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ALLE TABLLENFÜHRER BRINGEN VORSPRUNG INS ZIEL

01. February 2026

Neben dem bereits feststehenden Aufsteiger TG Frankenthal können sich nach dem letzten Spieltag der 2. Bundesliga Herren auch Klipper Hamburg, Zehlendorf 88 und Club Raffelberg (Foto) über ihren Einzug ins Oberhaus freuen.

 

Gruppe Nord

Der mit einem Drei-Punkte-Vorsprung in den letzten Spieltag gegangene Tabellenführer Klipper Hamburg, hatte keinerlei Probleme, seinen Vorsprung sicher ins Ziel zu bringen. Das Heimspiel gegen den TTK Sachsenwald gewann Klipper mit 15:4 (8:1) . Schon nach neun Minuten stand es 4:0, dies wurde kontinuierlich ausgebaut. Lasse Dunker (4), Emil Kühn (2), Mats Linden (2) und Max Schönfelder (2) waren die besten Schützen des Meisters, der nach nur einer Saison wieder in die erste Liga zurückkehrt. Beim TTK traf Marlon Gorges dreifach.

Der Tabellenzweite Braunschweiger THC wartete also vergeblich auf Schützenhilfe, machte aber wenigstens seine Hausaufgaben tadellos und gewann 16:6 (6:2) gegen den THK Rissen. Vom 2:1 zog der BTHC auf 8:1 weg. Paul Richwien erzielte sieben Tore, Erik Mathe (3) war der zweitbeste BTHC-Schütze. Bei Risse trafen Paul Hanfft und Felix Knabe doppelt.

Absteiger Marienthaler THC muss die Liga ohne Punkt auf dem Konto verlassen. Auch das letzte Saisonspiel ging klar mit 7:14 (2:8) gegen den DHC Hannover verloren. Ein 2:8 konnten die Gastgeber dank ihres Dreifachtorschützen Jonathan Sprank nochmal auf 5:8 verkürzen, ehe der Gast über seine Toptorschützen Liam Hermanus (7), Michael Newland-Nell (4) und Nicolaas Neethling (2) endgültig wegzogen.

 

Gruppe Ost

Nach zuletzt zwei Niederlagen (und davor sieben Siegen) waren am Aufstieg von Zehlendorf 88 Zweifel aufgekommen. Aber das Z88-Team behielt die Nerven und konnte seinen auf zwei Punkte zusammengeschmolzenen Vorsprung mit einem 4:1 (2:0)-Heimsieg über Rotation Prenzlauer Berg ins Ziel bringen. Erst beim Stand von 4:0 konnte Rotation durch Bruno Wienert (56.) verkürzen. Dennis Wipplinger (2), Konstantin Köppe und Justus Feierabend schossen Zehlendorf nach 2023 wieder in die erste Liga.

Selbst eine Niederlage hätte sich Zehlendorf 88 folgenlos leisten können, denn der Tabellenzweite Mariendorfer HC ging beim Tabellenletzten Real von Chamisso als 5:6-Verlierer aus der Halle. Nick Algner (3) und Bastian Land (2) führten Real zum dritten Saisonsieg. Am Freitagabend noch hatte Real von Chamisso gegen den Berliner SC klar mit 3:9 (1:2) verloren. Für den BSC mit seinen Haupttorschützen David Strüben (3) und Christian Fehlauer (2) bedeutete dieser Sieg den vorzeitigen Klassenerhalt.

In der Abstiegsfrage mischte der Berliner SC trotzdem noch mit, als das Spiel BSC gegen ATV Leipzig großen Einfluss auf die Gesamtsituation hatte. Leipzig musste angesichts des Real-Coups gegen Mariendorf unbedingt gewinnen, um nicht noch auf den letzten Platz zurückzufallen. Neun Minuten vor Ende sah es bei einer 7:6-Führung des BSC nach einem Durchmarsch des vorjährigen Erstligisten Leipzig aus. Aber der ATV schaffte noch die Wende und mit einem 8:7 (4:4)-Sieg den Klassenerhalt. Moritz Seeliger (3) und Christian Fehlauer (2) beim BSC sowie Christian Hufnagl (3) und Mathis Böhme (2) beim ATV waren die besten Schützen.

