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POLO HOLT SICH DIE TABELLENSPITZE SCHNELL ZURÜCK

17. October 2026

Nur eine Woche lang hielt sich der Mannheimer HC an der Tabellenspitze der 1. Bundesliga Herren. Am Samstag holte sich der Hamburger Polo Club die Führung zurück.

Ein dreifach erfolgreicher Masi Pfandt führte am Freitagabend den Crefelder HTC zum 3:2-Auswärtssieg bei Uhlenhorst Mülheim. Nach 20 Minuten schoss Pfand t nach Vorarbeit von Jack Welch die Gäste zur Halbzeitführung. Gleich nach dem Seitenwechsel glich Jannik Enaux per Eckenstecher für Mülheim aus (31.). Das 1:1 hielt bis in die Schlussphase, ehe Pfandt per Eckennachschuss den CHTC zum 2:1 (54.) brachte. Die Gastgeber nahmen bald danach ihren Torhüter für einen elften Feldspieler opm Platz, kassierten aber erst das 1:3 (56.) durch eine Pfandt-Ecke ins torwartlose Gehäuse, ehe Robert Duckscheer (7m, 59.) noch für Uhlenhorst verkürzen konnte. Mülheim verharrt mit seiner fünften Niederlage als Zehnter im Tabellenkeller, Krefeld stieg um einen Platz auf Rang vier.

 

Mülheim hätte am Samstag sogar das Schlusslicht übernommen, wenn München und Düsseldorf gepunktet hätten. Das war aber nicht der Fall. Der MSC unterlag beim UHC Hamburg glatt mit 1:4 (0:1). Niklas Bosserhoff (3.) brachte die Hanseaten früh in Führung, nach der Halbzeit legte Elian Mazkour (35./39.) zum 3:0 nach. Erst im Schlussviertel konnte Tom Blümmel für die bayerischen Gäste verkürzen (50.), was vom UHC aber schnell durch Leopold Harms (53.) bald wieder korrigiert wurde. Letztlich spielte es keine Rolle, dass Constantin Staib mit einem Siebenmeter an MSC-Keeper Moritz Bretschneider scheiterte (40.).

 

Nach einwöchiger Punktspielpause war der Hamburger Polo Club schnell wieder im Rhythmus. Das galt im Heimspiel gegen den TSV Mannheim Hockey ganz besonders für Tim Brand. Der Australier im Polo-Trikot brachte seine Farben mit zwei Treffern (1./6.) früh in Front. Dieses 2:0 hielt bis zur zweiten Halbzeit, dann konnten Laurens Halfmann (40.) und Niklas Plattenteich (E, 41.) mit einem Doppelschlag zum 4:0 nachlegen. Mannheims Anschlusstreffer durch Louis Rowe (48.) veränderte nicht viel. Plattenteich mit seinem zweiten Eckentreffer zum 5:1 (54.) stellte den Endstand her und zeigte sich als würdiger Vertreter bei den Standards zum heute nicht mitspielenden Kane Russell.

 

Polos Rückkehr auf Platz eins wäre nicht zustande gekommen, wenn der Mannheimer HC beim Club an der Alster dreifach gepunktet hätte. Danach sah es auch lange aus, denn die Süddeutschen führten nach drei Vierteln klar mit 4:1. Marius Leser (12.) hatte den MHC in Führung gebracht, kurz vor der Halbzeit glich Lasse Mink (27.) für die Hamburger Hausherren aus. Die Rückkehr von Gonzalo Peillat nach elfmonatiger Verletzungspause machte sich gleich positiv bemerkbar, als der Eckenspezialist bei seiner Paradedisziplin das 1:2 (E, 33.) erzielte. Mit zwei Feldtoren baute Ben Hasbach (41./45.) die MHC-Führung auf 4:1 aus. Es spricht für die Moral der Alster-Truppe, in solch einer ziemlich aussichtslosen Position noch an sich zu glauben. Tatsächlich schafften Jeremy Hayward (E, 50.), Till Brockhaus (51.) und Niklas Wellan (58.) in den letzten zehn Minuten noch den 4:4-Ausgleich. Im Shoot-out konnten die Hamburger das Momentum nicht nutzen. Es trafen nur Nikolas Wellan und Anton Wildung für Alster, Jonty Elmes, Ben Hasbach, Benedikt Geyer und Tobias Martins sorgten mit 4:2 für den Extrapunkt für den MHC. Zwei Zähler reichten für Mannheim nicht, um Platz eins zu verteidigen.

 

Rot-Weiss Köln bekam eine Woche nach dem unglücklichen Ausscheiden bei der EHL-Qualifikation bei Aufsteiger DSD Düsseldorf ordentlich Gegenwind. Dabei sah es nach 16 Minuten bei einer 3:1-Führung des erfahrenen Gastes früh nach dem Sieg des Favoriten aus. Jakob Brilla mit zwei Ecken (4./14) und Raphael Hartkopf (16.) trafen für Köln, der Neuling schaffte durch Felipe Andreotti das zwischenzeitliche 1:1 (11.). Mitte des zweiten Viertels schockte Düsseldorf die Gäste und ihren erstmals in der Bundesliga zum Einsatz kommenden Torhüter Pirmin Blaak (der niederländische Olympiasieger vertrat den sich einer notwendigen Operation unterziehenden Stammkeeper Jean Danneberg) mit einem Doppelschlag durch Niklas Schickenberg (23.) und Maximilian Bergs (24.) zum 3:3-Ausgleich, mit dem es in die Pause ging. So torreich die erste Hälfte war, so trefferarm war die Partie im zweiten Durchgang. Lediglich Henrik Siegburg (34.) erreichte noch etwas Zählbares. Bei diesem knappen 3:4 blieb es bis zum Schlusspfiff. Der DSD bleibt Tabellenletzter, Rot-Weiss stabilisierte seinen dritten Platz.

 

Seinen zweiten Saisonsieg konnte der Harvestehuder THC bejubeln. Auf eigenem Platz gab es ein deutliches 5:1 (1:0) über den Berliner HC. Vor der Pause traf lediglich Alec von Schwerin (15.), ehe der HTHC im dritten Viertel seinen Vorsprung durch Anton Pöhling (39.) und nochmal von Schwerin (42.) auf 3:0 ausbaute. Die Gäste aus der Hauptstadt verkürzten durch Michael Hummel (E, 47.), hofften jedoch vergebens auf weiteren Anschluss. Nqobile Ntuli (51.) und Jons von Gersum (57.) machten für Harvestehude den Deckel drauf. Beide Clubs tauschten die Tabellenplätze. Der HTHC ist jetzt Achter, der BHC Neunter.

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