REMIS IM TOPSPIEL MACHT KÖLN ZUM NEUEN TABELLENFÜHRER
03. October 2026
Weil es im Topspiel in Hamburg keinen Sieger gab, hat Rot-Weiss Köln am Samstag die Tabellenführung der 1. Bundesliga Damen übernommen. Voriges Wochenende standen die Rheinländerinnen noch auf dem siebten Platz.
Es läuft bei Rot-Weiss Köln. Am Donnerstagabend kamen sie zu einem Last-Minute-Sieg bei Aufsteiger DSD Düsseldorf. Der Liganeuling hatte über weite Strecken sogar ein leichtes Übergewicht, brachte den Ball aber einfach nicht über die Linie. Mit einem Unentschieden wäre man bei Düsseldorf vielleicht trotzdem zufrieden gewesen. Umso bitterer dann das Spielende für den DSD. In der Schlussminute kassierte erst Kendra Fitzpatrick eine gelbe Karte, einige Sekunden später kam Köln über links durch Nika Hansen in den Kreis. Ihre Ablage verwandelte Katharina Reuten zum 1:0-Siegtreffer der Gäste.
Zwei Tage später holte Köln seine nächsten drei Punkte. Diesmal viel früher und deutlicher. Beim UHC Hamburg siegte Rot-Weiss mit 6:0 (2:0). Fernanda Arrieta Mesias (15.), Inma Hofmeister (26.), Pia Maertens (33.), Felicia Wiedermann (34./36.) und Katharina Reuten (42.) sorgten für das halbe Dutzend Tore im zweiten Auswärtsspiel.
Im Topspiel der beiden Tabellenführer trennten sich Club an der Alster und Düsseldorfer HC 2:2 (0:0)-Unentschieden und verloren damit beide ihre „weißen Westen“. Nach torloser erster Hälfte brachte Marie Buddenberg den Meister DHC in Führung (43.), Charlotte Rehmet glich für die Hamburger Gastgeberinnen aus (E, 49.). Nach einer ganzen Serie an Strafecken schaffte Selin Oruz da Silva Félix per Nachschuss die erneute Führung der Gäste (54.). Nach einem Konter sorgte Martina Reisenegger Lillo (56.) dann für den abermaligen Gleichstand. Im Shoot-out traf Alster lediglich durch Elisa Brauel-Jahnke, während Friederike Heusgen und Selin Oruz da Silva Félix Düsseldorf zum 2:1-Sieg schossen. Alster fiel damit in der Tabelle von Rang eins auf Platz drei hinter Köln und DHC zurück.
Der Mannheimer HC zeigte sich gut erholt von seiner jüngsten Niederlage beim Düsseldorfer HC. Im Heimspiel gegen den Berliner HC gab es einen letztlich klaren 3:0 (1:0)-Sieg. Fiona Felber (15.), Sonja Zimmermann und die Spanierin Laura Bosch mit ihrem ersten MHC-Tor (38.) sicherten den dritten Saisondreier des zweimaligen Hauptrundenbesten.
Im Duell der beiden bis dahin punktlosen Teams setzte sich der Münchner SC beim TSV Mannheim mit 4:2 (2:1) durch. Paula Nahr (6.) brachte den MSC in Führung, Kayla de Waal (E, 18.) sorgte für den 1:1-Gleichstand. Umgehend brachte Nele Sack (19.) die bayerischen Gäste wieder nach vor. Der Pausenstand wurde dann durch Nelly Ommert (E, 36.) und Cara Sambeth (7m, 47.) zum 1:4 ausgebaut. Das zweite Mannheimer Tor durch Lotte Nafzger (59.) kam aus TSV-Sicht viel zu spät, um die Heimniederlage noch verhindern zu können. Der MSC gab das Schlusslicht an Mannheim ab und sprang auf Platz neun vor.
Überholen konnten die Münchnerinnen dabei auch den Harvestehuder THC. Der Meister von 2025 bleibt weiter im Krisenmodus. Im Heimspiel gegen den Bremer HC sprang für die Hamburgerinnen nur ein einziger Punkt heraus. Und selbst dieser hing am seidenen Faden. Denn die Gäste führten durch Manuela Ghigliotti (15.) und Josefina Rübenacker (49.) bis zwei Minuten vor Ende mit 2:0. Mit einem nicht mehr für möglich gehaltenen 2:2-Ausgleich durch Teresa Martin Pelegrina (59.) und Ella Förtsch (60.) rettete sich der HTHC noch ins Shoot-out. Dort ging der Zusatzpunkt allerdings an Bremen, das durch Emma Dieszbrock, Lena Frerichs und Manuela Ghigliotti, bei HTHC-Treffern durch Emilia Landshut und Ella Förtsch, mit 3:2 siegte und Anschluss an die Spitze hält.
Dagegen steht Harvestehude mit nur zwei Punkten aus vier Spielen ungewohnt weit hinten drin. „Den Saisonstart hab wir uns natürlich nicht so vorgestellt. Ein Punkt aus diesem Spiel ist zu wenig für unsere Ansprüche“, musste HTHC-Trainer Tobias Jordan beim Dyn-Interview eingestehen. Gleichwohl lobte Jordan „Moral und Qualität“ seiner Truppe, mit zwei ganz späten Toren wenigstens noch die Niederlage abgewendet zu haben.
Am Sonntag folgt noch das Spiel Bremen gegen Köln. Mit einem Sieg würde der BHC die Tabellenspitze übernehmen.