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EIN SAISONSTART MIT GANZ VIELEN ANREIZEN

17. September 2026

Mit dem stets reizvollen Mannheimer Derby am Freitagabend und tags darauf der Neuauflage des DM-Endspiels 2026 startet die 1. Bundesliga Herren schwungvoll in die neue Feldsaison 2026/27.

Es bedürfte nicht noch der zusätzlichen Ehre des Saison-Openers, um das Nachbarschaftsduell der beiden Mannheimer Erstligateams anzuheizen. Nach jahrelanger Dominanz des Mannheimer HC in diesen Derbys hatte sich das Momentum zuletzt zugunsten des TSV Mannheim Hockey verschoben. Die „Tigers“ vom Fernmeldeturm gewannen in der vorigen Saison beide Aufeinandertreffen (zuerst 2:1 auf eigenem Platz, dann gar 4:0 beim MHC) und landeten in der Abschlusstabelle auch weit vor dem etablierteren Nachbarn, der sich sogar in der Play-down-Runde wiederfand. Jetzt werden die Karten neu gemischt, wobei es auf beiden Seiten große personelle Veränderungen gibt und man beim MHC noch nicht wieder auf Gonzalo Peillat zurückgreifen kann, der nach seinem Kreuzbandriss im November 2025 noch weiter Zeit braucht. Anstoß des ersten von 132 Hauptrundenspielen der neuen Saison ist am Freitag um 19:30 Uhr beim MHC.

 

Alle anderen zehn Herren-Erstligisten steigen am Tag darauf ein. Mit der Partie zwischen Uhlenhorst Mülheim und Hamburger Polo Club steht gleich die Neuauflage des DM-Endspiels vom 31. Mai auf dem Programm. Damals gewann Polo glatt mit 4:0 und holte sich seinen ersten Meistertitel. Einer, der im Finale noch die Eule auf der Trikotbrust trug, kehrt gleich bei seinem ersten Einsatz für Hamburg an seine jahrelange Wirkungsstätte zurück: Timm Herzbruch. Auch oder vielleicht genau diese Personalie verleiht dem Spiel einen zusätzlichen Reizpunkt.

 

Für Polo bleibt es am Startwochenende nicht beim Auftritt in Mülheim, es geht am Sonntag weiter zum Crefelder HTC. Da treffen dann die Meister von 2025 (CHTC) und 2026 (Polo) aufeinander, die sich in der vorigen Saison eine epische Viertelfinalserie mit dem knappen Hamburger Happy-End geliefert hatten. Und auch hier wird mit dem Neu-Krefelder Paul Smith schon zu Saisonbeginn jemand auf seine bisherigen Teamkameraden treffen. Der CHTC bestreitet sein erstes Spiel am Samstag gegen den UHC Hamburg, der aufgrund einiger hochkarätiger Zugänge für viele als Geheimtipp gilt.

 

Die beiden Aufsteiger können mit einem Heimspiel in die Saison starten. Für den Berliner HC, der den Münchner SC empfängt, ist es nach nur einer einzigen Zweitligasaison ein seit Jahrzehnten gewohntes Gefühl, sich im Oberhaus zu bewegen. Lediglich für den neuen BHC-Cheftrainer Julien Boyer wird es eine ähnliche Premiere wie für den zweiten Aufsteiger DSD Düsseldorf, der erstmals in seiner Vereinsgeschichte in der höchsten Feldhockeyliga vertreten ist. Ihr Erstliga-Debüt geben die Rheinländer gegen den Club an der Alster.

 

Die Hamburger spielen nach dem Auftritt beim DSD dann noch am Sonntag bei Rot-Weiss Köln, das zum Auftakt am Samstag mit dem Harvestehuder THC bereits einen Gegner aus Hamburg empfängt. Die Rot-Weiss-Mannschaft zählt beachtliche acht aktuelle Weltmeister in ihren Reihen und wird alleine schon deswegen als Topfavorit auf den Meistertitel 2027 gehandelt.