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TSV MANNHEIM HOCKEY SCHAFFT TROTZ NIEDERLAGE DEN WIEDERAUFSTIEG

14. June 2026

Jubel trotz Niederlage: Die Damen des TSV Mannheim Hockey (Foto) sind in der 1. Bundesliga zurück, obwohl sie das „Endspiel“ um den Aufstieg beim Feudenheimer HC nach Shoot-out verloren. Die letzte noch ausstehende Entscheidung fiel in Nürnberg, wo die HG Nürnberg im Dreikampf um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga gegen Zehlendorfer Wespen und Nürnberger HTC den Kürzeren zog.

Die Voraussetzungen für den Showdown in Mannheim waren seit dem Vortag klar: Gastgeber Feudenheimer HC musste das direkte Duell gegen den Nachbarn TSV Mannheim gewinnen, und zwar in der regulären Spielzeit, um den Zwei-Punkte-Rückstand noch aufzuholen und erstmals den Sprung in die höchste Feld-Spielklasse zu schaffen. In einer wie erwartet hart umkämpften Partie verschlechterte sich die Chance des FHC, als die Gäste kurz vor der Pause durch Lotte Nafzger (29.) in Führung gingen. Hoffnung kehrte für Feudenheim zurück, als schon bald nach der Pause Giulia Schubert das 1:1 (33.) erzielte. Aber dem nötigen zweiten Treffer rannte das Team von Tobias Herre bis zum Schluss vergeblich hinterher, in den letzten fünf Minuten auch mit elf Feldspielerinnen. So brach nach Ablauf der Uhr Riesenjubel im lautstarken TSV-Lager aus. Der Ausgang des aufgrund des Unentschiedens noch nötigen Shoot-out spielte keine Rolle mehr. Und so konnte der TSV die 1:2-Niederlage (Tore von Luisa Höfling-Conradi und Yevheniya Kernoz für FHC; Mali Herberhold für TSV) locker wegstecken. Nach nur einem Jahr in der zweiten Liga war der TSV als Meister der Gruppe Süd der direkte Wiederaufstieg gelungen.

 

Hinter den beiden Mannheimer Teams beendete der HC Ludwigsburg die Saison als Dritter. Zum Abschluss gelang ein 2:1 (2:0)-Heimsieg über den Rüsselsheimer RK. Carlotta Koch (5.) und Anissa Czech (28.) trafen für den HCL, die Gäste verkürzten noch durch Viktoria Zimmermann (48.).

 

Als Vierter ging TuS Lichterfelde in die Abschlusstabelle ein. Im letzten Spiel gelang den Berlinerinnen ein 5:1 (3:0)-Erfolg beim Hanauer THC. Jenna Gabel (12.), Alicia Becker (14.) und Janne Jungenkrüger (24.) hatten TuSLi zur klaren Pausenführung gebracht, es folgten im zweiten Durchgang dann noch zwei Lichterfelder Tore (52./60.), unterbropchen nur vom 1:4 (E, 54.) durch Anna Simon.

 

Hochspannung herrschte in Nürnberg, wo noch der zweite Absteiger neben Schglusslicht Rotation Prenzlauer Berg gefunden werden musste. Aus eigener Kraft brachte sich der Nürnberger HTC mit einem 3:0 (0:0) über Rotation in Sicherheit. Das NHTC-Supertalent Ella Förtsch erwies ihrem Heimatclub vor ihrem bereits feststehenden Abschied (die U18-Nationalspielerin wechselt zum Erstligisten Harvestehuder THC nach Hamburg) noch einen letzten große Dienst: Mit zwei Strafecken (34./44.) und einem Siebenmeter (37.) sorgte Förtsch ganz im Alleingang für das Happy-End des NHTC.

 

So musste der Absteiger im direkten Duell zwischen HG Nürnberg und Zehlendorfer Wespen gefunden werden. Die Berliner Gäste hatten einen Punkt weniger auf dem Konto und musste entsprechend auf Sieg spielen. Anfangs klappte das nicht, denn die HGN traf durch Nora Weigand (E, 5.) und Celina Loy (9.) zweimal früh, allerdings hielten die Wespen durch Kim König zum 1:1 (8.) auch gleich dagegen. Doch erst Adele Tiedemann drehte mit Ecke (30.) und Feldtor (32.) die Partie zum 2:3. In der hektischen Schlussphase dezimierten sich die Wespen durch eine gelb-rote Karte gegen Greta-Luise Zettler (53.), doch es reichte, um den überlebenswichtigen Vorsprung bis ins Ziel zu retten.

 

In der Nord-Gruppe waren sämtliche wichtigen Entscheidungen bereits gefallen. Meister DSD Düsseldorf verabschiedete sich mit einem 3:0 (0:0)-Sieg beim Bonner THV in Richtung Oberhaus. Lilly Otten (40.), Katrin Bremer (E, 50.) und Madison Fitzpatrick (E, 51.) trafen für den Aufsteiger.

 

Uhlenhorst Mülheim beendete die Runde mit einem 2:0 (1:0) beim RTHC Bayer Leverkusen. Maike Scheuer (22./7m, 42.) schoss beide Treffer und schaffte es damit noch auf den geteilten ersten Platz in der Liga-Torschützenliste ((zusammen mit der Neusserin Celine Reinsch und Braunschweigs Emma Nolting).

 

Die TG Heimfeld schlug zum Abschluss Klipper Hamburg mit 3:1 (2:1). Constanze Schumann-Plekat (E, 14./17.) und Lina Huber (46.) trafen für Heimfeld, Lilli Kreusler (E, 28.) verkürzte für Klipper zum 1:2. Mit dem Sieg verabschiedet sich Heimfeld nicht als Tabellenletzter. Die Rote Laterne konnte die TGH noch an Blau-Weiß Köln abgeben, das zuhause gegen Schwarz-Weiß Neuss mit 1:2 (0:1) verlor. Dana Ottmaa verwandelte zwei Ecken (30./57.) für die Gäste, Taren Vollstedt (7m, 54.) hatte für Köln zwischenzeitlich ausgeglichen.

 

Mit einem 4:0 (1:0) bei Eintracht Braunschweig kletterte der Hamburger Polo Club noch auf den vierten Platz der Abschlusstabelle. Lotta Michler (E, 22.), Luise Brandt (40.), Marlen Laßmann (44.) und Franziska Heyltjes (56.) trafen für Polo.

 

Foto: TSVMH