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NIKLAS WELLEN UND PHILIPP JANSEN KRÖNEN IHR LETZTES HEIMSPIEL

16. May 2026

Vier Heimsiege und zwei Erfolge der Gastmannschaften gab es zum Auftakt der „best of three“-Serie der Herren um den Einzug ins Final-Four-Turnier und um den Klassenerhalt. Ligagewinner Hamburger Polo Club geht mit einem Rückstand in die zweite Runde.

Mit seinem zehnten Sieg in Folge, einem 3:1 (1:0) beim UHC Hamburg, hat sich Rot-Weiss Köln eine sehr gute Ausgangsposition für den Einzug ins Final-Fout geschaffen. In Abwesenheit des verletzten Eckenschützen Paul Glander übernahm dessen jüngerer Bruder Felix die Verantwortung beim Eckenschuss und brachte Köln nach 20 Minuten zur 1:0 Pausenführung. Im dritten Viertel verhinderte RW-Nationaltorwart Jean Danneberg zunächst mit einer Riesenparade gegen Ligatorschützenkönig Luis Bernstein den Ausgleich, das 1:1 (45.) durch Florian Sperling nach Stecher auf Zuspiel von Tom Schmidt-Didlaukies konnte er dann aber nicht mehr verhindern. Die Kölner Klasse zeigte sich darin, dass sich Rot-Weiss vom Rückschlag nicht lange beeindrucken ließ. Raphael Hartkopf brachte die Gäste gleich zu Beginn des Schlussviertels wieder in Führung (47.), und Tom Grambusch machte mit einer verwandelten Strafecke zum 1:3 (56.) schließlich den Deckel drauf.

 

Gar keine Tore in 60 Minuten gab es zwischen Uhlenhorst Mülheim und dem Club an der Alster. Nach dem 0:0 musste der Sieger folglich im Shoot-out gefunden werden. Ein einziger Fehlversuch durch Hamburgs Nationalspieler Johannes Große brachte letztlich die Entscheidung. Mülheim-Keeper Davey Harte stahl dem Spieler erfolgreich den Ball aus dem Schläger. Ein ähnliches Erfolgserlebnis war Alster-Torwart Thomas Alexander nicht vergönnt. Fast hatte er gleich den ersten Mülheimer Schützen Malte Hellwig gehabt, leistete sich dann aber ein Foul, so dass es Siebenmeter gab, den Timm Herzbruch dann zum 1:0 verwandelte. Da auch sämtliche folgende Mülheimer Versuche durch Herzbruch, Robert Duckscheer, Maximilian Stahmann und Kapitän Jan Schiffer drin waren, nutzten Alster seine Treffer von Anton Wildung, Nikolas Wellan und Dieter Linnekogel nichts mehr. Mülheim gewann 5:3 und fährt mit einem Sieg in der Tasche kommende Woche nach Hamburg.

 

Sein Heimrecht konnte auch der Harvestehuder THC nutzen. Gegen den TSV Mannheim Hockey brachten zwei Strafeckentreffer von Andrew McConnell (15./31.) die Gastgeber mit 2:0 in Front. Dann wachten die Gäste immer mehr auf. Ladislao Gencarelli brachte den TSV mit dem 1:2 (36.) zurück in die Partie. Später bejubelte Mannheim den Ausgleichstreffer, der wegen eines angeblichen Blocks gegen den HTHC von den Schiedsrichtern jedoch zurückgepfiffen wurde. Trotzdem hatte der TSV noch ein paar Mal das 2:2 auf dem Schläger, vor allem Rana Waheed tat sich dabei hervor, war aber unglücklich im Abschluss. Und so brachte Harvestehude das 2:1 (1:0) erfolgreich ins Ziel und fährt nächste Woche mit einem Vorsprung in den Süden.

 

Ein ebenso umjubelter wie emotionaler 5:4 (1:2)-Sieg gelang dem Crefelder HTC gegen den Hamburger Polo Club. Masi Pfandt brachte die Gastgeber per Ecke früh In Führung (5.). Simon Quinders (16.) und Kane Russell (E, 27.) machten daraus eine 2:1-Pausenführung der Gäste. Unter den Augen des bekannten Eishockey-Profis Leon Draisaitl drehte Krefeld das Resultat durch Masi Pfandt (33.), Niklas Wellen (41.) und Lucas Bachmann (44.) zum 4:2 für die Hausherren. Doch gewonnen war das Spiel damit noch lange nicht. Der Ligagewinner machte gehörig Druck und kam erst per Siebenmeter (45.; nach Stockfoul an Craig) und dann per Ecke (48.), zweimal durch Kane Russell eiskalt verwandelt, zum 4:4-Ausgleich. Das letzte Wort hatte allerdings der CHTC, als Masi Pfandt eine letzte Krefelder Ecke (54.) zum Siegtor einschlenzte. „Wir sind überglücklich und fahren jetzt mit Optimismus nach Hamburg“, so der emotional tief berührte Philipp Jansen nach seinem letzten CHTC-Heimspiel, das er an diesem Tag ebenso wie Niklas Wellen bestritt .

 

Im Abstiegsplaydown mussten Gladbacher HTC und Münchner SC ins Shoot-out. Lange hatte es nach einem Heimsieg der Niederrheiner ausgesehen, die nach Toren von Laurens Halfmann (31.) und Max Krischer (35.) bis weit ins Schlussviertel hinein mit 2:0 führten. Xaver Kalix (51.) und Harry Stone (58.) brachten den MSC aber noch zum 2:2 (0:0)-Gleichstand. Doch die Bayern konnten das Momentum dann nicht nutzen. Bei den Penaltys trafen lediglich Philipp Dirmeier und Benedikt Nahr. Idrees Abdulla und Mats Grambusch sorgten für den 2:2-Gleichstand nach je fünf Schützen. Dann traf Grambusch ein zweites Mal, und GTHC-Torhüter Phil Oberländer verleitete Benedikt Nahr zu einem Fehlschuss. Somit stand Gladbach als knapper Sieger des ersten Duells fest und fährt mit einem Vorsprung nach München, wo es in der Vorwoche noch eine 0:7-Niederlage des GHTC im letzten Ligaspiel gegeben hatte.

 

Seiner Favoritenrolle wurde der Mannheimer HC im zweiten Duell um den Klassenerhalt gerecht. Beim Ligaletzten SC Frankfurt 80 gewann der Vorjahreshalbfinalist MHC erwartungsgemäß klar mit 5:1 (3:0). Mit zwei schnellen Eckentoren von Matteo Poljaric (5./6.) hatte Mannheim gleich die Grundlage gelegt, vor der Pause erhöhte Benedikt Geyer auf 3:0 (26.). Den Frankfurter Anschlusstreffer durch Brian Philippsen (36.) beantwortete Jacob Anderson bald mit dem 1:4 (39.), den Schlusspunkt setzte dann Ben Hasbach (57.). „Es war wichtig, ohne große Schwierigkeiten zu gewinnen. Jetzt heißt es, die Sache mit einem guten Spiel nächste Woche zu beenden“, so MHC-Trainer Andreu Enrich.

 

Foto: H. Kramhöller / Sport-Gallery