TUS LICHTERFELDE SCHEINT RAUS AUS DEM MEISTERRENNEN
26. April 2026
Mit zwei knappen 1:0-Auswärtssiegen am Sonntag vollendeten die beiden Spitzenreiter in der 2. Bundesliga Damen ihr Sechs-Punkte-Wochenende. Derweil scheint für TuS Lichterfelde (Foto) nach einem missglückten Doppelspieltag der Meisterschaftszug vorzeitig abgefahren zu sein.
Nord-Tabellenführer DSD Düsseldorf kam bei Klipper Hamburg zum Erfolg. Den einzigen Treffer des Tages erzielte nach 20 Minuten Carina Salz nach Strafecken. Viele weitere Standards ließen die Rheinländerinnen aus, darunter auch einen Siebenmeter (59.). Aber der Fehlschuss rächte sich nicht, da der DSD hinten seinen Kasten sauberhalten konnte.
Der Vorsprung der Düsseldorferinnen an der Spitze wuchs derweil auf acht Punkte an. DSD-Verfolger Uhlenhorst Mülheim kam im Heimspiel gegen den Hamburger Polo Club nicht über ein 0:0 hinaus. Auch wenn Mülheim das Shoot-out nach Toren von Sarah Gehring und Anne Mertens, bei einem Polo-Treffer von Henriette Schlüter, mit 2:1 gewann und somit zwei Punkte verbuchen konnte, war der Ertrag nicht optimal.
Seinen dritten Platz festigte der Bonner THV mit einem 2:1 (0:1)-Heimsieg über Eintracht Braunschweig. Die frühe Gästeführung (2.) drehte der BTHV im letzten Viertel durch Eckentreffer von Pia Reichling (51.) und Patricia Krämer (54.) noch zum zweiten dreier am Wochenende.
Die TG Heimfeld verpasste es im Heimspiel gegen Blau-Weiß Köln, die am Vortag übernommene Rote Laterne gleich wieder abzugeben. Dabei sah es lange nach einem Dreier der Hamburger Gastgeberinnen aus, die durch Lisa-Marie Overbeck zur 1:0-Führung (21.) kamen. Das hielt bis drei Minuten vor Schluss, dann schaffte Köln per Siebenmeter (57.) den Ausgleich zum 1:1-Endstand. Im Shoot-out nahmen die Gäste durch Treffer von Katharina Pillok, Anne Rings, Paulina Reyelt und Lena Tischler, bei TG-Toren von Paula Seibt und Overbeck, mit 4:2 den Extrapunkt mit und bauten ihren kleinen Vorsprung auf den letzten Platz auf zwei Punkte aus.
Süd-Spitzenreiter TSV Mannheim Hockey konnte sich bei den Zehlendorfer Wespen im Duell der beiden Erstligaabsteiger der Vorsaison mit 1:0 (1:0) durchsetzen. Das goldene Tor fiel nach 19 Minuten bei einem Mannheimer Konter, den Johanna Mühl im Wespen-Kasten unterbrachte. Weil Mannheim in der Folge verpasste, einen zweiten Treffer nachzulegen, musste der Tabellenführer am Ende noch einigte heikle Momente, inklusive Schlussecke der Wespen, überstehen.
Wie der TSV, so konnten auch die Verfolger Feudenheim und Ludwigsburg ein erfolgreiches Sechs-Punkte-Wochenende abschließen. Der FHC aus Mannheim gewann auch sein zweites Heimspiel ohne Gegentor. Dem 3:0 über Hanau folgte ein 2:0 gegen die HG Nürnberg. Emma Himmler (11.) und Denise Hechler (7m, 45.) sicherten den Feudenheimer Erfolg, der Platz zwei festigte.
Der HC Ludwigsburg setzte sich bei TuS Lichterfelde mit 2:1 (1:1) durch. Carlotta Koch brachte die Gäste in Berlin mit zwei Toren (E, 12./33.) zum Sieg, Lichterfelde konnte durch Clarissa Schneider (23.) nur zwischenzeitlich ausglichen. Mit zwei Heimniederlagen am Wochenende ist TuSLi der große Verlierer aus dem Spitzenquartett und dürfte sich damit aus dem Meisterschaftsrennen verabschiedet haben.
Keine Entspannung gibt es für die beiden Teams auf den Abstiegsrängen. Der Nürnberger HTC konnte nach seinem Derby-Coup (3:2 am Freitagabend bei der HG Nürnberg) kein weiteres Erfolgserlebnis nachlegen. Im Heimspiel gegen den 1.Hanauer THC setzte es eine 2:4 (0:3)-Heimniederlage. Anne Simon (E, 11.), Marilena Krauß (24.), Christina Seib (27.) und Jennifer Goldberg (38.) legten erst vier Hanauer Tore vor, ehe auch der NHTC traf. Ella Förtsch (51.) und Antonia Eder (E, 60.) konnten das Resultat nur noch etwas freundlicher gestalten. Nürnberg bleibt auf dem vorletzten Rang.
Schlusslicht Rotation Prenzlauer Berg musste sich dem Rüsselsheimer RK mit 0:1 (0:1) beugen. Zara Becker schoss nach 17 Minuten das Tor des Tages, das den Hessinnen den zweiten 1:0-Auswärtssieg in Berlin sicherte. Für Aufsteiger Rotation wird die Situation bei sieben Punkten Rückstand und nur noch sechs Spielen immer komplizierter.
Foto: TuSLi