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DAMEN: GLEICHE HALBFINALS WIE 2025 STEHEN FEST

24. May 2026

Im entscheidenden dritten Spiel am Sonntag konnten die Damen des Mannheimer HC und des Düsseldorfer HC ihre Teilnahme am Final4 perfekt machen. Damit kommt es kommenden Samstag in Bonn zu den exakt gleichen Halbfinalpaarungen wie im vorigen Jahr in Krefeld: Mannheim trifft auf den Harvestehuder THC, und Düsseldorf hat es mit dem Großflottbeker THGC zu tun.

Der DHC hatte mit dem 2:1-Sieg am Samstag die 0:3-Hinspielniederlage beim Berliner HC ausgeglichen und damit für ein Entscheidungsspiel am Sonntag gesorgt. Anders als vor allem im ersten Duell in Berlin reduzierte Gastgeber DHC die Eigenfehler auf ein Minimum und kreierte im Offensivspiel diesmal deutlich mehr Gefahr. So kam es nach 14 Minuten auich zur verdienten Führung, als sich Berlins Lotta Curanz im eigenen Kreis nur noch mit einem Foul an Sara Strauss zu helfen wusste. Schiedsrichterin Teresa Lipsky entschied auf Siebenmeter, den Clara Ycart Canal mit etwas Glück (Torhüterin Johanna Warnecke war dran) zum 1:0 verwandelte. Die für lange Zeit einzige BHC-Chance zum Ausgleich vergab dann Luzie Franz, die nach Abspielfehler von Annika Sprink alleine durch war, aber an Femke Jovy scheiterte.

Ansonsten hatte Düsseldorf das Spiel gut im Griff, doch bei nur knappem Vorsprung war verständlicherweise noch keine Sicherheit vorhanden. Erst das 2:0 durch Lisa Nolte, die ihre überragende Leistung mit einem starken Solo samt Rückhand-Abschluss krönte, brachte neun Minuten vor Ende die Vorentscheidung. Berlin opferte erst zwei Minuten vor Ende seine Torhüterin, kam tatsächlich auch noch zu zwei Abschlüssen, jedoch nicht mehr zu etwas Zählbarem. Damit blieb es beim 2:0 für den DHC, der erneut zur DM-Endrunde fahren darf, während der BHC weiter seit 2014 auf ein Feld-Final4 warten muss. „Wir haben das heute sehr souverän gemacht, auch wenn es bis zum 2:0 gegen eine gute BHC-Mannschaft knapp war“, zeigte sich Sara Strauss im Dyn-Interview „sehr stolz“ auf ihre Mannschaft.

 

Auch der andere Gastgeber des Entscheidungsspiels durfte jubeln. Der Mannheimer HC musste nach der 2:3-Samstagsniederlage gegen Rot-Weiss Köln nachsitzen und war ob der Kölner Stärke gewarnt. Mit frischer Konzentration ging der Ligagewinner an die Aufgabe, hatte das Spiel dann auch lange weitgehend im Griff. Verdient war deshalb auch die Führung, die Ines Wanner nach 18 Minuten mit einer auf sie abgelegten Ecke und Schlenzball hoch in den Winkel erzielte. Köln hatte bis zur Pause lediglich eine einzige Chance, als Jule Fischer auf Helena Würker durchsteckte, die aber den Ball aus kurzer Distanz am Kasten von Torhüterin Chiara Vischer vorbeistach.

Eine Vorentscheidung schien das 2:0, das Lucina von der Heyde anfangs des Schlussviertels mit einer krachenden Rückhand erzielte (48.). Köln blieb nichts anderes übrig, als alles nach vorne zu werfen. Und wie schon am Vortag bahnte sich eine erfolgreiche Aufholjagd an, als Rot-Weiss-Kapitänin Paula Brux eine Eckenserie mit einem erfolgreichen Schlag zum 1:2 (57.) beendete. Erst dann nahm Köln Torhüterin Maja Sielaff herunter (58.), doch zu einer echten Ausgleichschance kam es nicht mehr. Mannheim verteidigte den knappen Vorsprung bis zum Schlusspfiff.

 

Foto: Kramhöller / Sports-Gallery

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