1:27 - BITTERER NACHMITTAG FÜR KÖTHEN IN BERLIN
17. January 2026
Ein rekordverdächtiges 27:1 des Berliner HC über den Cöthener HC brachte am Samstag das bislang höchste Saisonergebnis in der 1. Bundesliga Herren. Im Westen verlor Uhlenhorst Mülheim seine Tabellenführung.
Gruppe Nord
Nachdem HTHC und UHC bereits am Freitagabend im Rennen um die Viertelfinalteilnahme punkteten, ging es im einzigen Samstagsspiel zwischen dem Club an der Alster und dem DTV Hannover um wichtige Zähler für den Klassenerhalt. Am Ende hatte beim 5:3 (3:1)-Unentschieden jede Seite einen geholt. Befriedigend war das höchstens für die Gäste, die nach wenige Minuten vor Schluss mit 2:5 in Rückstand lagen, dann aber noch einmal alle Kräfte mobilisierten und mit einem Dreierpack die Niederlage vermeiden konnten. Die EM-Spieler des DTV, Eryk Bembenek (Polen) und Lukas Plochy (Tschechien), teilten sich mit drei und zwei Treffern die komplette Torausbeute für Hannover, das mit dem Punktgewinn die Rote Laterne an Flottbek abgeben konnte. Bei Alster trafen Niklas Bruns (2), Dieter Linnekogel, Ferdinand Steinebach und Europameister Nikolas Wellan.
Gruppe Ost
Tabellenführer Zehlendorfer Wespen ließ gegen den HC Roseneck nichts anbrennen und fuhr mit einem 13:6 (6:3) den siebten Sieg in Folge ein. Nur bis zum 3:3 konnten die Gäste mithalten, dann zogen die Wespen über 8:3 und 11:5 davon. Ligatorschützenkönig John Dammertz fütterte sein Konto mit weiteren fünf Treffern, jeweils doppelt trafen Luca Fiehler, Paul Philipp, Aaron Posdziech und Mika Böttger. Für den HCR konnten Benjamin Borchardt (2), Jerrit Hünecke, Janas Diesing, Mats Lequen-Jessen und Lasse Herberg die Tore erzielen.
Für das bislang höchste Saisonresultat sorgte das ungleiche Duell zwischen Berliner HC und Cöthener HC. Hatte sich der Aufsteiger aus Sachsen-Anhalt im Hinspiel mit 2:6 noch sehr ehrenwert geschlagen, so geriet das Rückspiel in der Bundeshauptstadt zum Schützenfest für den Favoriten. 27:1 (11:1) hieß es nach einseitigen 60 Minuten. Max Walter sorgte nach 22 Minuten zum 1:9 für das einzige kleine CHC-Erfolgserlebnis. Für den BHC konnten sich Simon Herzsprung (6), Michael Hummel (5), Mika Schmidt (4), Nico Kirstein (3), Bryan Stoltzenburg (3), Marius Gemmel (3), Julius Griem (2) und Tino Volkert (1) im gegnerischen Kreis austoben. Für das Sonntagsspiel bei den Wespen hat der BHC seinen Motor schon mal warmlaufen lassen.
Der TC Blau-Weiss Berlin hält seine Chancen auf eine Viertelfinalteilnahme mit einem 5:4 (3:2)-Heimsieg über TuS Lichterfelde aufrecht. Lediglich beim 2:2 konnte TuSLi mal komplett aufschließen. Über 4:2 und 5:3 brachten die Gastgeber den Dreier nach Hause. Luis Zenk (2), Benedikt Schüngel, Oscar Wild und Linus Kanwan trafen beim Sieger, Max Borrmann (2), Frederick Martins und Julius Kortenkamp waren die TuS-Torschützen.
