BERLINER HC ERTSMALS NACH 2017 NICHT IM VIERTELFINALE
25. January 2026
Nach einem hochspannenden Ligafinale in der 1. Bundesliga Herren stehen die Paarungen des Viertelfinals fest. Neben den schon am Vortag entschiedenen Abstiegen von Cöthener HC (Ost) und Blau-Weiß Köln (West) erwischte es heute noch Großflottbeker THGC (Nord) und SC Frankfurt 80 (Süd). Die Torjägerwertung gewann John Dammertz (Foto) von Ostmeister Zehlendorfer Wespen mit 49 Treffern.
Es spielen am kommenden Wochenende im Viertelfinale:
Harvestehuder THC (Nord 1) – Uhlenhorst Mülheim (West 2)
Zehlendorfer Wespen (Ost 1) – Mannheimer HC (Süd 2)
TSV Mannheim (Süd 1) – TC Blau-Weiss Berlin (Ost 2)
Crefelder HTC (West 1) – UHC Hamburg (Nord 2)
Gruppe Nord
Gruppensieger Harvestehuder THC bezog zum Schluss eine für ihn folgenlose 4:9 (0:2)-Niederlage beim Club an der Alster. Nach der Pause war der HTHC nochmal auf 4:5 (49.) heranzukommen, ehe sich Alster noch klar absetzen konnte. Nik Kerner (3), Dieter Linnekogel (2), Niklas Bruins (2), Henri Benoit und Ferdinand Steinebach sorgten für den positiven, aber nicht mehr wichtigen Saisonabschluss für Alster. Niklas Reuter, Gracjan Jarzynski, Jonas von Gersum und Tutus Wex konnten die zweite Saisonniederlage des DM-Titelverteidigers nicht verhindern.
Im Endspiel um Platz zwei zwischen den punktgleichen UHC Hamburg und Hamburger Polo Club brauchten die Gäste aufgrund des schlechteren Torverhältnisses einen Sieg. Dieser schien bei einer 5:3-Führung acht Minuten vor Ende greifbar nah. Doch die Uhlenhorster kämpften sich noch zum 5:5 (56.), das dann bis zum Schlusspfiff Bestand hatte. Constantin Staib (2), Nicolas Proske (2) und Luis Bernstein schossen ihr Team ins Viertelfinale, bei Polo reichten Treffer von Johann Wehnert (3) und Paul Smith (2) nicht.
Ein weiteres Endspiel, diesmal um den Klassenerhalt, gab es in Hannover zwischen dem gastgebenden DTV und dem Großflottbeker THGC. Die Hamburger Gäste führten 2:0 und nach der Halbzeit (2:2) nochmal 3:2. Doch das reichte nicht. Hannover drehte den Spielstand nach Toen von Fabian Heller (2), Eryk Bembenek (2), Noah Cook und Lukas Plochy noch zum 6:3-Sieg, der für die Niedersachsen den Klassenerhalt bedeutete. Treffer von Gaston Rodriguez (2) und Benjamin Wolff waren zu wenig für den GTHGC, der nach einer Saison gleich wieder zurück in die zweite Liga muss.
Gruppe Ost
Erstmals seit 2017 verpasste der Berliner HC wieder den Einzug ins Hallen-Viertelfinale. Das zum Endspiel gewordene Schlussduell verlor der BHC zuhause gegen den TC Blau-Weiss Berlin mit 5:6 (2:1). Aus einer 3:2-Führing der Hausherren machte Blau-Weiss ein 3:5 und 4:6. Das fünfte BJC-Tore (56.) war zu wenig, es hätte ein Unentschieden sein müssen, um den zweiten Platz zu verteidigen. Leon Schmidt (2), Marius Gemmel, Nico Kirstein und Simon Herzsprung trafen für den BHC, beim Sieger machten Maximilian Stahl (2), Luis Zenk, Justus Seeger, Jonas Unger und Mateus Nyckowiak die Viertelfinalteilnahme perfekt.
Gruppensieger Zehlendorfer Wespen beendete die Liga mit einem 14:1 (5:1) über TuS Lichterfelde. Die Gäste waren lediglich durch Frederick Martin zum 1:4 (21.) erfolgreich, bei den Wespen schraubte John Dammertz mit weiteren acht Treffern sein überragendes Saisonresultat auf 49 Tore, was ihn zum überlegenen Gewinner der Hockeyliga-Tormaschine werden ließ. Maximilian Martins (2), Aaron Posdziech, Steffen von Karstedt, Mika Böttger und Luca Fiehler ergänzten die weiteren Tore zum zehnten Saisonsieg.
Absteiger Cöthener HC muss das Oberhaus nicht ohne Sieg verlassen. Das Heimspiel gegen den HC Roseneck wurde 10:6 (4:5) gewonnen. Den Rückstand zur Pause drehte Köthen noch überzeugend herum. Bei den Berliner Gästen sah Trainer Alexander Stahr beim Stand von 8:6 (57.) die Rote Karte. Niels Müller (4), Nils Helling (2), Jakob Sonnabend, Lucas Buschmann, Max Walter unhd Anton Peterska trafen für Köthen, beim HCR waren Lasse Herberg (2), Kevin Christann, Leonard Becker, Tom Neßelhauf und Teja Kliem die Torschützen.
