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83. DM DER HERREN EINE HAMBURGER STADTMEISTERSCHAFT?

14. May 2026

Ab jetzt zählen nur noch Siege, die Zeit des Punktesammelns ist erst einmal vorüber. Am Samstag geht es im Modus „best of three“ in die erste Runde der Play-off- und Play-down-Spiele. Die acht punktbesten Teams der 1.Bundesliga Herren kämpfen im Viertelfinale um den Einzug ins Final4, für die unteren Vier steht der Klassenerhalt auf dem Spiel.

Die vier Hamburger Vertreter Polo Club, Club an der Alster, Harvestehuder THC und UHC treffen auf die Mannschaften aus Krefeld, Köln, Mülheim und Mannheim (TSV). Im Extremfall sind am 30./31. Mai auf der Anlage des Bonner THV vier Hamburg-Teams unter sich und spielen quasi als Stadtmeisterschaft den 83. Titel eines deutschen Feldmeisters unter sich aus.

 

Der durch seinen Hauptrundengewinn der 1.Bundesliga bereits für die Euro Hockey League 2027 qualifizierte Hamburger Polo Club trifft auf den Crefelder HTC. Der amtierende Meister hatte sich am letzten Ligaspieltag durch einen Auswärtssieg beim Mannheimer HC gerade noch in die Play-off-Runde gerettet. Krefeld hat zum Auftakt Heimrecht und würde am Samstag (13 Uhr) sicherlich gern jenen Spielausgang haben, den es vor einem Jahr im DM-Halbfinale (Foto) mit 4:2 gab. Die beiden Liga-Duelle der laufenden Saison gewann Polo mit 6:4 in Hamburg und 2:1 in Krefeld. Einen weiteren Polo-Sieg gab es außerdem beim Aufeinandertreffen im EHL-Platzierungsspiel (5:4) an Ostern in Hertogenbosch.

 

Der Ligazweite Rot-Weiss Köln zeichnet sich als die beste Mannschaft der Rückrunde aus, ging in den letzten neun Spielen immer als Sieger vom Platz. Play-off-Gegner UHC Hamburg will diese Serie am Samstag (12 Uhr) im Heimspiel brechen. Beide Saisonaufeinandertreffen gegen Köln gingen für die Hamburger Uhlen verloren: mit 1:4 in der Hinrunde in Köln und mit 3:4 in der Rückrunde in Hamburg.

 

Das dritte West-Hamburg-Viertelfinalduell bringt HTC Uhlenhorst Mülheim und Club an der Alster zusammen. Mülheim stand zeitweise auf dem zweiten Tabellenplatz, rutschte am Ende aber noch auf Rang sechs ab und trifft somit auf den Ligadritten Alster. Die in der vorigen Saison als Neunter überraschend in die Abstiegsrunde gerutschten Hanseaten meldeten sich mit dieser Platzierung eindrucksvoll zurück. Der Start der Serie erfolgt am Samstag (12:15 Uhr) im Mülheimer Waldstadion, wo der HTC Uhlenhorst im Herbst sein Ligaduell gegen Alster auch mit 4:2 für sich entscheiden konnte. In der Rückrunde trennten sich beide Teams 2:2 in Hamburg, wo Alster sich dann mit 3:1 im Shott-out den Extrapunkt sicherte.

 

Der einzige Viertelfinalist, der nicht aus dem Westen oder Hamburg stammt, ist der TSV Mannheim Hockey. Die Baden-Württemberger halten als Ligavierter die Fahne des Südens hoch und treffen im Play-off auf den fünftplatzierten Harvestehuder THC. Die Hanseaten haben im ersten Duell (12:30 Uhr) Heimrecht und würden sicherlich gerne an das 5:2 anknüpfen, das es in der Hinrunde in Hamburg gegen den TSV gab. In der Rückrunde trennten sich beide Teams 1:1 in Mannheim, wobei der TSV durch das 4:3 im Shoot-out den Extrapunkt behielt.

 

Im Play-down treffen Gladbacher HTC und Münchner SC aufeinander, die sich erst vergangenen Sonntag zum Abschluss der Ligaprogramms in München begegnet waren, wo der MSC durch ein fulminantes 7:0 dem GHTC noch Platz zehn abgenommen hatten. Gladbach würde zum Auftakt (13 Uhr) natürlich gerne an den 2:1-Heimsieg über München aus der Hinrunde anknüpfen.

 

Ein nach dem Saisonverlauf äußerst ungleiches Duell steht zwischen dem SC Frankfurt 80 und dem Mannheimer HC an. Der Vorjahreshalbfinalist MHC wurde erst am letzten Spieltag durch das 3:5 gegen Krefeld in die Abstiegsrunde verdrängt und das mit 34 Punkten. Für Frankfurt stand dagegen schon lange fest, dass der Erhalt der Erstklassigkeit nur über das Play-down gelingen kann. Sämtliche 22 Ligaspiele verlor der SC 80 mit einer Tordifferenz von -107. Auch die beiden Ligaduelle verliefen deutlich: Der MHC gewann in der Hinrunde mit11:0 und siegte auch in Frankfurt klar mit 5:0. Der SC80 beginnt mit einem Heimspiel (14:30 Uhr).

 

Am Pfingstsamstag, 23. Mai, haben dann die besser platzierten Mannschaften Heimrecht. Sollte nach zwei Spielen noch kein Sieger der Serie feststehen (das Torverhältnis spielt keine Rolle), gibt es am Pfingstsonntag, 24. Mai, ein entscheidendes drittes Spiel beim Besserplatzierten.

 

Foto: A.Kaste