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LETZTE WEIßE WESTE IST VERSCHWUNDEN, OSTERNIENBURG SPRINGT NACH OBEN

20. December 2025

Mit Klipper Hamburgs Niederlage ist am Samstag nun auch die letzte weiße Weste in der 2. Bundesliga Damen verschwunden. Einen Führungswechsel gab es im Osten, wo Osternienburger HC (Foto) die Gunst der Stunde nutzte, von Platz drei an die Spitze zu springen.

 

Gruppe Nord

 

Im Topspiel fügte der Hamburger Polo Club dem Klipper THC Hamburg die erste Saisonniederlage bei. Lange Zeit wollten in dem Spitzenspiel gar keine Tore fallen, erst nach 49 Minuten brach Henriette Schlüter mit dem 1:0 den Bann. Catalina Ness ließ das 2:0 für Polo folgen, ehe Lilli Kreusler der Sache mit dem 1:2 (57.) noch einmal Spannung verlieh. Annika Wenzel machte dann mit dem dritten Polo-Treffer zum 3:1-Endstand alles klar.

Doppelschicht war für die beiden Hannover-Teams angesagt. Am Freitagabend standen sich Hannover 78 und DHC Hannover im Derby gegenüber. Die Gastgeberinnen setzten sich mit 5:4 (3:1) durch. Ein 5:2-Polster schmolz für H78 noch ziemlich zusammen, aber es reichte für den zweiten Dreier. Luisa Bleischwitz (H78) und Laureen Busche (DHC) waren Doppeltorschützinnen.

Einen zweiten Heimsieg konnte Hannover 78 am Samstag dann aber nicht landen. Gegen die TG Heimfeld gab es eine knappe 3:4 (0:1)-Niederlage. Ein 0:2, 1:3 und 2:4 hätten die Gastgeberinnen fast noch aufgeholt. Keiner Spielerin auf beiden Seiten glückte mehr als ein Treffer.

Für das am Freitag leer ausgegangene DHC Hannover gab es dann tags darauf etwas Zählbares. Zuhause konnten die Niedersächsinnen den Tabellenletzten Marienthaler THC mit 7:3 (2:1) bezwingen. Vom 4:1 hatten sich die Hamburger Gäste noch einmal zum 4:3 (48.) herangearbeitet. DDann zog der DHC noch ein weg. Lotta Trümper (DHC) mit vier und Tessa Hartmann (MTHC) mit zwei Toren waren die besten Schützinnen ihrer Teams.

 

Gruppe Ost

 

Rotation Prenzlauer Berg hätte mit einem Sieg am Freitagabend die Tabellenführung übernehmen können. Der Plan misslang mit einem 3:3 (0:2) gegen SC Charlottenburg. Nach 0:2 zur Pause und 1:3 noch fünf Minuten vor Ende musste Rotation froh sein, am Ende überhaupt noch einen Punkt herausgezogen zu haben. Elisabeth Roux (SCC) war die einzige Doppeltorschützen der Partie.

Der Osternienburger HC nutzte den Rotation-Punktverlust, um am Samstag mit einem Sieg über Tabellenführer Potsdamer SU sich selber von Rang drei an die Spitze zu katapultieren. Sophie Berger und Mia Eberhardt legten bis zur 22. Minute ein 2:0 für den OHC vor. Ina Starke (41.) konnte für die Gäste nur noch zum 2:1-Endstand verkürzen.

Einen Positionswechsel gab es auch am Tabellenende. Aufsteiger SSC Jena gab mit einem 6:4 (4:3)-Auswärtssieg die Rote Laterne an den geschlagenen Gastgeber Mariendorfer HC ab. Aus einem 3:1 (18.) des MHC machte Jena mit fünf Toren oin Folge ein 3:6 (34.). Das Polster reichte zum zweiten Dreier in Folge. Lisa Menzel (MHC) mit zwei und Leonie Blattmann (SSC) mit drei Toren waren die besten Schützinnen.

