MEHR ALS DIE HÄLFTE DES SPIELTAGS BRAUCHTE EIN SHOOT-OUT
04. October 2026
Sieben von 13 Spielen des verlängerten Spieltagswochenendes in der 2. Bundesliga Damen gingen ins Shoot-out. Gerade die Topteams in beiden Gruppen ließen den ein oder anderen Punkt liegen.
Das ging schon am Freitagabend los, als der bislang makellose Hamburger Polo Club auf eigenem Platz nicht über ein 1:1 (1:1) gegen den Nachbarn Klipper THC hinauskam. Filipa Rossius (8.) hatte die Gäste in Führung gebracht, Brittany Wang (29.) glich für Polo aus. Im Shoot-out nahm Klipper mit 4:2 den Extrapunkt mit.
Ein weiteres Unentschieden gab es für Polo am Tag danach im Topspiel der Gruppe Nord gegen den bis dahin ebenfalls verlustpunktfreien HTC Schwarz-Weiß Neuss. Die Führung der Neusser Gäste durch Anastasiia Voievoda (11.) konnte Polo durch Annika Wenzel (33.) und Henriette Schlüter (46.) in ein 2.1 drehen. Katie Taylor Bond führte mit dem 2:2 (50.) auch dies Partie in ein Shoot-out. Hier blieb der zweite Punkt bei den Gastgeberinnen. Schlüter und Kardorf sorgten, bei nur einem Neusser Treffer von Walkiewicz, für das 2:1 für Polo.
Der RTHC Bayer Leverkusen hätte die Punktverluste der Konkurrenz nutzen können, um von Platz drei ganz bis an die Spitze springen zu können. Der erste Teil der Doppelaufgabe gelang dem RTHC ohne Wackler. Das Heimspiel gegen den Düsseldorfer SC 99 gewann Leverkusen durch Tore von Lilly Laufenberg (4./54.) und Serafina Pütz (E, 57.) mit 3:0 (1:0). Doch im zweiten Heimspiel musste sich der RTHC mit 1:2 (0:1) dem Club Raffelberg beugen. Anneke Mertens (E, 27.) und Carla Mauer (E, 38.) sorgten für den Sieg der Duisburger Gäste, Hannah Franke (E, 31.) hatte zwischenzeitlich ausgeglichen. Für Raffelberg war es ein perfektes Wochenende, wurde doch am Samstag bereits der Bonner THV mit 2:0 (0:0) geschlagen. Hannah Düngel (31.) und Anna Bos (44.) trafen für den Erstligaabsteiger, der sich nach dem Wochenende mit zuletzt drei Siegen in Folge auf Rang fünf vorgearbeitet hat.
Immerhin fünf von möglichen sechs Punkten brachte der HTC Uhlenhorst Mülheim von seinem Auswärtstrip in den Norden mit. Bei Eintracht Braunschweig gewann Mülheim durch Treffer von Sarah Gehring (28.) und Maike Scheuer (46.) mit 2:0 (1:0). Tags darauf gab es bei Aufsteiger SV Blankenese ein 1:1-Unentschieden. Tamlyn Kock (28.) hatte die Hamburgerinnen zur Pausenführung gebracht, Maren Kiefer (E, 44.) stellte den Endstand her. Der Extrapunkt im Shoot-out nahm Mülheim dank Kiefer (3), Becker und Pannek, bei SVB-Toren von Kishi (2), Persoon und Maass, mit 5:4 mit.
In der Süd-Gruppe kam Spitzenreiter TuS Obermenzing im Heimspiel gegen den Hanauer THC nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus, für das Milena Eggert (7m, 15.) für die Münchnerinnen und Luisa Noll (E, 46.) für die hessischen Gäste gesorgt hatten. Der zweite Punkt blieb mit 4:3 bei Obermenzing durch Tore von Wenz (2), Boesser und Kühn, bei Hanauer Treffern von Rosenkranz, Reinhardt und Goldberg.
Hätte Verfolger Feudenheimer HC sein tags darauf folgendes Heimspiel gegen den SC Frankfurt 80 gewonnen, wäre die Tabellenspitze zum FHC gewandert. Aber auch Feudenheim musste sich nach 60 Spielminuten mit einem Unentschieden begnügen. Dem 0:0 folgte auch eine Abschlussschwäche im Shoot-out. Neun von zehn Schützinnen beider Teams blieben erfolglos. Lediglich Wenke Kurz brachte den Ball im Frankfurter Kasten unter. Dieses 1:0 der jüngeren Schwester von MHC-Nationalspielerin Stine Kurz bescherte Feudenheim immerhin den Extrapunkt.
Zum Spitzenduo herangearbeitet hat sich am Wochenende der HC Ludwigsburg mit vier Punkten aus zwei Spielen. Zunächst gab es zuhause ein klares 6:1 über den Rüsselsheimer RK. Grace Raad (E, 13.), Valerie Schwarz (15./46.), Anissa Czech (30./58.) und Nele Pöhler (51.) schossen das halbe Dutzend HCL-Treffer. Neele Sack konnte für den RRK lediglich zum 2:1 (E, 20.) verkürzen. Am Sonntag beim Nürnberger HTC war Ludwigsburg auf bestem Weg zum nächsten Sieg. Grace Raad (E, 21.) und Daniela Bauer (49.) führten den HCL mit 2:0 auf Siegkurs, ehe Selma Jäger (51.) und Kirby Harris (59.) die Gastgeberinnen zum 2:2-Endstand brachten. Die Chance auf einen weiteren Punkt ließ sich der NHTC nicht entgehen. Nach 18 Versuchen hatten Harris (2), Kurtz (2), Böhme und Seidel, bei HCL-Treffern von Raad (2), Lückehe (2) und Schindler, ein 6:5 für Nürnberg herausgeschossen.
Nach der Klatsche in Ludwigsburg zeigte sich Rüsselsheim im Heimspiel gegen die Zehlendorfer Wespen einigermaßen erholt. Neele Sack (E, 54.) konnte den Rückstand, den Annika Schroll (E, 21.) für die Berliner Gäste erzielt hatte, zum 1:1-Endstand ausgleichen. Und im Shoot-out behielten Zimmermann (2), Anagnostou (2) und Bentscheck, bei Wespen-Toren von Seifert (3) und Schroll, mit 5:4 für den RRK den zweiten Punkt.
Mit ihren Zwei-Punkt-Erträgen setzten sich Nürnberg und Rüsselsheim weiter von Schlusslicht Berliner SC ab. Der Aufsteiger kassierte beim 1:5 (1:2) gegen TuS Lichterfelde die fünfte Niederlage im fünften Spiel. Dabei lag der BSC durch Emilia Gömüsay (7m, 12.) sogar in Führung, ehe Jenna Gabel (21.), Friederike Krause (E, 29.), Elena Herbst (35.), Alicia Becker (E, 42.) und Johanna Hildbrandt (51.) die Sache noch klar zugunsten von TuSLi drehten.