22 TORE IN ZWEI SONNTAGSSPIELEN DER HERREN
26. April 2026
Für 22 Tore am Sonntag in der 1. Bundesliga Herren brauchte es nur zwei Spiele. Gladbach kam gegen Tabellenführer Polo auf eigenem Platz böse unter die Räder, aber im Mittelpunkt stand mehr der Kampf um einen Play-off-Platz zwischen Krefeld und Harvestehude.
Große Moral bewies dabei Meister Crefelder HTC. Im Heimspiel gegen den Harvestehuder THC verteilten die Gastgeber in der ersten Halbzeit „Geschenke“, wie der Krefelder Vereinspräsident Dirk Wellen in der Pause zu Recht kritisch anmerkte. 3:2 führten zu diesem Zeitpunkt die Hamburger Gäste, die durch Nqobile Ntuli (1.) blitzschnell in Führung gegangen waren. Einen CHTC-Zwischenspurt mit Toren von Max Krueger (8.) und Masi Pfandt (E, 11.) zum 2:1 beantwortete Harvestehude durch Anton Pöhling (13.) und Andrew McConnell (E, 24.). Im zweiten Durchgang stellte Krefeld seine Geschenke in der Defensive weitgehend ein, auch wenn man noch ein weiteres Gegentor durch Moritz Pfähler (37.) zum 3:4 kassierte. Davor hatte Lachlan Sharp mit einer schönen Einzelleitung vor und im Hamburger Kreis für das 3:3 (33.) gesorgt. Für die Entscheidung zugunsten der Hausherren sorgte dann Masi Pfandt. Erst stand er bei einer Nachfassaktion nach Schuss von Niklas Wellen goldrichtig und markierte das 4:4 (44.), und wenig später schlenzte Pfandt noch eine Ecke (47.) zum 5:4 ins HTHC-Netz. Sicher waren die drei Punkte für Krefeld aber erst, als Torhüter Daniel Floehr noch zwei Riesenparaden hingelegt hatte.
Mit dem Dreier sprang der Crefelder HTC von Platz neun auf Rang sieben. Aus den Play-off-Rängen ist jetzt erst einmal der am Wochenende spielfreie UHC Hamburg gerutscht.
Tabellenführer Hamburger Polo Club nutzte gegen einen mit der Zeit immer müder werdenden Gladbacher HTC die sich bietenden Gelegenheiten gnadenlos aus. Und so stand am Ende ein 12:1 (4:0) auf der Anzeigetafel. Ausgerechnet der Ex-Gladbacher Jimmy Schiefer leitete schon nach zwei Minuten das Torfestival ein. Kane Russell (E, 7.) und Tim Brand (13.) ließen noch im ersten Viertel zwei weitere Gästetore folgen. Die längste torlose Phase hatte Gladbach im zweiten Viertel, wo lediglich ein einziger Treffer von Tom Craig (27.) dazukam. Nach dem Seitenwechsel lebte vor allem Tim Brand seine Torgefährlichkeit aus. Mit einem Hattrick (34./E, 40./46.) baute der Australier das Resultat auf 0:7 aus. später machte Brand auch noch sein fünftes Tor zum 0:10 (54.). Kane Russell (E, 49./7m, 54.) und Tom Craig (50./60.) langten auch noch einmal doppelt für Polo zu. Einziges Gladbacher Erfolgserlebnis war der Treffer von Kenton Melville zum 1:11 (58.).
„Nach dem letzten Wochenende mit zwei Niederlagen und dem Verlust der Tabellenführer hatten wir schon ein bisschen Druck auf dem Kessel“, gab Jimmy Schiefer ein paar Einblicke ins Polo-Innenleben. Mit dem Sechs-Punkte-Wochenende im Westen und der Rückkehr auf Platz eins dürfte die Hamburger Welt erst einmal wieder beruhigter sein.
Foto: Kramhöller / Sports-Gallery