniswende. Giulia Funkel (52.) und Nane Dördelmann (58.) machten schließlich den Deckel drauf. Raffelberg hat damit nach Punkten mit Frankfurt gleichgezogen, behält jedoch wegen des schlechteren Torverhältnisses das Schlusslicht. Mit der Frankfurter Niederlage und dem MSC-Sieg steht zudem auch fest, dass München die Ligaphase als Tabellenzehnter abschließen wird.

 

Der UHC Hamburg festigte seinen sechsten Tabellenplatz mit einem 3:2 (2:0)-Heimsieg über den Berliner HC. Yara Mandel (E, 10.) und Greta-Sofie Köllinger (E, 27.) schossen die Halbzeitführung heraus, die Claire Behrend per Siebenmeter (46.) noch ausbaute. Das scheinbar sichere 3:0 geriet im Schlussviertel aber noch einmal kräftig ins Wackeln, als Luzie Franz (47.) und Philine Drumm (51.) die Gäste noch einmal dicht heranbrachten. Mit Glück und Geschick brachte Uhlenhorst den Vorsprung über die Zeit.

 

Torlos trennten sich nach 60 Spielminuten im Kölner Regen die Teams von Rot-Weiss und Düsseldorfer HC. Dem 0:0 folgte ein Shoot-out, das die Gäste mit 3:2 nach Toren von Clara Ycart (7m), Selin Oruz und Sara Strauss, bei Kölner Treffern von Lynn Krings und Nika Hansen, gewann. Der eine erreichte Punkt reichte Köln aufgrund der Niederlagen von Flotbek und Bremen, um auf Platz sieben vorzudringen und seinen Platz im Play-off sicher zu haben.

 

Foto: A.Kaste / Sports-Gallery