VIER VON NEUN SPIELEN BRAUCHTEN EIN SHOOT-OUT
19. September 2026
Am Samstag ging in der 2. Bundesliga Damen fast die Hälfte des Tagesprogramms (neun Spiele) in ein Shoot-out. Erstliga-Absteiger Club Raffelberg wartet auch nach nun zwei Spielen auf seinen ersten Punkt.
Raffelberg hat mit personell deutlich veränderter Mannschaft weiter Mühe, sich in der zweiten Liga zu behaupten. Dem 3:5 in Mülheim folgte nun mit dem 0:1 bei Eintracht Braunschweig die zweite Niederlage. Emma Nolting schoss unmittelbar vor der Halbzeit das Tor des Tages (30.). Trotz eines 10:0-Eckenverhältnisses konnte der Duisburger Gast den Rückstand nicht mehr ausgleichen.
Eine Enttäuschung gab es für Uhlenhorst Mülheim. Auf eigenem Platz unterlag der Aufstiegsanwärter dem RTHC Bayer Leverkusen mit 1:3 (1:1). Die Gästeführung durch Lilly Laufenberg (18.) konnte Maike Scheuer zwar umgehend ausgleichen (7m, 19.), mehr kam von den Gastgeberinnen jedoch nicht. Hannah Briffett (39.) und Hella Kroll (58.) führten Leverkusen zum zweiten Auswärtssieg der noch jungen Saison. Zumindest bis Sonntag hat sich der RTHC an die Tabellenspitze gesetzt.
Ins Shoot-out gingen die beiden weiteren Samstagsspiele der Gruppe Nord. Aufsteiger Düsseldorfer SC rang Klipper Hamburg ein 0:0 ab und konnte sich nach erfolgreichen Penaltys von Pina Baumeister, Julia Crombach und Matilda Müller mit 3:0 gleich noch den Extrapunkt sichern. Klipper konnte weder einen Siebenmeter (15.) noch diverse Ecken noch einen seiner Penaltys zu einem Tor ummünzen.
Der zweite Aufsteiger, SV Blankenese, ließ sich auch bei seinem zweiten Zweitligaauftritt nicht besiegen. Wie schon in der Vorwoche bei Klipper spielte das Team von Ex-Bundestrainer Berti Rauth auch gegen den Bonner THV 1:1, verlor aber erneut bei den Penaltys (2:3). Paula Persoon (E, 10.) hatte Blankenese in Führung gebracht, die auch lange hielt. Madita Schön (54.) führte die Gäste ins Shoot-out, wo bei der SVB nur Persoon und Asuka Kishi trafen, während Bonn durch Meike Starmann, Emilia Adragna und Patricia Krämer drei Mal traf und sich damit den Extrapunkt sicherte.
Im Süden bleibt der SC Frankfurt 80, auch dank seines mehr ausgetragenen Spiels, an der Spitze. Im Hessen-Derby gab sich der Erstligaabsteiger keine Blöße und fertigte den Rüsselsheimer RK mit 5:0 (4:0) ab. Marie Lorbacher (10./28.), Nathalie Stapf (12.) und Florentine Kamp (E, 24./58.) sorgten für den glatten Sieg. Der RRK liegt tor- und punktlos am Tabellenende.
Makellos sind in der Gruppe nur noch der Feudenheimer HC und Aufsteiger TuS Obermenzing. Aufstiegskandidat FHC setzte sich gegen das ebenfalls ambitionierte TuS Lichterfelde mit 2:1 (1:0) durch. Luisa Höfling-Conradi (E, 28.) sorgte für die Pausenführung der Mannheimerinnen. Dem Berliner Ausgleich durch Clarissa Schneider (50.) konnte Carla Mees rasch den Siegterffer (53.) folgen lassen.
Obermenzing gewann das Aufsteiger-Duell gegen den Berliner SC mit 3:0. Nach torloser erster Hälfte konnten sich die Münchner Gastgeberinnen nach Toren von Alin Pillmann (E, 31.), Marie-Claire Görner (E, 454.) und Marie Sophie Rottenkolber (59.) noch deutlich durchsetzen.
Jeweils ins Shoot-out ging es in zwei anderen Süd-Partien. Der hanauer THC und HC Ludwigsburg trennten sich 1:1 (1:0). Die frühe Hanauer Führung durch Svea Mertens (4.) glich Daniela Bauer (43.) nach der Pause aus. Bei den Penaltys ging bei Hanau gar nichts, und so genügten dem HCL Tore von Grace Raad, Lara Lückehe und Tess Kraut zum 3:0 und wie schon in der Vorwoche bei den Zehlendorfer Wespen zum Extrapunkt.
Die Wespen aus Berlin konnten ihre Bilanz im Shoot-out dagegen ausglichen. Nach einem 1:1 beim Nürnberger HTC, bei dem Mira Schulz (17.) Zehlendorf nach vorn geschossen und Madelaine Wandelt (55.) spät für den NHTC-Ausgleich gesorgt hatte, setzten sich die Gäste in einem episch langen Penaltyschießen mit 24 Versuchen schließlich 6;7 durch. Leonie Kurtz (3), Mieko Seidel, Lena Böhme und Hannah Wilbertz trafen für Nürnberg, Katharina Seifert (3), Mira Schulz (3) und Lea Rosner sichertzen den zweiten Punkt für Zehlendorf.
Am Sonntag stehen weitere acht Partien an.