BERLINER HC VERVOLLSTÄNDIGT DAS DAMENFELD FÜR FRANKFURT
01. February 2026
Die Damen des Berliner HC stehen wie im Vorjahr unter den besten vier Hallenteams Deutschlands. Mit einem 3:2 (1:0)-Sieg im Viertelfinale gegen den Münchner SC qualifizierte sich der Vizemeister für das „Volvo E.R.B. Final4 2026“. In Frankfurt wird der BHC im Halbfinale auf Rot-Weiss Köln treffen, das sich gestern bereits wie auch Düsseldorfer HC und Titelverteidiger Mannheimer HC durchgesetzt hatte.
In der Sporthalle Schöneberg neutralisierten sich beide Teams lange Zeit, Tor wollten gegen die aufmerksamen Keeperinnen Maja Sielaff (BHC) und Selina Müller (MSC) und deren Abwehrreihen erst einmal nicht fallen. Erst zum Ende des zweiten Viertels erarbeitete sich der mehr fürs Spiel machende Ostmeister mal eine Lücke, die Bundesliga-Torschützenkönigin Philine Drumm (im Archivbild rechts) dann ganz abgeklärt zum 1:0 (26.) nutzte. Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeitpause, aus der die Gastgeberinnen hellwach zurückkamen. Nach drei Minuten spielte Benedetta Wenzel einen starken Pass in den Münchner Kreis, den Elissa Mewes traumhaft in Kopfhöhe ins MSC-Netz stach – 2:0 (33.).
Bis zur letzten Viertelpause fiel dem Süd-Zweiten nicht sonderlich viel ein, die Berliner Abwehr vor unlösbare Probleme zu stellen. Auch die meist nach Einzelaktionen herausgeholten Ecken klappten beim MSC bis dahin nicht. Aber entschieden war die Sache noch nicht. Gleich nach Beginn des Schlussviertels fasste sich Charlotte Remmele ein Herz, drang über rechts in den Kreis ein und traf punktgenau ins lange Eck – 1:2 (46.). München blieb jetzt am Drücker und belohnte sich auch bald ein zweites Mal, als Timea Tripps die sechste und letzte MSC-Ecke zum 2:2-Ausgleich (50.) einschoss. Alles wieder offen.
Ein Geniestreich von Philine Drumm sorgte dann sieben Minuten vor Ende für die erneute BHC-Führung. In kleiner Überzahl nach grün gegen den MSC nutzte die Berliner Europameisterin den Platz links im gegnerischen Schusskreis. Aus spitzem Winkel zirkelte Drumm den Ball über die Schulter von Torhüterin Müller ins obere Toreck – 3:2 (53.). Vier Minuten vor Ende setzte Gästecoach Fabian Fritsche auf die künstliche Überzahl, die seine Schützlinge zu hektisch und deshalb wenig genau ausspielten. Bis auf eine Halbchance sprang nichts Zählbares heraus, so dass beim Schlusspfiff der Jubel in der mit 700 Zuschauern gut gefüllten Berliner Halle groß war.
Der Berliner HC spielt kommenden Samstag um 12.00 Uhr das erste Halbfinale gegen Rot-Weiss Köln, um 14.15 Uhr werden dann Mannheimer HC und Düsseldorfer HC den zweiten Finalteilnehmer ausspielen.
Foto: Ebeling