FINALE UM LETZTEN PLAY-OFF-PLATZ UND FERBNDUELL UM HAUPTRUNDENSIEG
03. May 2026
Sowohl der Hauptrundengewinn als auch der letzte freie Platz im Play-off werden in der 1. Bundesliga Herren erst am letzten Spieltag entschieden. Zu einem „Finale“ um Platz acht kommt es nächsten Sonntag in Mannheim zwischen dem MHC und Meister Krefeld. Polo braucht für Platz eins aus eigener Kraft zumindest noch einen Punkt.
Tabellenführer Hamburger Polo Club kam im Heimspiel gegen den Mannheimer HC nicht über ein 2:2 (0:0)-Unentschieden hinaus. Auch wenn die Hanseaten im Shoot-out (5:3) den zweiten Punkt ergatterten, war die Tagesbilanz im Fernduell mit Rot-Weiss Köln etwas zu gering, um den erneuten Hauptrundengewinn bereits vor dem letzten Spieltag abzusichern. Nach torloser erster Hälfte ging Polo durch Kane Russell (E, 35.) in Führung. Noch in der gleichen Spielminute egalisierte Tim Seagon per Siebenmeter für die Gäste. Auf die zweite Hamburger Führung durch Paul Smith (48.) fand Linus Müller per Ecke (58.) zum 2:2 die passende Antwort. Im Shoot-out trafen alle fünf Polo-Schützen (Tim Brand, Justus Weigand, Paul Smith, Tom Craig, Simon Quinders), der MHC konnte nur drei Treffer (Mattei Poljaric, Linus Müller, Erik Kleinlein) landen.
So konnte Rot-Weiss Köln durch einen nie gefährdeten und zudem zweistelligen 10:2 (5:1)-Sieg über Gladbacher HTC den Rückstand auf Polo auf zwei Punkte verringern. Justus Warweg (11./32.), Raphael Hartkopf (15./19.), Caius Warweg (21.), Florian Adrians (28.), Christopher Rühr (E, 41./7m, 45./53.) und Paul Glander (E, 50.) schossen die üppige Kölner Trefferausbeute heraus. Gladbach konnte sich zum Ende jeder Halbzeit durch Lukas Pfaff (E, 29.) und Idrees Abdulla (59.) auf die Anzeigetafel bringen.
Will Köln am Ende noch Hauptrundenerster und damit erster Qualifikant für die Euro Hockey League werden, muss neben einem eigenen Sieg bei Uhlenhorst Mülheim parallel dazu noch der Polo Club beim Club an der Alster verlieren.
Durch einen 6:3 (3:0)-Sieg über den TSV Mannheim Hockey machte der UHC Hamburg vorzeitig seine Teilnahme am Play-off sicher. Eine herausragende Strafeckenausbeute und Tore zum richtigen Zeitpunkt sicherten den Hanseaten den wichtigen Erfolg. Benedikt Schwarzhaupt mit überraschender Ablegervariante bei der ersten UHC-Ecke (3.) und später per Direktschlenzer (20.) nutzte die ersten zwei Standards, dazwischen lag das 2:0 durch Constantin Staib (20.). In der zweiten Hälfte legte erst Liam Holdermann mit krachender Rückhand unter die Latte das 4:0 (38.) nach, ehe Mannheim durch Oskar Gomes (39.) sein erstes Erfolgserlebnis hatte. Zwei Eckentreffer durch Luis Bernstein (41.) für den UHC und Jakob Brilla (54.) für den TSV trieben das Resultat auf 5:2 hoch. Als Rana Waheed den dritten Gästetreffer zum 3:5 (59.) markierte, schien es noch einmal knapp zu werden. Mit elf Feldspielern drängte Mannheim auf weitere Treffer. Es platzte aber nur noch ein Konter mit Siebenmeterfolge dazwischen. Luis Bernstein (60.) traf souverän und baute damit auch seinen Vorsprung in der Torjägerwertung aus.
Letzte Zweifel an seiner Viertelfinalteilnahme zerstreute der Harvestehuder THC mit seinem 3:2 (1:0) über den Münchner SC. Wie schon am Vortag beim 4:3 über den MHC konnten sich die Hamburger auf ihre Strafecken verlassen. Andrew McConnell bescherte damit dem HTHC die Führung (15.) und nach Münchens Ausgleich durch Harry Stone (38.) auch das 2:1 (41.). Vincent Scholz legte ein drittes Harvestehuder Eckentor zum 3:1 (43.) nach. Münchens zweiter Treffer durch Julius Lamsdorff (59.) kam zu spät, um für die Gäste noch etwas Zählbares mitzunehmen.
Seinen am Vortag eroberten dritten Tabellenplatz festigte der Club an der Alster mit einem 3:1 (0:1)-Heimsieg gegen den SC Frankfurt 80. Der Tabellenletzte war durch Yannik Oswald (E, 7.) früh in Führung gegangen und hielt sein 1:0 bis Mitte des dritten Viertels, ehe die Daueroffensive der Hamburger Gastgeber das erste Mal Erfolg hatte. Maximilian Schlüter (36.) sorgte für den Einstieg in die Wende, die im Schlussviertel Nikolas Wellan (46.) und Henri Benoit (56.) mit ihren Toren vollendeten.
Der Crefelder HTC war im Heimspiel gegen Uhlenhorst Mülheim gefordert, mit einem Sieg die Chancen auf ein „Endspiel“ beim Mannheimer HC am Leben zu halten. Und das gelang dem amtierenden Meister sehr gut. Obwohl die Gäste vor allem im dritten Viertel mächtig Druck machten und den Kasten des vorzüglichen CHTC-Keepers Daniel Floehr bedrängten, hielten die Hausherren ihr Tor sauber. Und vorne brachte eine gute Effizienz die nötige Sicherheit. Masi Pfandt schweißte gleiche die erste Krefelder Ecke (5.) in den Kasten von Mülheim-Keeper David Harte, Max Krueger ließ schon bald das 2:0 (11.) folgen. Mitten in die Uhlenhorster Drangphase hinein platzte das 3:0 durch Hans Neethling (35.), kurz vor Ende stellte Tino Nguyen (57.) den 4:0-Endstand her. „Wir werden nach Mannheim fahren und werden dort gewinnen“, blickte CHTC-Kapitän Julius Hayner im Dyn-Interview voller Siegeszuversicht auf das Entscheidungsspiel, dessen Verlierer in die Abstiegsrunde gehen muss.
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