POLO-HERREN MIT EINER ERSTAUNLICHEN WENDE
20. December 2025
Vom Fehlstarter zum Viertelfinalkandidaten: Der Hamburger Polo Club (Foto) hat in der 1. Bundesliga Herren eine erstaunliche Wende hingelegt. Wichtige erste Siege feierten am Samstag der HC Roseneck und der Großflottbeker THGC.
Gruppe Nord
Befreiungsschlag für den Großflottbeker THGC: Mit einem 9:8 (4:2) über den direkten Konkurrenten DTV Hannover gelang den Hamburgern nicht nur der erste Saisonsieg, sondern zugleich die Abgabe der Roten Laterne an die Niedersachsen. Nur beim 0:1 lag der DTV vorne, der ansonsten immer hinterherrannte. Über 2:1, 4:2, 5:3, 8:4 und 9:6 kam es zum GTHGC-Erfolg. Jakob Schmidt (4), Louis Lange (2), Robin Petersen, Lenn Bertelsmeier und Niklas Plattenteich sorgten für den überlebenswichtigen Flottbeker Dreier. Beim DTV gingen die Treffer auf das Konto von Lukas Plochy, Constantin Werner, Eryk Bembenek und Fabian Heller, die alle doppelt trafen.
Die mit zwei Niederlagen in die Saison gestarteten Herren des Hamburger Polo Club sind plötzlich ein heißer Kandidat für die Play-offs. Dem Freitagsspiel über den UHC Hamburg ließen sie heute ein 7:5 (3:2) gegen den Club an der Alster folgen. Vom 1:2 drehten die mit den U21-Weltmeistern Johann Wehnert und Lukas Kossel angetreteten Hausherren zum 5:2 den Spielstand. Über 7:3 sicherte sich Polo seinen vierten Sieg in Folge, der den Sprung auf Rang zwei zur Folge hat. Paul Smith (2), Simon Quinders Lopez (2), Benjamin Kölbl, Jan-Hendrik Bartels und Oliver Binder trafen für Polo. Niklas Bruns (4) und Dieter Linnekogel konnten die vierte Alster-Saisonniederlage nicht verhindern.
Gruppe Ost
Die Belegung der ersten beiden Gruppenplätze pendelt sich wieder in den erwarteten Bereich ein. Der Berliner HC holte sich mit einem 11:5 (6:3) beim TC Blau-Weiss von diesem wieder den zweiten Rang zurück. Vom 1:1 zog der BHC entscheidend auf 1:5 davon. Über 3:5, 3:7 und 5:8 (48.) kämpfte sich Blau-Weiss noch einmal ein wenig zurück, aber die drei Punkte ließen sich die Gäste nicht mehr streitig machen. Jannes Unger (2), Maximilian Stahl, Mateus Nyckowiak und Moritz Kehlitz trafen für Blau-Weiss, Tino Volkert (2), Marius Gemmel (2), Martin Zwicker (2), Nico Kirstein (2), Frederic Gohlke, Michael Hummel und Simon Herzsprung schossen den BHC auf den Viertelfinalplatz zurück.
Spitzenreiter Zehlendorfer Wespen hatte bei TuS Lichterfelde nur eine Halbzeit lang wirklich zu kämpfen. Da hatte Lennart Löhr für die Hausherren zum 1:1-Ausgleich getroffen, kurz nach der Pause verkürzte Frederick Martins zum 2:3 (34.). Das war aber die ganze Ausbeute für TuSLi, das den Favoriten danach ziehen lassen musste. Am Ende stand mit 9:2 (2:1) der fünfte Wespen-Sieg im fünften Spiel. John Dammertz baute mit sechs Treffern seine Führung in der Torjägerliste weiter aus. Paul Philipp (2) und Aaron Posdziech steuerten die weiteren Tore bei.
Ein im Abstiegskampf bedeutendes Duell konnte der HC Roseneck mit 7:4 (4:1) gegen den Cöthener HC für sich entscheiden. Über 4:0 und 7:1 kam es zum letztlich ungefährdeten ersten Saisonsieg der Berliner, die in Tom Neßelhauf (3), Jakob Eggers (2), Mats Lequen-Jessen und Kevin Christann ihre Torschützen hatten. Beim Aufsteiger CHC waren Treffer von Karl Rosenkranz (2), Max Walter und Nils Lehmann zu wenig für etwas Zählbares. Punktlos beendet Köthen die Hinrunde.
Gruppe Süd
Die beiden Mannheimer Favoriten schaffen im Rennen um die Viertelfinalplätze schon zum Ende der Hinrunde für klare Verhältnisse. Spitzenreiter TSV Mannheim ließ das punktlose Schlusslicht SC Frankfurt 80 abprallen und siegte mit 10:4 (5:2). Das am Ende klare Resultat täuscht allerdings darüber hinweg, dass die Gäste lange an etwas Zählbarem schnupperten, als sie nach der Pause auf 4:5 (47.) und 4:6 (51.) herankamen. Alle vier SC-Treffer gingen auf das Konto von Magnus Hautzel. Vier Tore hatte am Ende auch Philipp Wossidlo geschossen. Dazu kamen TSV-Treffer von Alvaro Tello (2), Nico Reichert, Luca Großmann und Manuel Prol.
Sehr viel knapper war es beim Mannheimer HC, der sich mit 3:2 (1:1) gegen den Münchner SC durchsetzte. Die Gäste waren nur beim 0:1 durch Julius Lambsdorff vorne, glichen dann aber noch einmal durch Leo Schur zum 2:2 (39.) aus. Das Mannheimer 3:2 (54.) durch Jossip Anzender blieb unbeantwortet, davor hatten Tim Seagon und Moritz Himmler für den MHC getroffen.
Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Klassenerhalt gelang dem HC Ludwigsburg mit seinem 7:4 (2:1) beim HTC Stuttgarter Kickers. Vom 1:1 setzten sich die Gäste durch gutes Überzahlspiel nach einer gelben Karte gegen den HTC zum 1:5 ab. Näher als 2:6 und 3:7 kamen die Hausherren in diesem Schwaben-Derby nicht. Richard Bremges, Jan-Paul Britz, Timm Berger und Leo Oberländer trafen für die Kickers, die auf Rang fünf zurückfielen. Florian Köhler (3), Matthias Schurig (2), Raphael Schmidt und Jonas Fischer sorgten für den zweiten Saisonsieg des Aufsteigers HCL.
Die Gruppe West hatte ihr Jahresprogramm bereits am Freitagabend abgeschlossen.
Foto: HPC