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COMEBACK DES OLYMPIASIEGERS ENDET IM DEBAKEL

18. October 2026

Lediglich drei Spiele bei den Herren und zwei bei den Damen sah das schmale Sonntags-Programm in der 2. Bundesliga vor. Dabei geriet in Nürnberg das Comeback von Olympiasieger Maximilian Müller (hier links im Bild mit NHTC-Damentrainer Tim Welsch) zum Debakel.

Müller, Goldmedaillengewinner von Peking 2008 und London 2012, rutschte am Sonntag ins Aufgebot seines Nürnberger HTC. Der Plan, mit der Erfahrung des 188-fachen Ex-Nationalspielers das nicht zuletzt durch das 3:8 am Samstag in Wiesbaden verunsicherte NHTC-Team zu stabilisieren, ging im Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers nicht auf. Auch der 39-jährige frühere Kapitän und Abwehrchef der deutschen Nationalmannschaft, inzwischen Vereinspräsident beim Nürnberger Traditionsclub, konnte die Abwehrlücken seiner jungen Truppe nicht schließen. Die Gäste fanden immer wieder Lücken und nutzten diese vor allem durch den Vierfach-Torschützen Lukas Plochy (10./23./36./43.) sowie Florian Bauer (5.) und Leo Oberländer (31.) zu sechs Toren, obwohl sie noch einen Siebenmeter (45./Brandenstein) ungenutzt ließen. Die Gastgeber konnten durch Max Lassen lediglich zum 1:4 (E, 32.) verkürzen. Am Ende stand ein 1:6 (0:3). Unschöner Schlusspunkt war die Rote Karte für Comebacker Maximilian Müller, der nach einem von Sten Brandenstein aus kurzer Distanz ihm auf die Hand geknallten Ball kurz die Beherrschung verlor und von Schiedsrichter Robin Rösslen wegen Beleidigung (51.) vom Platz gestellt wurde.

Nürnberg bleibt Tabellenletzter, Stuttgart holte sich den dritten Platz von Wiesbaden zurück.

 

Der HC Ludwigsburg konnte im Heimspiel gegen den TC Blau-Weiss Berlin einen Rückstand noch zum 2:1-Sieg umbiegen. Nach torloser erster Hälfte hatte Jacob Wiedmer (E, 41.) die Gäste in Führung gebracht. Es dauerte allerdings nur wenige Minuten, da hatten Simon Schilling (43.) und Florian Köhler (48.) das Resultat für den HCL gedreht, der damit seinen fünften Tabellenplatz stabilisierte, während Blau-Weiss Siebter bleibt.

 

Im einzigen Sonntagsspiel der Nord-Gruppe bezwang der DTV Hannover Schwarz-Weiß Köln mit 2:1 (2:0). Björn Bergh (2.) und Mauritz Goertz (19.) hatten die Niedersachsen zur 2:0-Pausenführung geschossen, Benjamin Bachmann verkürzte für Köln (53.), aber zu mehr reichte es den Gästen nicht. Beide Teams tauschten in der Tabelle die Plätze, Hannover ist jetzt Vierter.

 

Bei den Damen kam der HC Ludwigsburg zu einem glatten 5:0 (3:0)-Heimsieg über Aufsteiger Berliner SC. Anisa Czech (6./40.), Daniela Bauer (13./28.) und Svenja Krollmann (E, 45.) schossen die Tore zum zweiten Saisonsieg der Ludwigsburgerinnen, die in der Süd-Gruppe den fünften Platz belegen. Der BSC warten auch nach acht Spielen noch auf den ersten Punkt und hat kurz vor der der Saisonhälfte bereits sechs Zähler Rückstand auf die Konkurrenz.

 

Auch Eintracht Braunschweig nutzte sein Heimrecht gegen einen Aufsteiger. Im Heimspiel besiegten die Niedersächsinnen die SV Blankenese mit 3:1 (2:0). Emely Vysoudil (15.) und Emma Nolting (29.) sorgten für die Braunschweiger Pausenführung, die auch deshalb ohne Gegentor blieb, weil die Hamburger Gäste einen Siebenmeter (30.) vergaben. Im Schlussviertel verkürzte Blankenese durch Rika Lubiemski (48.), ehe Hannah Grüner (56.) für den 3:1-Endstand sorgte. Die Eintracht verbesserte um eine Position auf Rang sechs der Nord-Gruppe, Aufsteiger SVB bleibt Achter.

 

Foto: NHTC

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