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DAMEN: WEST SCHLÄGT NORD IM VIERTELFINALE

31. January 2026

Ohne Nord-Vertreter bei den Damen wird kommende Woche das „Volvo E.R.B. Final4 2026“ stattfinden. Sowohl der Nord-Erste Club an der Alster (4:7 gegen Rot-Weiss Köln) als auch der Nord-Zweite Harvestehuder THC (2:10 beim Düsseldorfer HC; Foto) schieden im Viertelfinale an West-Clubs aus. Drittes Team bei der DM-Endrunde in Frankfurt wird Titelverteidiger Mannheimer HC sein. Der Südmeister setzte sich gegen Ost-Vize TuS Lichterfelde mit 3:1 durch. Am Sonntag (12 Uhr) kämpfen Berliner HC und Münchner SC das letzte Ticket für das Saisonfinale aus.

Eine starke Abwehr und zwingende Konter mit entschlossenem Abschluss brachten Rot-Weiss Köln zum 7:4 (4:2)-Sieg beim Nordmeister Club an der Alster. Dabei begann es für die Hamburger Gastgeberinnen gut. Emily Wolbers brachte ihr Team nach zwei Minuten in Führung. Mehr Lücken fand Alster in der Folge aber nicht gegen konsequent verteidigende Kölnerinnen. Mit einem Doppelschlag durch Sophie Prumbaum (17.) und Antonia Lonnes (18.) drehte der West-Zweite das Spiel zu Beginn des zweiten Viertels. Und ein nächster Doppelschlag durch Maya Weber (E, 22.) und Inma Hofmeister nach famosem Sololauf von Paula Brux (23.) schraubten die Kölner Führung auf 4:1 hoch. Unmittelbar vor der Pause konnte Alster durch einen erfolgreichen Eckenableger von Hannah Gablac zum 2:4-Halbzeitstand verkürzen. Nach einem dritten Viertel komplett ohne Tore zog Rot-Weiss gleich nach Start des Schlussviertels durch Nika Hansen zum 2:5 (46.) weg. Alster-Coach Julian Tarres reagierte sofort, nahm Torhüterin Klara Batschko für eine sechste Feldspielerin vom Platz. Das Überzahlspiel brachte Hoffnung zurück, als Hamburg durch Emely Tödter (E, 51.) und Nele Aring per (7m, 55.) der Anschluss zum 4:5 gelang. Doch die Kölner Konter blieben brandgefährlich und effektiv dazu. Nachdem ein Prumbaum-Rückhandtreffer wegen gefährlichen Spiels noch zurückgepfiffen wurden, machten Nika Hansen (56.) und Paula Brux (57.) mit Empty-net-Toren den Sack für die die Gäste zu.

 

Titelverteidiger Mannheimer HC tat sich gegen TuS Lichterfelde sehr schwer, nutzte aber unterm Strich sein Heimrecht dann doch für den erneuten Einzug ins Final4. Gegen die defensiv hervorragend stehenden Berliner Gäste brauchte der Südmeister acht Minuten, um erstmals entscheidend eine Lücke zu finden. Nadine Kanler traf dann zum 1:0, und als Aina Kresken aus der Drehung dann auf 2:0 (12.) erhöhte, schien alles den erwarteten Gang zu nehmen. Aber TuSLi meldete sich kurz vor Ende des ersten Viertels mit dem Anschlusstreffer durch Jenna Gabel (15.) zurück. Nicht oft tauchte Lichterfelde im gegnerischen Kreis auf, aber wenn, dann wurde es gefährlich für MHC-Keeperin Leonie Weißenberger. Im zweiten und dritten Viertel fand das viel mehr den Ball habende Mannheim so gut wie keine Lücke im dichten TuS-Abwehrverbund, oft war das MHC-Offensivspiel aber auch zu statisch. Erste eine feine Einzelleistung von Europameisterin Charlotte Gerstenhöfer brachte gleich zu Beginn des Schlussviertels das 3:1 (46.). TuSLi war gefordert und nahm fünf Minuten vor Ende auch Torhüterin Emma Paul vom Feld. In der Überzahl sprang jedoch erst 25 Sekunden vor Schluss etwas Richtiges heraus, als Johanna Hildebrandt nach einer Attacke von Stine Kurz einen Siebenmeter herausholte. Hannah Lämmel ließ die Chance zum Anschlusstreffer aus, als sie den Ball rechts neben den Kasten setzte. So blieb es beim glanzlosen, aber auch nicht unverdienten 3:1-Sieg des Südmeisters.

 

Deutlich torreicher verlief das Duell zwischen Düsseldorfer HC und Harvestehuder THC. Der Nords-Zweite überraschte mit der Taktik, die Partie ohne Torhüterin zu beginnen. Das Kalkül von HTHC-Trainer Tobias Jordan ging nicht auf. Statt die Überzahl offensiv zu nutzen, kassierte man hinten zwei Empty-net-Tore durch Mabel Brands (4./8.). Nach dem 0:2 aus Gästesicht kam Torhüterin Sophie Völckel in den Kasten, doch besser wurde es aus Hamburger Sicht nicht. Nach toller Vorarbeit von Pia Lhotak erhöhte Friederike Heusgen auf 3:0 (14.). Düsseldorf war bestens drauf und nutzte im zweiten Viertel jede kleine Schwäche der Gäste konsequent aus. Brands (16./29.), Elisa Gräve (18.) und Selin Oruz (30.) schraubten das Resultat bis zum Pausenpfiff auf 7:0 hoch. Auch wenn der HTHC sich in der Kabine noch einmal sammeln konnte und dann auch eine stabilere Leistung im dritten Viertel zeigte – die dann auch mit den Treffern von Katharina Bauer (41.) und Maxi Green (E, 37.) belohnt wurde -, kam echte Spannung nicht mehr auf. Der DHC nahm die Partie irgendwann auch wieder in die Hand und stellte durch Brands fünften Tagestreffer (41.), Oruz (E, 43.) und Lucy Zich (E, 50.) den selbst in dieser Höhe nicht unverdienten 10:2-Erfolg her.

 

Damit hat Düsseldorf die Neuauflage des Vorjahres-Halbfinals gegen den Mannheimer HC perfekt, Rot-Weiss Köln wird im ersten Halbfinale auf den Gewinner des Sonntagspiels Berliner HC gegen Münchner SC treffen.

 

Foto: Kramhöller / Sports-Gallery