Gruppe Süd
Der Mannheimer HC hatte nach dem siegreichen Samstagsderby gegen den TSV den Gruppensieg zum Greifen nah, verspielte aber seine gute Ausgangsposition durch eine 2:3 (2:2)-Niederlage beim Münchner SC. Mit 1:0 und 2:1 führte der MHC nach Toren von Carl von Strantz und Tim Seagon. Noch vor der Halbzeit hatte München den Spielstand durch Jaro Holland und Lucca Epple egalisiert. Das zweite Holland-Tor nach 33 Minuten bedeutete dann bereits den Endstand, denn die Gäste rannten in der Folge ohne weiteres Resultat und somit vergeblich dem Unentschieden hinterher, das zur Verteidigung des ersten Platzes aus eigener Kraft gereicht hätte.
Somit musste der MHC auf Schützenhilfe des SC Frankfurt 80 hoffen, der im Heimspiel gegen den TSV Mannheim ja noch für seinen eigenen Klassenerhalt spielte. Zur Pause schien sich diese Hoffnung auch zu bestätigen, als die Hessen mit 5:3 führten. Auch wenn die Gäste nach dem Seitenwechsel die Führung an sich rissen, blieb es hochspannend. Frankfurt glich zum 9:9 aus und kam nach dem 10:13 nochmal auf 12:13 heran. Am Ende hatte der TSV mit 14:12 die Nase nicht nur in diesem Spiel, sondern auch in der Gruppenwertung vorne. Bei Punktgleichheit mit dem MHC sprachen letztlich elf Tore Vorsprung für den TSV Mannheim.
Der HC Ludwigsburg hätte bei einem Frankfurter Sieg und einer eigenen Niederlagegegen die Stuttgarter Kickers noch absteigen können. Man wollte sich nicht auf das Resultat in Frankfurt verlassen, sondern aus eigener Kraft den Klassenerhalt bewerkstelligen. Das gelang dem Vorjahresaufsteigers auch dank einer personellen Maßnahme. Der langjährige HCL-Torjäger Arne Huber wurde für diese letzte Partie reaktiviert, und der 40-Jährige zeigte auf Anhieb, dass er nichts von seinen Qualitäten verloren hat. Drei Treffer steuerte Huber zum 6:3 (3:0)-Sieg bei, Raphael Schmidt (2) und Caspar Stengler übernahmen den Rest. Für die Kickers, die am Vortag mit ihrem Erfolg über Frankfurt schon im sicheren Hafen angelangt waren, trafen Florian Bauer (2) und John-Paul Britz.
Gruppe West
Das Endspiel um den Gruppensieg entschied der Crefelder HTC erst in den letzten zwei Minuten für sich. Beim HTC Uhlenhorst Mülheim lag Krefeld nach einer noch knappen 2:1-Pausenführung beim 3:4 und 4:5 zurück und hätte sich bei diesem Spielstand mit Rang zwei abfinden müssen. In vorletzter Minute glich Sten Brandenstein aus, was Mülheim wieder unter Zugzwang setzte, denn ein Unentschieden hätte nur dem CHTC genutzt. In den letzten Sekunden nutzte Krefeld einen Aufbaufehler der ohne Torhüter anrennenden Hausherren zum 6:5-Siegtreffer durch das zweite Tor von Anton Boomes. Lucas Bachmann (2) und Mika Schröders steuerten die weiteren CHTC-Tore bei. Bei Mülheim waren Lukas Windfeder (2), Lukas Mertgens, Julius Meyer und Carl Möltgen die Schützen.
Dem Kölner Derby war durch den am Vortag feststehenden Abstieg von Blau-Weiß die Spannung genommen. Nach lange engem Spielstand konnte sich Gastgeber Rot-Weiss am Ende klar mit 14:5 (5:3) durchsetzen. Fabio Seitz (5),l Justus Warweg (3), Henry Kunz (2), Maximilian Siegburg (2), Aaron Flatten und Luis Höchemer trafen für Rort-Weiss, bei Blau-Weiss sorgten Fabian Trepp, Julius de Wall, Joshua Delarber, Silas Erberich und Felix Eimer für die vorerst letzten Erstligatore.
Vorjahresaufsteiger DSD Düsseldorf beendet sie Saison als starker Vierter noch vor Rot-Weiss Köln. Denn zum Abschluss gelang ein 9:4 (3:1)-Erfolg beim Gladbacher HTC. Von einem 1:4 arbeitete sich der GHTC noch auf 3:4 heran, ehe es endgültig in die andere Richtung ging. Paul Tenckhoff (2), Max Silanoglu und Tobias Braun schossen die Gladbacher Tore, beim DSD trafen Ben Bockhoff (2), Julius Stauder (2), Maximilian Bergs, Ben Marquardsen, Moritz Hufer, Jan Becker und Niklas Grimm.
Foto: Ebeling