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DUELL UM PLATZ VIER DÜRFTE DIE GRÖßTE SPANNUNG BIETEN

07. May 2026

Am 22. und letzten Spieltag der 1. Bundesliga Damen scheinen dramatische Verwerfungen in der Tabelle nicht mehr möglich. Völlig ausgeschlossen ist es allerdings nicht, dass es am Sonntag noch zur ein oder anderen Veränderung kommt.

Der zuletzt hochspannende Dreikampf zwischen Rot-Weis Köln, Großflottbeker THGC und Bremer HC um zwei noch freie Plätze im DM-Viertelfinale scheint seit vergangenem Sonntag entschieden, nachdem Bremen durch seine 1:3-Heimniederlage gegen den Münchner SC (Foto) seine Ausgangsposition dramatisch verschlechterte. Statt eines wirklichen Endspielcharakters hat das bevorstehende Duell zwischen Flottbek und Bremen ziemlich Schieflage, was die Chancenverteilung angeht. Die Hamburger Gastgeberinnen können sich sogar eine Niederlage mit fünf Toren Unterschied leisten, ohne von Bremen im Abschlussklassement noch überholt zu werden. Bei solch einem Resultat wären GTHGC und BHC zwar exakt punkt- und torgleich, doch Flottbek würde wegen der mehr erzielten Siege immer noch die Nase vorn behalten.

 

Noch eine Spur ungefährdeter als im Fall von Flottbek ist für Rot-Weiss Köln der Platz in den Play-offs. Die Rheinländerinnen – seit vergangenen Samstag wieder mit Pia Maertens im Kader, die beim 4:0-Sieg über Frankfurt ihr Bundesliga-Comeback nach über drei Jahren Verletzungspause gab – könnten im Auswärtsspiel beim Club an der Alster selbst eine Niederlage mit sechs Toren Unterschied einstecken, ohne noch in die Play-down-Ränge zu rutschen. Sollte Bremen nicht in Flottbek gewinnen, wäre Köln sogar auf alle Fälle fürs Viertelfinale qualifiziert.

Sehr viel realistischer ist, dass es zwischen den punktgleichen Flottbek und Köln nur noch um den besseren, siebten Tabellenplatz geht, während Bremen wohl als Neunter in die Play-down-Runde gehen wird.

 

An der Tabellenspitze sind die ersten drei Plätze schon vor der Schlussrunde sicher vergeben. Der Mannheimer HC ist wie im Vorjahr Hauptrundengewinner und damit für die Euro Hockey League qualifiziert. Zum Abschluss der Ligaphase trifft der MHC auf Schlusslicht Club Raffelberg. Die Duisburgerinnen müssten nicht nur in Mannheim gewinnen, sondern gleichzeitig auf eine torreiche Frankfurter Niederlage beim UHC Hamburg hoffen, um den letzten Tabellenplatz noch an den SC80 abgeben zu können.

 

Der Club an der Alster wird als Ligazweiter in die Play-offs gehen, völlig egal, wie das Spiel gegen Köln ausgeht. Ähnliches gilt für den dritten Platz des Düsseldorfer HC, der zum Abschluss beim Münchner SC antritt. Auch für die Bayerinnen wird sich durch den Ausgang ihres Heimspiels gegen den DHC nichts mehr am zehnten Tabellenplatz ändern.

 

Am spannendsten dürfte am Sonntag der Kampf um Platz vier werden. Hier treten der aktuell fünftplatzierte Berliner HC gegen den viertplatzierten Harvestehuder THC an. Die mit zwei Punkten in Rückstand liegenden Hauptstädterinnen brauchen einen Sieg, um den amtierenden Meister HTHC noch zu überholen. Es wäre der Auftakt von bis zu vier Spielen in Serie zwischen Berlin und Harvestehude, wenn sich die beiden Teams in der Play-off-Runde begegnen sollten.

 

Dieses Szenario wird es nur dann nicht geben, wenn der Berliner HC am Sonntag weniger als zwei Punkte gegen den HTHC erringt und gleichzeitig der UHC Hamburg sein Heimspiel gegen den SC Frankfurt 80 gewinnt. Dann nämlich würden die Uhlenhorsterinnen noch auf Rang fünf vorrücken und den BHC auf Position sechs abrutschen lassen. Dann gäbe es im Viertelfinale das Hamburger Derby HTHC gegen UHC, und Berlin hätte Düsseldorf als Kontrahent im Play-off.

 

Foto: Kaste / Sports-Gallery