RÜSSELSHEIM MACHT GROßEN SCHRITT RICHTUNG AUFSTIEG
11. January 2026
Neben zwei witterungsbedingten Spielausfällen in Hamburg hatte das Wochenende in der 2. Bundesliga Damen auch einige wegweisende Partien.
Gruppe Nord
Seinen Vorsprung an der Spitze konnte der Hamburger Polo Club mit einem 9:3 (5:1)-Auswärtserfolg beim DHC Hannover ausbauen – denn unter anderem Verfolger Klipper Hamburg blieb nur das tatenlose Zuschauen. Das Schneeunwetter machte in Hamburg die Austragung der Partien Klipper gegen Hannover 78 und Marienthaler THC gegen TG Heimfeld unmöglich. Polo zog in Hannover von 2:1 entscheidend auf 7:1 davon. Mehrfachtorschützinnen waren Charlotte Heise (2) beim DHC sowie Annika Wenzel (3) und Henriette Schlüter (2) beim Sieger. Polo hat nun sechs Punkte Vorsprung auf Klipper, allerdings auch zwei Spiele mehr bestritten als der Tabellenzweite.
Gruppe Ost
Trotz seiner schon dritten Saisonniederlage bleibt die Potsdamer SU an der Tabellenspitze. Beim SC Charlottenburg verlor die PSU mit 3:4 (2:3). Die Gastgeberinnen lagen ständig knapp in Front, nur beim 4:2 auch mal mit zwei Treffern. Am Ende reichte es zu drei Punkten für den SCC, der mit Elisabeth Roux die einzige Spielerin auf dem Platz hatte, die mehr als einmal traf, sondern sogar drei Tore für Charlottenburg schoss. Der SCC verbesserte sich um zwei Plätze.
Dafür fiel der Mariendorfer HC um zwei Positionen und ist nach seiner 3:6 (1:5)-Niederlage bei Rotation Prenzlauer Berg nun neues Schlusslicht. Aus einem Mariendorfer 1:0 wurde ein 5:1 für Gastgeber Rotation, der in der Folge nichts mehr anbrennen ließ. Mehrerer Treffer gelangen Inke Lindberg (3) und Elisabeth Engler (2) bei Rotation sowie Lisa Menzel (2) beim MHC. Menzel bewahrte damit auch ihre Führung in der Gesamttorjägerliste.
Gar um drei Zähler nach unten purzelte der Osternienburger HC. Der Erstligaabsteiger verlor beim SSC Jena mit 1:5 (0:3) und ist nun Vorletzter. Erst als Hannah Wilbertz sämtliche Treffer zum 4:0 erzielt hatte und Friederike Noske noch das 5:0 nachgelegt hatte, erzielte Manuela Hädicke den Ehrentreffer für Osternienburg. Aufsteiger Jena kletterte durch seinen dritten Sieg auf Platz vier.
Gruppe Süd
Seinem Wiederaufstieg ins Oberhaus einen großen Schritt näher kam der Rüsselsheimer RK (Foto), der das Topspiel gegen den Tabellenzweiten TuS Obermenzing mit 6:4 (3:3) für sich entscheiden konnte. Beim 1:2 und 2:3 lagen die Gäste aus München vorne, ehe der RRK die Sache zum 5:3 drehte. Noch einmal konnte Obermenzing hoffen, aber auf das 4:5 der Bayerinnen folgte umgehend das 6:4 das RRK. Rüsselsheims Viktoria Zimmermann war die einzige Doppeltorschützin auf dem Platz.
Auch wenn es tags darauf lediglich noch ein 2:2 (1:1) beim Nürnberger HTC heraussprang, konnte der RRK seinen Vorsprung auf sieben Punkte ausbauen, hat allerdings auch schon ein Spiel mehr absolviert. Madelaine Wandelt und Antonia Eder hatten aus einem 0:1 ein 2:1 für den NHTC gemacht, Lena Reiche und Hannah Schwarzkopf trafen für den RRK.
Gruppe West
Die Topteams gewannen ihre Spiele zum Jahresauftakt. Spitzenreiter RTHC Leverkusen setzte sich mit 4:2 (2:1) beim HC Essen durch. Die Gastgeberinnen konnten einen 0:2 durch Treffer von Annika Schradi und Franca Usula ausgleichen, ehe sich der RTHC erneut absetzte. Daniela Mies, Lilly Laufenberg, Anna Mielke und Pauline Hartlieb sorgten für den Leverkusener Sieg.
Punktgleich, aber mit einem Spiel mehr, bleibt Schwarz-Weiß Neuss dem Spitzenreiter auf den Fersen. Neuss gewann bei Schwarz-Weiß Köln. Vom 2:2 ging es über 2:5 und 3:6 in Richtung Neuss. Tabellenschlusslicht Köln konnte sich noch einmal heranarbeiten, aber es blieb dann mit 5:6 (2:4) beim Sieg der Gäste. Doppeltorschützinnen waren Carlotta Hütwohl (SWK), Leni Wolf und Dana Ottmaa (beide SWN).
Auch Blau-Weiß Köln ist noch im Rennen um den Aufstieg dabei. Im Heimspiel gegen THC Bergisch Gladbach gelang ein klarer 10:3 (5:1)-Erfolg. Erst nach einem 0:5 gelang auch den Gästen mal ein Treffer. Jeweils Doppeltorschützinnen waren Hanna Valentin, Lynn Werker (beide BWK) und Josefine Ley (THC), doch am häufigsten traf mit fünf Toren Kölns Mia Kähler.
Foto: RRK