MANNHEIMER DEFENSIVSTÄRKE BREMST ZEHLENDORF AUS
01. February 2026
Nach einjähriger Pause kehren die Herren des Mannheimer HC zurück ins Viererfeld der Hallen-DM-Endrunde zurück. Mit einem 5:3 (3:0)-Sieg bei den Zehlendorfer Wespen qualifizierte sich der Süd-Zweite für das „Volvo E.R.B. Final4 2026“. In Frankfurt wird der MHC im Halbfinale auf Uhlenhorst Mülheim treffen. Das zweite Halbfinale bestreiten TSV Mannheim Hockey und UHC Hamburg.
Mit einem gut ausbalancierten Defensivblock erstickte Mannheim in der Schöneburger Sporthalle den Angriffselan der Zehlendorfer Gastgeber, noch ehe sich dieser überhaupt entwickeln konnte. In der ersten Halbzeit ließ die MHC-Abwehr um den starken Jossip Anzeneder höchstens ein paar Wespen-Abschlüsse aus ganz ungefährlichen Winkeln zu, die dann auch kein Problem für den Mannheimer Keeper Florian Simon darstellten.
Auf der anderen Seite nutzte der erfahrenere Gast schnelle Ballgewinne zielstrebig aus. Nach zehn Minuten traf Carl von Strantz zur Gästeführung. Bald nach Beginn des zweiten Viertels erhöhte Luis Holste nach starker Vorarbeit von MHC-Kapitän Jan-Philipp Fischer, der gerade in Bandenzweikämpfen kaum einmal ein Duell verlor, zum 0:2 (18.). Als kurz vor der Halbzeit Benedikt Geyer die zweite Mannheimer Ecke zum 0:3 (29.) ins Zehlendorfer Netz schlenzte, sanken die Chancen des Ostmeisters immer weiter, zumal die ersten beiden eigenen Ecken unmittelbar vor der Pause relativ ungefährlich versandeten.
Doch Aufgeben war für die Wespen selbstverständlich keine Option, und mit neuem Elan ging es in den zweiten Durchgang. Der frühe Anschlusstreffer durch Aaron Posdziech, der Fischer vor der Mannheimer Torlinie den Ball aus dem Schläger klaute (32.), gab zusätzlichen Auftrieb. Es war die beste Phase der Berliner, die jetzt mit druckvollem Spiel an der bisherigen Souveränität des MHC kratzten, der kaum noch nach vorne kam. Doch kurz vor der letzten Viertelpause folgte ein Rückschlag für die Wepsen. BL-Torjägerkönig John Dammertz, der vom MHC nahezu komplett aus dem Spiel genommen wurde, kassierte für Ins-Brett-Spielen eine grüne Karte, die Mannheim sofort eiskalt zum 1:4 (43.) ausnutzte, als Anzeneder ein starker Pass durch die Schnittstelle auf Torschütze Mario Schachner gelang.
Trotzdem wurde es im Schlussviertel noch einmal spannend. Mit einem Siebenmeter nach Stockfoul an Martins verkürzte Kapitän Paul Philipp zum 2:4 (51.), und Mikla Böttger schlenzte die sechste und letzte Zehlendorfer Ecke zum 3:4 (53.) ins Netz. Mannheim geriet nur kurz ins Wanken und hatte vor allem eine schnelle Antwort parat. Anzeneder verwandelte die dritte MHC-Ecke nervenstark zum 3:5 (55.). Darauf hatten die Wespen dann keine Antwort mehr, auch wenn man es die letzten drei Minuten über mit der künstlichen Überzahl versuchte. Der Traum von der ersten Endrundenteilnahme seit 2013 war für das junge Wespen-Team beendet
„Defensive mit unseren guten tiefen Brettern können wir halt. Damit haben wir die Wespen heute bezwungen, auch wenn sie in der zweiten Halbzeit nochmal gut aufgekommen sind. Der Knackpunkt war unser Eckentor zum 5:3“, so Gästekapitän Jan-Philipp Fischer.
Foto: Hockeyliga