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ZEHLENDORF 88 HAT AUFSTIEG ZUM GREIFEN NAH

18. January 2026

Während im Norden und Süden der 2. Bundesliga Herren durch Unentschieden in den Spitzenspielen die Aufstiegsfrage weiter verschoben wurde, stehen Club Raffelberg im Westen und vor allem Zehlendorf 88 im Osten vor dem Einzig ins Oberhaus.

 

Gruppe Nord

 

Eine Vorentscheidung um den Aufstieg ist ausgeblieben. Im Topspiel rangen sich Spitzenreiter Braunschweiger THC und sein punktgleicher Verfolger Klipper Hamburg ein 8:8 (4:2)-Unentschieden ab. Die hanseatischen Gäste mussten andauernd einem Rückstand hinterherlaufen. Vom 4:2-Pausenstand vergrößerte sich der BTHC-Vorsprung auf 6:2 und 8:4 (43.). In der Schlussviertelstunde schaffte Klipper mit vuier Toren tatsächlich noch den Ausgleich. Paul Richwien (4) und Erik Mathe (2) beim BTHC, Mats Linden (3), Lasse Dunker (2) und Gregor Fujs (2) bei Klipper trafen mehrfach.

Einen Tag vor dem Spitzenspiel hatten die beiden Anwärter auf den Gruppensieg einen weiteren Sieg eingefahren. Braunschweig gewann bei Schlusslicht Marienthaler THC mit 5:3 (3:1). Theo Belhustede und Fabian Mund vom Siegerteam waren die einzigen Doppeltorschützen. Klipper hatte den THK Rissen mit 9:6 (5:2) niedergerungen. Als sechsfacher Torschütze sorgte Daniel Petras fast im Alleingang für den Dreier. Beim THK traf Felix Knabe doppelt.

Einen torreichen Schlagabtausch lieferten sich DHC Hannover und TTK Sachsenwald. Nach 24 Treffern stand am Ende ein 12:12 (5:4)-Unentschieden. Liam Hermanus (6) und Michael Newland-Nell (3) beim DHC sowie Finn Dabelstein (5) und Ferdinand von Stolzmann (3) beim TTK waren die torhungrigsten Spieler. Der Punkt war für Aufsteiger TTK für den Klassenerhalt mehr wert als für Hannover, das näher an das Topduo hätte aufschließen können.

 

Gruppe Ost

 

Zehlendorf 88 ist auf dem besten Weg in die erste Liga. Der makellose Tabellenführer fuhr seine Siege Nummer sechs und sieben ein, wenngleich beide ziemlich minimalistisch. Gegen den Mariendorfer HC gelang ein 5:4 (2:2), mit Simon Beck (Z88) und Marius Trippler (MHC) als Doppeltorschützen, und gegen ATV Leipzig ein 3:2 (1:1). Damit hat Zehlendorf nun acht Punkte Vorsprung, bei nur noch drei Spielen ist der Aufstieg seit diesem Wochenende so gut wie sicher.

Trotz seiner Niederlage gegen Z88 steht Mariendorf auf dem zweiten Tabellenplatz. Der MHC siegte bei Rotation Prenzlauer Berg 7:3 (1:2) und tauschte mit dem Stadtnachbarn die Plätze. Nach einer 2:0-Führung der Gastgeber durch Bruno Wienert trafen sieben verschiedene Torschützen des MHC in Folge.

 

Gruppe Süd

 

Ein echter Befreiungsschlag gelang dem Rüsselsheimer RK. Der bisherige Tabellenletzte gewann beim Nürnberger HTC klar mit 8:3 (3:1). Nur beim 2:3 waren die Gastgeber mal eng dran, ehe die Gäste vier weitere Treffer in Folge nachlegten. Tom Blümmel (3) und Luis Schmidt (2) trugen die meisten Tore für den RRK bei, der um zwei Plätze kletterte. Nürnberg dagegen fiel um zwei Ränge ganz ans Ende zurück.

Zwischen Rüsselsheim und Nürnberg befindet sich tabellarisch als Fünfter nach wie vor der Hanauer THC. Der Aufsteiger ergatterte bei der HG Nürnberg beim 3:3 (2:1) einen zum Klassenerhalt wichtigen Punkt.

Im Topspiel der beiden die Tabelle anführenden Teams gab es keinen Sieger. TG Frankenthal und Wiesbadener THC trennten sich 6:6 (3:4)-Unentschieden. Nur beim 2:0 und 3:2 lagen die Gastgeber vorn, der WTHC dreht den Spielstand zum 3:5 und 4:6, ehe die TGF mit zwei Toren noch die Punkteteilung und damit die Tabellenführung rettete. Jeweils Doppeltorschützen waren Simon Beck (TGF), Joel Correia und Frederick Lonnes (beide WTHC).

 

Gruppe West

 

Auch wenn Spitzenreiter Club Raffelberg erstmals in dieser Saison Federn ließ, so blieb am Ende des Wochenendes letztlich der Fünf-Punkte-Vorsprung auf bisherigem Niveau. Mit 8:7 (2:3) sorgte Schwarz-Weiß Neuss für die erste Raffelberger Niederlage (Foto). Mit 0:3 und 2:5 lagen die Neusser zunächst deutlich zurück, ehe sich die Hausherren noch zum knappen Sieg durchrangen. Krystian Sudol und Vitali Shevchuk trafen je dreifach für Neuss, bei den Duisburger Gästen waren René Kramhöller (4) und Tim Basfeld (2) die besten Schützen.

Neuss hatte in diesem Freitagsspiel offenbar viel Kräfte gelassen. Anders ist das tags darauf folgende 2:14 (1:6) bei den ausgeruhten Kölnern von Schwarz-Weiß kaum zu erklären. Angetrieben von den Torschützen Kai Aichinger (5), Linus Schmitz (4) und Benjamin Bachmann (3) gelang den Kölnern ein wichtiger Befreiungsschlag im Abstiegskampf.

Schlusslicht bleibt der Aachener HC. Der Aufsteiger konnte aus dem Auftritt beim Tabellenführer Raffelberg nichts Zählbares mitnehmen. Die 6:9 (2:3)-Niederlage fiel für Aachen längst nicht so klar aus wie das 5:12 in eigener Halle gegen Raffelberg. Erst nach dem 5:3 musste Aachen die Gastgeber richtig ziehen lassen. Doppeltorschützen beim Sieger waren René Kramhöller, Tim Basfeld und Felix Weber.

 

Foto: H.Kramhöller / Sports-Gallery