 

Gruppe Süd

Nach vielen Jahren in der Erstklassigkeit und einigen auch in der zweiten Liga muss der Nürnberger HTC die Bundesliga als Absteiger verlassen. Dabei gab es am letzten Spieltag durchaus Schützenhilfe für den NHTC, denn der mitgefährdete Hanauer THC verlor beim Rüsselsheimer RK klar mit 4:10 (2:5). Vom 3:2 zogen die in der Rückrunde enorm starken Rüsselsheimer mit sechs Toren in Folge entscheidend davon. Niklas Isselhard (4), Niklas Schmitt (2) und Tom Blümmel (2) sorgten für den RRK-Sieg. Noah Buntrock und Luis Schiff trafen doppelt für Hanau, das seinen Klassenerhalt letztlich der Schützenhilfe des Wiesbadener THC zu verdanken hatte. Denn der WTHC verhinderte mit einem 9:9 (5:4) den für Nürnberg nötigen Sieg. Bei 7:9 (51.) konnte der NHTC dank seines sechsfachen Torschützen Fredrik Büttner noch völlig zurecht auf Rettung hoffen, aber Wiesbaden egalisierte über seine Hauptschützen Simon Busch Tario (3), Nico Rothengatter (2) und Benedict Lieb (2) noch bis zur vorletzten Minute.

Die bereits als Aufsteiger feststehende TG Frankenthal verabschiedete sich mit einem 8:6 (3:4)-Heimsieg über die HG Nürnberg. Vom 3:4 schoss die TGF vier Tore in Folge. Robert Benson (3) und Jonas Stroh (2) waren die besten Schützen beim Meister, bei der auf den vierten Platz zurückgefallenen HGN traf nur Jonas Elsner doppelt.

 

Gruppe West

Einen 47-Tore-Vorsprung noch aus der Hand zu geben, war eine mehr als theoretische Geschichte. Der Club Raffelberg machte gar keine Anstalten, sich sein Aufstiegsfest vermiesen zu lassen. Bei Schwarz-Weiß Köln feierte der Tabellenführer einen 11:7 (4:4)-Sieg. Kurz nach der Pause führte Köln noch 6:4, ehe sich Raffelberg mit dem Überschreiten seiner 100-Tore-Saisonmarke entscheidend absetzte. Kai Aichinger traf vier Mal für die Hausherren, René Kramhöller (5), Tim Basfeld (2) und Felix Weber (2) waren die besten Torschützen des Aufsteigers.

Der Tabellenzweite Schwarz-Weiß Neuss wahrte seinen Platz mit einem 7:7 (2:3)-Unentschieden gegen den Düsseldorfer HC, der ein Neusser 7:4 (54.) noch aufholte, aber für den zweiten Rang einen Sieg gebraucht hätte. Vitali Shevchuk und Onofriuuk Maksym trafen doppelt für Neuss, beim DHC teilten sich Jonas Cofalla (3), Laurenz Lindemann (2) und Jakob Misof (2) die Ausbeute.

Ein echtes Endspiel um den Klassenerhalt war das Aufeinandertreffen von Bonner THV und Aachener HC. Die Gäste hätten einen Sieg für ihre Rettung gebraucht. Es sah aber zu keinem Zeitpunkt so aus, als ob das gelingen könnte. Über 2:0, 5:1, 6:2 und 6:4 kam es zum Bonner Klassenerhalt. Philipp Sanchidrian (3) und Valentin Koch (2) trafen am besten für die Gastgeber, bei Aachen waren die Tore von Marc Buse (2) und Till Fuhrmann (2) zu wenig.

 

Foto: H.Kramhöller