SHOWDOWN IN MANNHEIM MIT KAMPF UM DEN LETZTEN PLAY-OFF-PLATZ
07. May 2026
Zum letzten Mal in dieser Feldsaison der 1. Bundesliga Herren geht es um Punkte. Am Sonntag stehen am 22. Spieltag noch einige Entscheidungen an. Die Blicke gehen dabei vor allem nach Mannheim.
Die Tabellenkonstellation vor der Schlussrunde der höchsten Spielklasse liefert ein echtes Endspiel zwischen dem Mannheimer HC und dem Crefelder HTC um den letzten freien Platz im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft. Beide Teams liegen als Achter (MHC) und Neunter (CHTC) im Grenzbereich zwischen Play-off- und Play-down-Teilnahme. Mannheim hat den Vorteil, mit einem Punkt Vorsprung, dem minimal besseren Torverhältnis und mit Heimrecht in diesen Showdown gehen zu können. Krefeld muss also gewinnen, um in der Abschlusstabelle noch auf dem achten Rang landen und damit den Traum von einer erfolgreichen Titelverteidigung aufrecht erhalten zu können.
Die Möglichkeit, dass dem amtierenden Meister CHTC auch ein Sieg im Shoot-out (wie im Hinspiel Anfang November in Krefeld; Foto) zum Erreichen der Play-offs reichen könnte, ist allenfalls theoretischer Natur. Denn für solch einen Fall müsste der UHC Hamburg sein Spiel gegen den Harvestehuder THC mit mindestens 17 Toren Unterschied verlieren, um dann auf den neunten Platz zu fallen. Eigentlich geht es in diesem Hamburger Duell lediglich um die bessere Platzierung bei den Rängen sechs und sieben.
Außerdem gibt es am letzten Ligaspieltag noch das Fernduell zwischen dem Hamburger Polo Club und Rot-Weiss Köln um den Gewinn der Hauptrunde und die damit verbundene Qualifikation für die Euro Hockey League 2027. Polo würde zur Verteidigung seines ersten Tabellenplatzes bereits ein Punkt aus dem Spiel beim Club an der Alster genügen. Köln müsste auf Schützenhilfe des Tabellendritten Alster hoffen und gleichzeitig sein eigenes Spiel beim HTC Uhlenhorst Mülheim gewinnen, um noch den Ligagewinn und das erste EHL-Ticket zu erlangen.
Auch der TSV Mannheim Hockey dürfte stark am Ausgang des Westklassikers Mülheim gegen Köln interessiert sein, besteht doch für den TSV noch die Möglichkeit, bei einer Mülheim Niederlage und einem eigenen Heimsieg über den SC Frankfurt 80 die Mülheimer noch vom vierten Platz zu verdrängen. Das hätte für Mannheim den Vorteil, im wahrscheinlichen Viertelfinal-Duell mit Mülheim das Heimrecht in einem dritten Entscheidungsspiel zu haben.
Ebenfalls um die bessere Ausgangsposition für die anstehenden K.O.-Spiele geht es im Aufeinandertreffen zwischen dem Münchner SC und dem Gladbacher HTC. Dass sich beide Teams in der anstehenden Play-down-Serie um den Klassenerhalt gegenüberstehen werden, steht bereits fest. Der MSC muss am Sonntag gewinnen, um Gladbach noch von Platz zehn zu verdrängen. Sollte das nicht gelingen, wäre Gladbach bereits die Woche darauf wieder in München zu Gast, diesmal zum Auftakt der Abstiegsrunde.
Foto: Kramhöller / Sports-Gallery