ERST NACH 18 PENALTYS WAR DER EXTRAPUNKT IN BERLIN VERGEBEN
27. September 2026
Schwarz-Weiß Neuss und Hamburger Polo Club dominieren weiter die Nord-Gruppe der 2. Bundesliga Damen. Am Sonntag feierten sie ihre nächsten Siege, während in Berlin gefühlte Ewigkeiten gebraucht wurde, ehe ein Shoot-out entschieden war.
Beide kamen zu knappen 3:2-Erfolgen auf fremden Plätzen. Spitzenreiter Neuss setzte sich bei Klipper Hamburg durch. Dana Ottmaa (7m, 1.) sorgte für den Blitzstart der Gäste, ehe Lara Bock mit zwei Toren (20./E, 32.) den Spielstand zugunsten von Klipper drehte. Doch Neuss hatte in der Schlussphase noch Energie für einen Doppelschlag durch Lilly Otten (51.) und Marit Kossmer (52.) und wahrte somit seine weiße Weste.
Seine makellose Bilanz ließ sich auch der Hamburger Polo Club nicht streitig machen. Im Auswärtsspiel beim Club Raffelberg legten die hanseatischen Gäste durch Henriette Schlüter (9.) und Luise Brandt (E, 19.) ein 2:0 bis zur Halbzeit vor, das Lucie Duchkova nach der Pause noch zum 3:0 (E, 34.) ausbaute. Raffelberg gab sich noch nicht geschlagen und verkürzte durch Hannah Reicherts (41.) . Der zweite CR-Treffer durch Lara Meyer (60.) fiel zu spät, um noch Chancen auf ein Shoot-out zu bekommen. Der Saisonstart ist für den Erstligaabsteiger mit drei Niederlagen aus den ersten vier Spielen ziemlich durchwachsen ausgefallen, während sich Polo über den vierten Sieg freuen konnte.
Die drei anderen Sonntagspartien gingen alle ins Shoot-out. Nord-Aufsteiger Düsseldorfer SC und Bonner THV schossen weder in 60 Spielminuten (0:0) noch bei den ersten zehn Penaltys ein Tor. Erst im elften Versuch klappte es durch Meike Starmann. Das sollte zum 1:0-Sieg und zum Extrapunkt reichen.
Die normalen je fünf Versuche im Shoot-out reichten auch in Braunschweig nicht, um einen Sieger zu finden. Eintracht Braunschweig und RTHC Leverkusen hatten sich nach Toren von Hannah Ftanke (E, 20.) für der RTHC und Lily Ekine (7m, 45.) für die Eintracht 1:1-Unentschieden getrennt. Nach zwölf Penaltys standen die Gäste nach Treffern von Pauline Hartlieb (2) und Jette Kibben, bei EB-Toren von Mely Vysoudil und Finja Rees, als 3:2-Sieger fest.
In der einzigen Partie der Süd-Gruppe waren gar 18 Penaltys nötig, ehe der zweite Punkt vergeben werden konnte. Im Berliner Städtekampf hatten Zehlendorfer vWespen und TuS Lichterfelde 1:1 (1:0) gespielt. Die frühe Wespen-Führung durch Luisa Lübbersmeyer (4.) glich Jenna Gabel (E, 56.) spät aus. Im Shoot-out sorgten Celine Kober (2), Philippa Wulf (2), Katharina Seifert und Mira Schulz, bei TuSLi-Treffern von Hannah Lämmel (2), Chiara Gutsche, Elena Herbst und Julia Ullrich, für ein 6:5 zugunsten der Wespen.