Gruppe Süd
Die oberen Drei der Tabelle besiegten die unteren Drei. Am knappsten war es in Frankfurt, wo der SC80 gegen den Münchner SC mit 5:6 (2:3) den Kürzeren zog. Einen 2:4-Rückstand konnte Frankfurt zum 4:4 egalisieren, sechs Minuten vor Ende stand es 5:5, ehe MSC-Angreifer Lucca Epple mit verwandelter Strafecke in der Schlussminute für die siebte Frankfurter Niederlage sorgte. Magnus Hautzel (2), Rückkehrer Johannes Gans (2) und Arne Selbach hielten die SC80-Hoffnungen auf einen ersten Punkt lange aufrecht, für die Gäste trafen Lucca Epple (2), Julius Lambsdorff, Christian Schellinger, Leo Schur und Jaro Holland.
Die beiden Tabellenführenden aus Mannheim ließen in Heimspielen gegen schwäbische Gäste keine Punkte liegen. Dabei schaffte es Spitzenreiter TSV Mannheim Hockey, seinen Vorsprung im Torverhältnis auf den punktgleichen Verfolger noch einmal ein bisschen auszubauen. Der TSV gewann gegen die lange sich gut wehrenden HTC Stuttgarter Kickers mit 11:3 (3:1). Bis zehn Minuten vor Ende war die Sache bei 6:3 noch nicht so klar. Alvaro Tello (5), Manuel Prol (2), Moritz Rothänder, Luca Großmann, Anze Fujs und Philipp Wossidlo trafen für Mannheim, für den HTC waren John-Paul Britz (2) und Florian Bauer erfolgreich.
Der Mannheimer HC nutzte gegen den HC Ludwigsburg eine Gelbe Karte des Gegners, um vom 2:2-Zwischenstand auf 6:2 davonzuziehen. Dieser Zwischenspurt reichte am Ende zum 7:3 (2:1)-Sieg. Carl von Strantz (2), Jossip Anzeneder (2), Luis Holste, Benedikt Geyer und Moritz Himmler schossen die Mannheimer Tore, den HCL brachten Julius Pölz, Bruno Laumann und Lars Riehle auf die Anzeigetafel.
Gruppe West
Uhlenhorst Mülheim kam im Heimspiel gegen Rot-Weiss Köln nicht über ein 8:8 (4:5)-Unentschieden hinaus und musste dies gleich mit dem Verlust der Tabellenführung büßen. 0:2 und 1:3 lagen die Hausherren anfangs zurück, später nochmal mit 4:5 und 5:7. Beim 8:7 (56.) war Mülheim erstmals vorne, doch es reichte nicht zum Dreier, weil den Gästen durch U21-Weltmeister Justus Warweg noch der Ausgleich (58.) gelang. Lukas Windfeder (3), Lukas Mertgens (2), William Sanda, Jannik Enaux und Maximilian Stahmann trafen für Uhlenhorst, bei Köln waren Maximilian Siegburg (4), Caius Warweg, Aaron Flatten, Felix Glander und Justus Warweg erfolgreich.
Der Crefelder HTC nutzte den Mülheimer Miniausrutscher zur Übernahme des ersten Platzes. Das Heimspiel gegen den DSD Düsseldorf (Foto) konnten die Krefelder mit 11:7 (6:3) für sich entscheiden. Nach einem 3:3-Gleichstand zog Krefeld entscheidend zum 8:3 davon. Über 8:6 und 10:7 kam es zum Endergebnis. Finn LangHeinrich (3), Timo Kossol (3), Anton Boomes (2), Sten Brandenstein (2) und Christian von Ehren sorgten für den CHTC-Sieg. Beim DSD trafen Maximilian Bergs (3), Niclas Schickenberg, Jan Becker, Mats Westphal und Benedikt Federlin.
So klar wie im Hinspiel in Köln (2:10) kam Schlusslicht Blau-Weiß Köln gegen den Gladbacher HTC auch im Rückspiel unter die Räder. In Mönchengladbach hieß es am Ende 10:1 (3:0) für die Gastgeber. Für Köln traf lediglich Julius de Wall zum 1:6 (48.). Bei den Hausherren waren Max Silanoglu (5), Quentin Halfmann, Christopher Monschau, Niklas Braun, Laurens Halfmann und Valentin Mellinghoff die Torschützen.
Foto: Kramhöller / Sports-Gallery