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WESPEN ENTSCHEIDEN TOPSPIEL IM SHOOT-OUT FÜR SICH

19. September 2026

Das torreiche Topspiel der 2. Bundesliga Herren brachte am Samstag keinen Sieger nach 60 Minuten, aber die Zehlendorfer Wespen durften sich beim SC Frankfurt 80 dann umso mehr über den Extrapunkt im Shoot-out freuen.

Zwar hatten die Berliner Gäste in Frankfurt letztlich zweimal einen Zwei-Tore-Vorsprung verspielt und konnten somit am Ende auch keinen Dreier feiern, doch auch eine Zwei-Punkte-Ausbeute beim wohl härtesten Konkurrenten dürfte im Saisonrennen um den Süd-Aufstieg als ordentlicher Erfolg verbucht werden. Mika Böttger (E, 17.) und Aiden Tony Bax (21.) hatten Zehlendorf erst zum 2:0 und später mit ihrem weiteren Doppelpack (Böttger, E, 49./Bax, 54.) zum 4:2 geschossen. Erstligaabsteiger SC80 schaffte es, erst durch Moritz Küppers (22.) und Johann Schmidt-Opper (35.) zum 2:2 und später durch Vincent Heger und Johann Schmidt-Opper (beide 57.) zum 4:4 auszugleichen. Im Shoot-out traf für den SC80 lediglich Küppers, bei den Wespen führten die Tore von Bax und Timo Rätke zum 2:1-Sieg.

 

Frankfurt verlor mit dem Punktverlust seinen zweiten Tabellenplatz an den Wiesbadener THC. Die Hessen ließen ihrem 5:3-Auftaktsieg gegen Aufsteiger ASV München einen 3:2-Auswärtssieg bei der TG Frankenthal folgen. Der WTHC war durch Simon Busch Torio (E, 15.) in Führung gegangen. Jonas Stroh (15.) und Tom-Luca Ballermann (30.) drehten dies zur Pausenführung der Pfälzer in deren erstem Saisonspiel. Die bessere zweite Hälfte hatten dann die Gäste. Frederick Lonnes (39.) und ein zweites Mal Simon Busch Torio (E, 56.) sorgten für den zweiten Wiesbadener Sieg.

 

Erfolgreicher als Frankenthal sind der HC Ludwigsburg und die Stuttgarter Kickers in die Runde gestartet. Der HCL schaffte einen beeindruckenden 6:1 (4:0)-Auswärtserfolg beim Nürnberger HTC. Malte Lindenthal (7.), Mathias Schurig (E, 21., 7m, 30.) und Johannes Oberlies (25.) schossen Ludwigsburg schon bis zur Halbzeit deutlich in Führung. Auch das Nürnberger 1:4 durch Fritz Bernet (E, 35.) irritierte die Gäste überhaupt nicht, sofort stellte Florian Köhler (36.) den alten Abstand wieder her, Amaury Rouquette (45.) machte schließlich das halbe Dutzend voll. Für Nürnberg läuten nach dem 1:7 in Zehlendorf und dem 1:6 auf eigenem Platz schon nach zwei Spielen die Alarmglocken.

Der HTC Stuttgarter Kickers startete dank seines Neuzugangs Lukas Plochy (2.) optimal ins Heimspiel gegen den TC Blau-Weiss Berlin. Florian Bauer (14.), Nicolas Vogt (32.) und Heimkehrer Sten Brandenstein (E, 48.) schraubten dann das Resultat zum 4:0 hoch. Völlig befreit war die Laune der Kickers nach Schlusspfiff aber nicht. Mit Nicolas Vogt (Schlüsselbeinbruch) und Lukas Grellmann (ebenfalls Schulter) fielen zwei Akteure aus, und zumindest bei Vogt wird die Rückkehr länger auf sich warten lassen.

 

Im Aufsteiger-Duell zwischen ASV München und TuS Lichterfelde gab es nach 60 Minuten keinen Sieger. Justus von Boehmer (7m, 23.) und Yanick Voß (E, 36.) brachten die Berliner Gäste 2:0 in Führung, im Schlussviertel verhinderten Tim Behrmann (47.) und Daniel Geißler (60.) die Heimniederlage. Der Zusatzpunkt ging mit 3:1 im Shoot-out an die Berliner nach Toren von Lijan Wehr, Maxim Wünschmann und Frederick Martins, weil beim ASV nur Jacob Schippan traf.

 

In der Nord-Gruppe sind von den vier weißen Westen nach dem Startspieltag nun nur noch zwei übrig. Aufsteiger Bremer HC musste zwar nach seinem 2:1-Auswärtscoup bei seiner Heimpremiere ein ganz klein bisschen zurückstecken, dennoch dürfte das 1:1 gegen Marienburger SC samt 4:3 gewonnenem Shoot-out trotzdem gefallen haben. Sachin Padayachee (E, 7.) für Bremen und Mario Weyers (11.) für die Kölner Gäste erzielten bereits im ersten Viertel die einzigen Tore. Bei den Penaltys schossen Julian Jimenez, Sachin Padayachee, Frederik treis und Paul Jentschke die Bremer zum Sieg, weil beim MSC nur Malte Hirz, Matthias Mielke und Caspar Berbuer trafen.

 

Ins Shoot-out musste auch der DTV Hannover. Im Heimspiel gegen den Düsseldorfer HC konnten die Niedersachen fast schon von Glück reden, überhaupt zu den Penaltys antreten zu dürfen. Denn der DTV lag nach Düsseldorfer Toren von Tyler Gades (E, 17.) und Jonas Cofalla (7m, 44./7m, 55.) drei Mal vorn. Doch Mauritz Goertz (40.), Bendix Goertz (7m, 49.) und Luis Goertz (E, 55.) egalisierten ebenso oft. Der Extrapunkt ging mit 3:2 nach DHC-Toren von Cofalla, Gaddes und Felix Waffenschmidt, bei DTV-Treffern von Juan Cruz Boretti und Ben Berthold, an die Gäste.

 

Club Raffelberg setzte sich mit 3:2 (1:1) gegen Blau-Weiß Köln durch. Der Aufsteiger aus der Domstadt konnte durch Victor Schach (9.) und Florian Kashkar (E, 45.) zwei Mal ausgleichen, es reichte am Ende aber nicht für einen Punkt. René Kramhöller (E, 6.) und Timo Wisomirski mit zwei Strafecken (35./50.) sorgten für den zweiten Dreier der Duisburger.

 

Erstligaabsteiger Gladbacher HTC setzte sich mit 1:0 bei Schwarz-Weiß Köln durch. Konstantin Hermanns (45.) sorgte mit seinem Treffer für den zweiten Sieg des GHTC, der durch die weniger geschossenen Tore seine bislang geteilte Tabellenführung nun ganz an Raffelberg abgeben musste. Es wird sich zum jetzigen Zeitpunkt der Saison gut verkraften lassen.

 

Der Großflottbeker THGC konnte einen Saisonfehlstart vermeiden, der ihm nach der Vorwochenniederlage (2:4 in Gladbach) und zwei Rückständen gegen Schwarz-Weiß Neuss drohte. Finn Langheinrich zum 0:1 (E, 1.) und Tim Hirt zum 1:2 (14.) ließen die Gäste jubeln. Doch Louis Lange (14.), der frühere Neusser Samir Khelil (33.) und Jan Eidenschink (E, 42.) wendeten die Sache noch zum Guten für die Hamburger Gastgeber. Neuss dagegen geht als Tabellenletzter in den Sonntagsspieltag.

 

Foto: ak_hockeyphotos