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HEFTIGES PROGRAMM IM SAISONENDSPURT DER HERREN

15. January 2026

Nach dem Jahresauftakt mit der EM in Heidelberg geht in nun auch in der 1. Bundesliga Herren in 2026 los. Und zwar richtig heftig: Innerhalb von neun Tagen stehen die letzten vier Ligaspieltage an, ehe am 25. Januar alle Entscheidungen in Bezug auf Viertelfinalteilnehmer und Abstieg gefallen sind.

Die Teams der Gruppe West hatten sich vor der Weihnachtspause den sechsten Spieltag ausgespart, der in allen anderen drei Gruppen schon gespielt wurde. Nachgezogen hat der Westen nun unter der Woche. Für einen Spieler wurde es ein hartes Programm: Am Sonntag spielte Sten Brandenstein in Heidelberg noch das Spiel um die EM-Bronzemedaille (Foto), am Dienstag stand er schon wieder mit dem Crefelder HTC zum Auswärtsspiel bei Rot-Weiss Köln auf dem Spielfeld. Und der Torjäger trug seine zwei Treffer zum 8:7 (3:2)-Sieg der Krefelder bei. Anton Boomes (2), Lucas Bachmann (2), Christian von Ehren und Timo Kossol steuerten die weiteren CHTC-Treffer bei. Gastgeber Rot-Weiss konnte nie vorlegen, hatte aber beim Stand von 6:6 (43.) aber noch alles in der Hand, ehe der CHTC sich wieder zum 6:8 (57.) absetzte. U21-Weltmeister Justus Warweg war bei seinem ersten Halleneinsatz gleich bester Kölner Schütze (3), außerdem trafen Henry Kunz (2), Caius Warweg und Kasimir Lawrenz.

Für eine Nacht war Krefeld wieder Tabellenführer, ehe sich Uhlenhorst Mülheim Platz eins durch einen 10:9 (3:5)-Sieg beim Gladbacher HTC wieder zurückholte. Die Gastgeber lagen nach der Halbzeit mal mit drei (6:3/33.) und später mit zwei Toren (8:6/49.) vorn. In einer hektischen Schlussphase kassierte Mats Grambusch erst gelb und wenig später gelb-rot. Mit einer verwandelten Schlussecke des erfolgreichsten Mülheimer Torschützen William Sanda (5) kamen die Gäste zum Siegtreffer, außerdem trafen Lukas Mertgens (2), Maximilian Stahmann, Lukas Windfeder und Robin Holthaus. Gladbachs Laurens Halfmann (3), Mats Grambusch (2), Max Silanoglu (2) und Niklas Braun (2) trafen letztlich vergebens.

Eine Vorentscheidung könnte im Abstiegskampf gefallen sein. Der DSD Düsseldorf revanchierte sich für die Hinspielniederlage gegen Blau-Weiß Köln und nahm in der Domstadt mit 9:6 (3:3) drei wichtige Punkte mit. Ein 0:3 drehte Köln zum 4:3 (41.) um, um dann wieder mit 5:8 (55.) in Rückstand zu geraten. Joshua Delarber (2), Victor Schoch, Silas Erberich, Julius de Wall und Ben Duetz trafen für Blau-Weiß, Maximilian Bergs (4), Mats Westphal (2), Ben Marquardsen, Julius Stauder und Moritz Hufer sorgten für den Sieg des Aufsteigers.

 

Die unter der Woche aktiven Westteams müssen am Wochenende gleich wieder ran, und zwar doppelt. Die Topteams Mülheim (gegen RW Köln und in Düsseldorf) und Krefeld (gegen Düsseldorf und bei BW Köln) schreiben das Fernduell um Platz eins fort. Gladbach will gegen die Kölner Teams Blau-Weiß und Rot-Weiss die letzten Zweifel am Klassenerhalt zerstreuen.

 

Im Norden geht es am Freitag mit den Hamburger Spielen Harvestehude gegen Polo Club sowie UHC gegen Großflottbek los. Der Club an der Alster und DTV Hannover steigen mit ihrem Duell am Samstag ein. Am Sonntag stehen sich Polo und Flottbek, DTV und HTHC sowie UHC und Alster gegenüber. Die oberen drei der Tabelle (HTHC, UHC, Polo) müssen noch einen unter ihnen aus den Viertelfinalplätzen rauskegeln, die unteren drei (Alster, Flottbek, DTV) kämpfen um den Klassenerhalt.

 

Für den SC Frankfurt 80 geht es am Wochenende knallhart um die vielleicht schon letzten Chancen, den Abstieg aus der Gruppe Süd abwenden zu können. In den Heimspielen gegen Münchner SC und HC Ludwigsburg müssen zwingend die ersten Saisonpunkte her, um dann am Schlusswochenende möglichst aus eigener Kraft noch um den Klassenerhalt zu spielen. Die vier Punkte vor Frankfurt liegenden Stuttgarter Kickers werden sich angesichts ihres ultraschweren Wochenendprogrammes (beim TSV Mannheim und zuhause gegen Mannheimer HC) schwertun, das Polster zu vergrößern. MHC gegen Ludwigsburg und TSV gegen München vervollständigen das Programm.

 

Im Osten hat Spitzenreiter Zehlendorfer Wespen die einzige verbliebene weiße Weste der 1.BL in den Heimspielen gegen HC Roseneck und Berliner HC zu verteidigen. Sollte das gelingen, ist das Heimrecht im Viertelfinale gewiss. Der BHC, der am Samstag noch gegen Aufsteiger Cöthener HC spielt, will die vorzeitige Entscheidung um den Gruppensieg durch einen Sieg bei den Wespen aufschieben und sich zugleich nach hinten absichern. Denn der Tabellendritte TC Blau-Weiss ist nur einen Punkt hinter dem BHC und könnte mit Siegen gegen TuS Lichterfelde und in Köthen den Druck noch einmal gewaltig erhöhen. Schließlich spielt TuSLi noch gegen Roseneck.

 

Foto: Worldsportpics