DIE HOFFNUNG SCHWINDET FÜR BONN UND KÖTHEN
26. April 2026
Für Bonner THV und Cöthener HC wird der Verbleib in der 2. Bundesliga Herren immer unwahrscheinlicher. Nach neuerlichen Niederlagen ist der Rückstand der beiden Tabellenletzten noch größer geworden.
In einem emotionalen Düsseldorfer Derby, bei dem pro Team zwei gelbe Karten gezeigt wurden, setzte sich Tabellenführer DSD mit 3:2 gegen den DHC durch. Paul Kramer hatte die Gäste in Führung gebracht (17.), das der DSD durch Moritz Hufer (E, 21.) zunächst zum 1:1-Pausenstand ausglich, ehe nochmals Hufer (E, 43.) und Yamato Kawakara (52.) den Spitzenreiter zum 3:1 brachten. Kramers zweites Tor (56.) brachte den DHC noch einmal heran, zu mehr reichte es allerdings nicht. Mit dieser Niederlage dürfte sich der Düsseldorfer HC aus dem Titelrennen verabschiedet haben.
Die einzige Mannschaft, die den Aufstieg des DSD Düsseldorf noch streitig machen könnte, dürfte der Großflottbeker THHGC sein. Der Erstligaabsteiger gewann sein Heimspiel gegen den Marienburger SC mit 2:0 (1:0). William Jeammot hatte die Hamburger Gastgeber früh in Führung gebracht (11.), aber sicher sein konnte sich Flotbek gegen die auswärtsstarken Gäste (Marienburg gewann seine ersten beiden Rückrundenspiele auswärts in Raffelberg und Braunschweig mit 3:2) seiner drei Punkte erst, als Jan Eidenschink in der Schlussphase noch das zweite Tor (E, 58.) folgen ließ.
Im Kampf um den Klassenerhalt machten Schwarz-Weiß Köln und Club Raffelberg große Schritte. Köln setzte sich beim Braunschweiger THC durch einen Eckentreffer von Kai Aichnger (33.) mit 1:0 (0:0) durch. Torreicher machte es Raffelberg. Die Duisburger drehten in Bonn einen 1:3-Pausenrückstand noch zum 5:3-Sieg. Der Tabellenletzte Bonner THV war durch Ole Henke (3.) und Julius Krummenacker (12./29.) auf gutem Weg zum dringend benötigten Dreier, ehe Raffelberg aufdrehte. Florian Schirmer (19.), Tim Basfeld (E, 42.), Mats Langhanki (43.), Arne Kill (51.) und Christopher Jones (60.) sicherten den Gästen, die sich sogar einen vergebenen Siebenmeter (27.) leisten konnten, den Auswärtsdreier. Für Bonn wird es bei jetzt sieben Punkten Rückstand und nur noch sechs Spielen mehr als eng.
Auch Hannover und Neuss bekamen im direkten Duell weitere Punkte für ihren Klassenverbleib dazu. Schwarz-Weiß Neuss holte beim DTV Hannover einen 0:2-Rückstand durch Tore von Thore LangHeinrich (E, 50.) und Vitali Shevchuk (60.) noch zum 2:2-Endstand aus. Die Niedersachsen gewannen zwar das Shoot-out mit 3:1 (Jonathan Lutz, Constantin Werner und Ben Berthold trafen für DTV; Shevchuk für Neuss) und holten den Extrapunkt, sie werden sich aber auch geärgert haben, dass die durch Luis Goertz (23./31.) herausgeholte 2:0-Führung nicht zu einem Dreier reichte.
In der Süd-Gruppe zeigte sich Spitzenreiter Berliner HC von seinem kleinen Samstagsausrutscher gegen Ludwigsburg erholt und schlug die TG Frankenthal klar mit 5:0 (1:0). Leon Schmidt (2.), Marius Gemmel (E, 33.), Marinus Mack (47.), Nico Kirstein (E, 51.) und Frederik Gohlke (54.). sorgten für die drei Punkte des Tabellenführers.
BHC-Verfolger Zehlendorfer Wespen war vor seinem Sonntagsspiel gegen Ludwigsburg gewarnt, und wie schon der Berliner HC am Samstag bekamen auch die Wespen die Widerstandsfähigkeit des HCL zu spüren. Durch Matthias Schurig mit zwei verwandelten Strafecken (12./20.) glichen die Barockstädter die frühe Zehlendorfer 2:0-Führung (Aaron Posdziech/E, 4. und Niel Bielenberg/9.) zum 2:2Halbzeitstand aus. Mika Böttger (E, 31.) und Julius Boeckel (50.) sicherten dann doch den 4:2-Erfolg der favorisierten Wespen, die weiter drei Punkte hinter dem BHC auf der Verfolgerposition liegen.
Nach zwei Niederlagen gelang dem HTC Stuttgarter Kickers mit dem 3:0 (2:0) über den Cöthener HC der erste Sieg des Jahres. Lukas Grellmann (E, 22.), Florian Bauer (26.) und Lasse Müller (56.) trafen für die Kickers, die ihren sechsten Tabellenplatz absicherten. Das punktlose Schlusslicht Köthen ist wohl nur noch rechnerisch vor dem Abstieg zu retten .
Foto: W.Chruscz