hero image

ERSTE SAISONNIEDERLAGEN FÜR DIE TABELLENFÜHRER

07. June 2026

Beim Sechs-Spiele-Sonntag in der 2. Bundesliga Damen verloren die Tabellenführer beider Gruppen, übrigens im 16. Saisonspiel das erste Mal. Das kommt vor allem im Fall des TSV Mannheim Hockey überraschend.

Im einzigen Tagesspiel der Gruppe Süd versäumte es Spitzenreiter Mannheim, seinen Vorsprung auf Verfolger Feudenheimer HC auszubauen. Auf eigenem Platz unterlag der TSV mit 0:1 gegen den Nürnberger HTC (Foto). Die abstiegsbedrohten Fränkinnen trafen gleich mit ihrem ersten Angriff durch Mathilda Mähner (2.). Den knappen Vorsprung verteidigte der NHTC mit eisernem Willen über das ganze Spiel bis zum Schlusspfiff. Während der Nürnberger HTC wieder bis auf einen Punkt an das rettende Ufer herangerückt ist und neue Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt schöpfen darf, war es für den TSV Mannheim ein echter Rückschlag. Das Polster auf Feudenheim ist auf einen Punkt zusammengeschmolzen. Gut möglich, dass es am kommenden Sonntag ein echtes Endspiel um den Aufstieg zwischen den beiden Nachbarn gibt, vorausgesetzt, dass nach den Samstagsspielen (Feudenheim in Rüsselsheim; TSV gegen Ludwigsburg) die Abstände weiter knapp sind.

 

Anders als beim TSV Mannheim dürfte den DSD Düsseldorf die erste Saisonniederlage nicht weiter gekümmert haben. Am Vorabend nach dem 5:2-Sieg in Braunschweig konnten die Düsseldorferinnen ihre vorzeitige Meisterschaft in d er Nord-Gruppe und den erstmaligen Aufstieg in die 1. Bundesliga feiern. Das dürfte die Konzentration auf das Sonntagsspiel beim Hamburger Polo Club zumindest nichtgefördert haben. Tatsächlich nutzte Polo die Gunst der Stunde, um den Meister mit 2:1 (0:0) zu schlagen. Sophie Perschk (37./51.) schoss beide Tore der Hamburgerinnen, Valentina Teruggi (48.) konnte für den DSD zwischenzeitlich ausgleichen.

 

Da im Norden sowohl die Meister- als auch die Abstiegsfragen schon beantwortet sind, hatten die weiteren Spiele allenfalls noch statistischen Wert. Der Tabellenzweite Uhlenhorst Mülheim bezwang Schlusslicht TG Heimfeld mit 4:2 (1:0). Leni Hamacher (28./40.), Sarah Gehring (56.) und Emily Kempf (57.) schossen die Tore der Uhlenhorsterinnen, die damit ihre Vizemeisterschaft vorzeitig sicherten. Mahliha Tesch (39.) und Rike Dreeßen (51.) hatte zwischenzeitlich für den Absteiger TGH ausgeglichen.

 

Der drittplatzierte Bonner THV gewann beim zweiten Absteiger Blau-Weiß Köln mit 3:2 (2:1). Emilia Adragna (3./33.) und Meike Starmann (E, 15.) waren die Bonner Schützinnen, für Blau-Weiß waren Taren Vollstedt (E, 30.) und Lena Tischler (E, 49.) erfolgreich.

 

Ins Shoot-out gingen die Spiele in Braunschweig und Neuss. Eintracht Braunschweig und RTHC Bayer Leverkusen hatten sich nach Toren von Nelli Zeitler (42.) für die Gastgeberinnen und Hannah Briffett (59.) für den RTHC 1:1 getrennt. Bei den Penaltys siegte Leverkusen durch Finja Beutling, Hannah Franke und Lilly Laufenberg, bei nur einem erfolgreichen Eintracht-Versuch von Fenja Rees, mit 3:1.

Zwischen Schwarz-Weiß Neuss und Klipper Hamburg war nach 60 Minuten ebenfalls kein Sieger gefunden. Celine Reinsch (21.) und Melina Mouikis (46.) trafen für Neuss, Johanna Roggenbau (16.) und Lilli Kreusler (48.) für Klipper. Im Shoot-out ging auch hier der Extrapunkt mit 1:3 an die Gäste. Michaela Wienert, Liv Matthies und Eska weiser trafen für Hamburg, Kathleen Spörecke für SWN.

 

Foto: NHTC