STUTTGART GELINGT SPEKTAKULÄRES COMEBACK ZUM KLASSENERHALT
24. January 2026
Am Samstag mussten sich Cöthener HC im Osten und Blau-Weiß Köln im Westen mit ihrem Abstieg aus der 1. Bundesliga Herren abfinden. Ein spektakuläres Comeback zum vorzeitigen Klassenerhalt gelang den Stuttgarter Kickers (Foto). Mülheim wahrte die Chance auf ein „Endspiel“ um den Gruppensieg im Westen.
Gruppe Ost
Der Berliner HC geht als Tabellenzweiter ins „Endspiel“ ums Viertelfinalticket gegen den TC Blau-Weiss. Mit einem 15:3 (6:1)-Sieg beim HC Roseneck schob sich der BHC an den Blau-Weissen vorbei, die nun am Sonntag beim BHC gewinnen müssen, um noch ins Play-off einzuziehen. Roseneck konnte der gegnerischen Übermacht nur durch drei Tore von Lasse Herberg (zum 1:6, 2:10 und 3:14) etwas entgegensetzen. Der BHC erzielte durch Simon Herzsprung (4), Marius Gemmel (3), Bryan Stoltzenburg (3), Michael Hummel (2), Tino Volkert (2) Und Nico Kirstein seine Tore.
Roseneck muss sich nicht groß grämen, denn der Klassenerhalt des HCR ist seit Samstag auch rechnerisch nicht mehr in Gefahr. Konkurrent Cöthener HC konnte seine letzte Chance, das Unabwendbare noch einmal aufzuhalten, im Spiel bei TuS Lichterfelde nicht nutzen. Köthen ließ sich in Berlin nie abschütteln, kam aber nach seinen Anschlusstreffern zum 2:3 und 3:4 nicht zum Ausgleich und verlor schließlich 3:5 (1:2). Anton Schmidt (2), Julius Kortenkamp, Benjamin-Noah Schewe und Frederick Martins trafen für TuSLi, Max Walter, Anton Hoffmann und Florian Rosenkranz waren die CHC-Torschützen.
Gruppe Süd
Das „Endspiel“ um den Gruppensieg konnte der Mannheimer HC mit 6:5 für sich entscheiden und damit den TSV Mannheim Hockey von Platz eins verdrängen. In der erwartungsgemäß hochintensiven Partie schickte sich der TSV an, nach seiner 3:2-Halbzeitfpührung die drei Punkte mitzunehmen, als der Ausbau der Führung auf 5:3 (49.) gelang. Aber die Dauerrivale war noch nicht bezwungen, im Gegenteil. Der MHC schaffte noch einmal die Wende, lag nach drei Toren in Folge dann vier Minuten vor Ende 6:5 erstmals seit dem 2:1 wieder in Front und konnte den Vorsprung tatsächlich ins Ziel retten.
Eine noch größere Wende gelang an diesem Tag dem HTC Stuttgarter Kickers. Im Heimspiel gegen den SC Frankfurt 80 schienen die Gastgeber bei klaren Rückständen (0:3, 1:5) auf den letzten Tabellenplatz abzurutschen. Bis zum 5:5 hatten sich die Kickers zurückgearbeitet, ehe die Gäste erneut vorlegten (5:7/53.). Ohne Torwart kämpfte sich Stuttgart dann nochmal heran und löst dabei alle Fesseln. Vier HTC-Tore in fünf Minuten ergaben ein 9:7 (1:4), das Stuttgart den vorzeitigen Klassenerhalt bescherte.
Frankfurt ist trotz seiner achten Niederlage noch nicht ganz weg vom Fenster. Denn nach der Ludwigsburger 0:6-Heimniederlage gegen den Münchner SC bleibt dem SC80 zumindest noch eine theoretische Chance am Sonntag. Ludwigsburg indes vergab die Gelegenheit einer vorzeitigen Rettung. 60 Minuten ohne eigenes Tor sind eine schwere Kost, der MSC kam durch Treffer von Jaro Holland (3), Lucca Epple, Max Lang und Daniel Schellinger zu seinem fünften Saisonsieg.
Sollte der HCL auch das Derby am Sonntag gegen Stuttgart verlieren, hängt das Ludwigsburg Schicksal ganz am Ausgang der Partie Frankfurt gegen TSV Mannheim. Der SC80 müsste den Viertelfinalteilnehmer allerdings besiegen, um überhaupt auf eine Kickers-Schützenhilfe hoffen zu dürfen.
Gruppe West
Im einzigen Spiel des Samstags wahrte der HTC Uhlenhorst Mülheim seine Chance auf ein „Endspiel“ um den Gruppensieg am Sonntag in Krefeld. Das Mülheimer 17:7 (8:1) gegen Blau-Weiß Köln sorgte gleichzeitig für den Abstieg der Blau-Weißen, die nun gegen Rot-Weiss Köln kein Entscheidungsspiel um den Klassenerhalt mehr vor sich hat. Über 4:0, 10:1 und 13:5 kam es zum ungefährdeten Erfolg des Heimteams, das in William Sanda (5), Lukas Mertgens (4), Jannik Enaux (4), Lukas Windfeder (2) und Max Godau (2) seine Torschützen hatte. Die Treffer von Joshua Delarber (4), Lasse Georgi, Felix Eimer und Silas Erberich halfen Blau-Weiß im Endeffekt nicht weiter.
Mülheim müsste am Sonntag ein weiterer Erfolg gelingen, um den CHTC noch Platz eins und das Heimrecht im DM-Viertelfinale entreißen zu können.
Foto: HTC