TOPTEAMS GABEN SICH KEINE BLÖßE
03. May 2026
Die Topteams der 2. Bundesliga Herren gaben sich am Wochenende, soweit sie überhaupt im Einsatz waren, keine Blöße. Der DSD Düsseldorf nutzte die Gelegenheit, den Vorsprung auf das spielfreie Großflottbek auf sieben Punkte auszubauen.
Während die auf den Plätzen zwei und drei der Nord-Gruppe liegenden Mannschaften Großflottbeker THGC und Düsseldorfer HC zur Untätigkeit gezwungen waren, kam Spitzenreiter DSD Düsseldorf beim Marienburger SC zu einem 3:0 (2:0)-Erfolg. Felix Reusch (22./41.) und Ben Marquardsen (7m, 23.) sicherten den elften Dreier im 13. Saisonspiel des DSD.
Marienburg wurde um zwei Plätze runter auf Rang sechs durchgereicht. Vorbeigezogen sind Club Raffelberg und Schwarz-Weiß Köln. Raffelberg setzte sich bei Schwarz-Weiß Neuss mit 5:2 (3:0) durch. Christopher Jones (8.), Florian Schirmer (27.) und Mats Langhanki (29.) hatten die Duisburger Gäste schon deutlich in Führung gebracht, als Jacob Eimer (34.) und Vitali Shevchuk (53.) die Sache noch einmal spannend machten. Nils Basfeld (57.) und Tim Basfeld (59.) machten den Sack dann für Raffelberg zu. SW Köln setzte sich zuhause mit 2:0 (2:0) über den Bonner THV durch. Kai Aichinger (Foto) sorgte mit zwei frühen Toren per Siebenmeter (2.) und aus dem Spiel heraus (11.) für die Entscheidung. Neuss und Bonn blieben am Tabellenende, wo für den BTHV bei sieben Punkten Rückstand kaum noch reelle Hoffnung auf den Klassenerhalt zu bestehen scheint.
In der Süd-Gruppe kamen die beiden Topteams zu klaren Siegen. Spitzenreiter Berliner HC und Verfolger Zehlendorfer Wespen haben bei nur drei Punkten Abstand untereinander sicherlich auch schon das Torverhältnis im Hinterkopf. Der BHC besiegte Schlusslicht Cöthener HC mit 11:1 (5:1). Leon Schmidt (2./33.), Nico Kirstein (E, 4./E, 39./57.), Mika Schmidt (16./60.), Marinus Mack (E, 18.), Philip Wever (28./44.) und Marius Gemmel (E, 31.) sorgten für den zweistelligen Sieg des Aufstiegsfavoriten. Max Walter traf zum zwischenzeitlichen 1:4 (24.) für Köthen, dessen direkter Wiederabstieg bei 13 Punkten Rückstand kaum noch zu vermeiden ist.
Die Wespen hatten mit dem TC Blau-Weiss eine ungleich härtere Nuss zu knacken. Das gelang mit 5:1 (0:0) nach längerer Anlaufzeit doch sehr überzeugend. Benedikt Schrenk (36.) brach nach torloser erster Hälfte den Bann, Mika Böttger mit zwei Strafecken (39./58.), Timo Rätke (42.) und Luca Fiehler (E, 59.) schossen die weiteren Zehlendorfer Tore. Mika Koesling hatte für die Gastgeber zum 1:2 (40.) verkürzt. Mit der deutlichen Niederlage verabschiedete sich der drittplatzierte TC Blau-Weiss endgültig aus dem Kreis der Aufstiegsanwärter.
Wichtige Punkte im Rennen um den Klassenerhalt konnten HG Nürnberg, TG Frankenthal und HC Ludwigsburg auf ihr Konto bringen. Die HGN bezwang die Stuttgarter Kickers trotz zweier Rückstände mit 4:3 (1:2). Florian Bauer (3.) und Leo Oberländer (22.) hatten die Kickers zweimal in Führung gebracht. Ben Müller (E, 8.) glich zum 1:1 aus, Florian Schmeiser mit zwei weiteren funktionierenden HGN-Ecken (35./45.) und Stephan Früling (42.) machten aus dem 1:2 ein 4:2, das Oberländer mit seinem zweiten Treffer (51.) nur noch verkürzen konnte.
Die HGN überholte mit ihrem Dreier den HC Ludwigsburg, der im Heimspiel gegen den Nürnberger HTC drei Rückstände aufholte. Für diese Leistung gab es wenigstens einen Punkt, weil das Shoot-out dann mit 0:2 verlorenging. Max Lassen (E, 3.), Nils Fitzgerald (11.) und Fredrik Büttner (39.) hatten die Gäste drei Mal in Front geschossen. Matthias Schurig mit zwei Strafecken (7./15.) und Malte Lindenthal (39.) führten Ludwigsburg immer wieder zurück. Im Shoot-out trafen nur Büttner und Paul Haustein für den NHTC.
Ein Shoot-out gab es auch im Spiel TG Frankenthal gegen Wiesbadener THC. Der Tabellenvierte WTHC lag nach dem Führungstreffer von Joel Correia (E, 11.) lange auf Siegkurs. Kurz vor Schluss erst konnte die TG durch Bastian Schneider (E, 59.) ausgleichen. Die Ausbeute schrumpfte für die Gäste von drei auf einen Punkt zusammen, als Frankenthal bei den Penaltys nach Toren von Ludovico Melideo und Yannick Koch sowie Correia für den WTHC mit 2:1 das bessere Ende hatte.
Foto: W. Chruscz