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SPÄTES SCHEUER-TOR VERHINDERT VORZEITIGE DSD-AUFSTIEGSFEIER

17. May 2026

Der TSV Mannheim Hockey hat sich durch einen knappen Sieg in Hanau die Tabellenspitze in der Süd-Gruppe der 2. Bundesliga Damen zurückgeholt. Im Norden darf der DSD Düsseldorf die Sektgläser für die Aufstiegsfeier schon mal bereitstellen, muss bis um Vollzug aber bis nach der Pfingstpause warten. Indes stehen drei der vier Absteiger schon vor den letzten drei Spieltagen fest.

Hätte Mülheims Hallen-Europameisterin Maike Scheuer (Foto) nicht in letzter Minute noch einen Siebenmeter zum 2:1 (0:1)-Sieg des HTC Uhlenhorst Mülheim über den Bonner THV erzielt, so wäre Düsseldorf am Sonntagnachmittag schon als Erstligaaufsteiger festgestanden. So blieb es bei neun Punkten und 14 Toren Vorsprung des Tabellenführers bei nur noch drei Spieltagen nach der Pfingstpause.

 

Mülheim war im Heimspiel gegen Bonn durch Carla Mathes (26.) in Rückstand geraten. Bis ins letzte Viertel hinein lief der HTC Uhlenhorst dem 0:1 hinterher, ehe Maike Scheuer mit zwei erfolgreich genutzten Siebenmetern (50./60.) die Sache noch umbog und zugleich den zweiten Tabellenplatz für Mülheim verteidigte.

Somit konnte der DSD Düsseldorf am Tag darauf noch keine rechnerische Sicherheit ob seines bevorstehenden Aufstieges erlangen. Und trotzdem war das 3:1 (2:0) über Schwarz-Weiß Neuss ein weiterer Schritt hin zum erstmaligen DSD-Aufstieg in die höchste Feldhockey-Spielklasse. Savannah Fitzpatrick (6.) und Lilly Otten (9.) brachten mit dem 2:0 früh Sicherheit, nach der Pause legte Carina Salz (7m, 49.) nach, ehe Holly Hilton-Jones (54.) auch Neuss noch auf die Anzeigetafel brachte.

 

Klipper Hamburg konnte durch seine zwei gewonnenen Punkte gegen den Hamburger Polo Club seinen vorzeitigen Klassenerhalt bejubeln. Nach 60 Spielminuten waren im Stadtduell keine Tore gefallen. Nach dem 0:0 entschied Klipper das mit 18 Versuchen episch lange Shoot-out durch Treffer von Pauline Bechmann (2), Liv Matthies und Ella Mylius, bei Polo-Toren von Henriette Schlüter, Nora Amme und Lisa Styrer, mit 4:3 für sich. Klipper hat dadurch sein Polster auf sieben Punkte gegenüber Blau-Weiß Köln ausgebaut. Da die Rheinländerinnen, die bereits am Donnerstag nicht über ein 1:1 samt 2:3 verlorenem Shoot-out gegen Leverkusen hinausgekommen waren, nur noch zwei Spiele zu absolvieren haben, können sie den Abstand nicht mehr aufholen und müssen zusammen mit der TG Heimfeld absteigen.

Die TG konnte im Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig eine 3:1-Führung nach Toren von Philippa Mews (E, 18.), Rike Dreeßen (21.) und Linda Huber (51.) nicht ins Ziel retten. Braunschweig drehte die Partie durch Treffer von Emma Nolting (20./54.), Lily Ekine (E, 52.) und Fenja Rees (55.) noch zum 3:4-Endstand.

 

Im Süden musste der spielfreie Feudenheimer HC die Tabellenspitze wieder an den TSV Mannheim Hockey abgeben. Der Aufstiegsfavorit hatte allerdings harte Arbeit zu verrichten, ehe der 3:2 (1:0)-Auswärtssieg beim Hanauer THC unter Dach und Fach war. Die Mannheimer Führungen durch Lotta Nafzger (2.) und Luise Kirschner (35.) glich Hanau durch Zoe Wohlleben (7m, 33.) und Luna Wohlleben (E, 56.) zweimal aus. Doch den Schlusspunkt setzten die Gäste durch einen verwandelten Siebenmeter von Kira Schanzenbecher (58.).

 

Seine Restchance auf den Aufstieg wahrte der HC Ludwigsburg mit einem 2:1 (2:1)-Sieg beim Nürnberger HTC. Jessica Schwarz hatte den HCL mit zwei verwandelten Ecken (2./26.) 2:0 in Führung gebracht, Ella Förtsch führte den NHTC ebenfalls per Ecke wieder heran (29.), doch in der zweiten Hälfte konnten die abstiegsbedrohten Fränkinnen keine ihrer zahlreichen Ecken mehr verwerten.

 

Der Abstand des NHTC auf den rettenden achten Tabellenplatz bleibt bei vier Punkten, denn auch die beiden verbliebenen Konkurrenten Zehlendorfer Wespen und HG Nürnberg konnten ihre Heimspiele nicht nutzen. Die Wespen unterlagen im Berliner Derby gegen TuS Lichterfelde mit 1:2 (0:1). Hannah Lämmel (12.) und Mia Grzegorski (E, 33.) hatten TuSLi 0:2 in Führung gebracht. Der Anschlusstreffer von Johanna Bergmann (E, 53.) kam zu spät, um noch für eine Wende zu sorgen.

 

Ebenfalls mit 1:2 musste sich die HG Nürnberg auf eigenem Platz beugen. Der Rüsselsheimer RK war durch Carla Anagnostou (3.) früh in Führung gegangen, Theresa Gietl (23.) sorgte für den Ausgleich, ehe Lena Reiche (E, 36.) schon Mitte des dritten Viertels den Endstand herausschoss.

 

Als erster Süd-Absteiger steht die am Wochenende spielfreie SG Rotation Prenzlauer Berg bereits fest.

 

Foto: W. Chruscz