WER NEBEN ALSTER HOLT SICH DEN GRUPPENSIEG?
22. January 2026
Vor dem die Ligaphase abschließenden Doppelwochenende in der 1. Bundesliga Damen steht lediglich fest, dass der Club an der Alster als Nord 1 das Viertelfinale gebucht hat. In den drei anderen Gruppen müssen sich am Schlussspieltag noch die Platzierungen der Topplätze ergeben. Auch sämtliche vier Absteiger stehen noch nicht fest.
Gruppe Nord
Die besten Aussichten, hinter dem Gruppensieger Alster als Nord 2 in die Play-off-Runde einzuziehen, besitzt der Harvestehuder THC. Der Feldmeister könnte im einzigen Freitagsspiel mit dem UHC Hamburg einen der beiden noch im Rennen befindlichen Konkurrenten im direkten Duell eliminieren. Der andere Bewerber auf Platz zwei ist der Großflottbeker THGC, der am Samstag gegen Alster Heimrecht hat und sonntags nach Braunschweig zur Eintracht reisen muss. Harvestehude kann den Dreikampf aus eigener Kraft für sich entscheiden, hat am Sonntag mit dem Club an der Alster aber auch noch ein hartes Brett vor sich.
Am Tabellenende machen Braunschweig und der Bremer HC den Abstieg unter sich aus. Das direkte Duell am Samstag in Bremen könnte bereits eine Entscheidung herbeiführen, wenn die Eintracht ihren Hinspielerfolg wiederholen sollte. Siegt allerdings Bremen, dann hätte der BHC nach Punkten aufgeschlossen und dank des besseren Torverhältnisses die Rote Laterne an den niedersächsischen Aufsteiger weitergegeben. Und dann wäre es am Sonntag ein Fernduell, wenn Bremen beim UHC antritt und Braunschweig Flottbek zu Gast hat.
Gruppe Ost
Angesichts von sechs Punkten und 38 Toren Vorsprung auf Platz zwei steht hinter dem Gruppensieg des Berliner HC lediglich noch ein theoretisches Fragezeichen. Auswärts beim ATV Leipzig und im Heimspiel gegen den TC Blau-Weiss Berlin will der Tabellenführer sicherlich seine weiße Weste ins Viertelfinale mitnehmen. Ebenso wie auf den BHC als Erster kann man sich normalerweise auf TuS Lichterfelde als zweiten Play-off-Teilnehmer des Ostens einstellen. TuSLi geht mit fünf Punkten Vorsprung auf Blau-Weiss Berlins ins Schlusswochenende, bei dem Lichterfelde erst den Berliner SC empfängt und dann bei den Zehlendorfer Wespen anzutreten hat. Die Wespen stehen im gesicherten Mittelfeld und spielen am Samstag gegen Blau-Weiss.
Ein mittleres Wunder müsste für den ATV Leipzig eintreten, damit der Abstieg noch vermieden werden kann. Fünf Punkte beträgt der Rückstand auf den Tabellenfünften BSC. Um dies wettzumachen wäre neben dem Sieg beim BSC auch noch ein Leipziger Triumph gegen den übermächtigen BHC nötig. Kaum vorstellbar.
Gruppe Süd
Mannheimer HC und Münchner SC stehen als die beiden Süd-Vertreter im Viertelfinale bereits fest – unklar ist nur, wer als Süd 1 das Heimrecht beanspruchen kann und wer als Zweiter nach Berlin reisen muss. Der amtierende Meister MHC hat sich seine zwischendurch verlorene Tabellenführung wieder von den Bayerinnen zurückgeholt. Damit es am Sonntag in München zu einem echten Endspiel um Platz eins geht, darf der MSC den aktuellen Zwei-Punkte-Rückstand nicht weiter anwachsen lassen. Am Samstag spielt München beim HC Ludwigsburg, der MHC hat Heimrecht gegen den TSV Mannheim.
Alle anderen vier Teams kämpfen noch um den Klassenerhalt. Die schlechtesten Karten hat dabei die HG Nürnberg. Alles andere als ein Heimsieg am Samstag gegen Feudenheimer HC wäre wahrscheinlich der vorzeitige K.o.-Schlag für die Fränkinnen. Schon bei einem HGN-Unentschieden wären zumindest HC Ludwigsburg und TSV Mannheim gerettet. Falls Nürnberg Feudenheim schlägt, könnte es am Sonntag bei den Duellen Ludwigsburg gegen Nürnberg sowie Feudenheim gegen TSV Mannheim zu einem hochspannenden Finish kommen.
Gruppe West
Wie Club an der Alster und Berliner HC hat auch der Düsseldorfer HC (Foto) bisher alles gewonnen. Sollte am Samstag beim HTC Uhlenhorst Mülheim dem DHC der neunte Sieg gelingen, wäre der Gruppensieg praktisch schon vor dem abschließenden Duell bei Rot-Weiss Köln sicher. Denn Verfolger Rot-Weiss liegt drei Punkte und 26 Tore hinter dem DHC zurück. Köln spielt am Samstag beim DSD Düsseldorf, der in dieser Partie zwingend einen Sieg bräuchte, um nicht schon vor dem letzten Spieltag als Absteiger festzustehen.
Die schnelle Rückkehr in die zweite Liga wäre für den Vorjahresaufsteiger DSD auch dann schon gewiss, wenn der Tabellenfünfte Bonner THV sein Samstagsspiel beim Club Raffelberg für sich entscheiden könnte. Am Sonntag treffen dann Bonn und DSD aufeinander. Für Mülheim und Raffelberg geht es am Sonntag im direkten Duell um den dritten Platz in der Abschlusstabelle.
Foto: Kramhöller / Sports-Gallery