Am Sonntag kann sich Potsdam mit einem Heimsieg über Jena die Tabellenführung vom spielfreien Osternienburg zurückholen und Mariendorf mit einem Heimsieg über Charlottenburg das Schlusslicht eventuell wieder abgeben.

 

Gruppe Süd

 

Überraschend klar setzte sich im Topspiel der Rüsselsheimer RK beim SC Frankfurt 80 durch. Dem feld-Erstligisten SC80 gelang in eigener Halle in 60 Minuten kein einziger Treffer. Und so zog der RRK nach nur knappem 1:0-Pausenvorsporung im zweiten Durchgang unaufhaltsam davon. 0:6 stand es am Ende für den Tabellenführer, Lena Reiche und Carla Anagostou waren Doppeltorschützinnen.

Während Frankfurt zum Abschluss der Hinrunde bereits sechs Punkte zurückhängt, bleibt zumindest TuS Obermenzing dem RRK auf den Fersen. Die Münchnerinnen entführten bei Aufsteiger Stuttgarter Kickers mit 5:2 (3:1) die Punkte. Nach dem 1:0-Blitzstart (1.) glückte den Kickers erst im letzten Viertel durch Doppeltorschützin Lena Kassel noch ein Treffer zum 2:4. Mit dem 5:2 (54.) machte Obermenzing den Deckel drauf. Lara Bittel gelangen zwei Tore.

Am Tabellenende wird die Luft für SB Rosenheim die Luft dünner. Das 4:5 beim Nürnberger HTC war die fünfte Niederlage der Rosenheimerinnen, die noch zur Halbzeit mit 4:2 vorne lagen. Aber bis neun Minuten vor Schluss hatte der NHTC das Resultat geklärt und konnte sich am Ende über seinen ersten Saisonsieg freuen, der den Abstand auf den letzten Platz auf vier Zähler ausweitete. Rosenheims Lea Gablac war die einzige Spielerin der Partie mit zwei Treffern.

Am Sonntag haben beide Teams noch Gelegenheit, Punkte zu holen: Nürnberg empfängt Frankfurt, Rosenheim hat Heimrecht gegen Stuttgart.

 

Gruppe West

 

Das Heimrecht war am letzten Hinrundenspieltag viel wert. In den drei Partien blieben alle neun Punkte auf Seiten der Gastgeberinnen. Spitzenreiter RTHC Leverkusen rang den THC Bergisch Gladbach mit 6:5 (1:3) nieder. Nach 0:3 und 3:5 (52.) sah es  nicht gut aus für den RTHC, der in letzter Minute den Dreier festmachte. Anna Mielke war mit drei Toren beste RTHC-Schützin, jeweils Doppeltorschützinnen waren die Haubrich.-Schwestern Rieke und Malin.

Blau-Weiß Köln verdrängte den bislang ungeschlagenen HTC Schwarz-Weiß Neuss mitb eionem 5:3 (3:3)-Sieg vom zweiten Tabellenplatz ach 0:2 und 1:3 drehte Blau-Wei0 die Partie in der zweiten Hälfte erfolgreich. Jeweils Doppeltorschützinnen waren Luisa Seekamp (BWK) und Filippa Niebuhr (SWN).

Ein Durchmarsch nach unten wird für Schwarz-Weiß Köln immer wahrscheinlicher . Der Erstligaasbteiger konnte in der Hinrunde keinen einzigen Punkt verbuchen. Beim HC Essen gab es eine 3:6 (3:4)-Niederlage. Mit dem 2:3 (22.) hatten die Gäste ihr Pulver verschossen. Henrike Ehls (HCE) war mit drei Treffern die einzige Mehrfachschützin der Partie.

Am Sonntag hat Schwarz-Weiß Köln noch eine letzte Chance in diesem Jahr, Anschluss zu finden, wenn es ins Duell beim Vorletzten Bergisch Gladbach geht. Außerdem spielt Neuss noch gegen Essen.

 

Foto: OHC