hero image

TITELVERTEIDIGER UND LIGAGEWINNER HABEN VORTEILHAFTE SITUATION

21. May 2026

Welche vier Teams dürfen nach Bonn fahren und am 30./31. Mai den 80. Deutschen Feldmeister der Damen ausspielen? Diese Frage beantwortet sich über das Pfingstwochenende, wenn die Play-off-Serie zum Abschluss kommt. Zudem werden die beiden Absteiger aus der 1. Bundesliga ermittelt.

Der amtierende Meister Harvestehuder THC geht ebenso wie der Bundesliga-Hauptrundengewinner Mannheimer HC mit dem Vorteil eines auswärts gewonnenen Auftaktspiels in die zweite Runde des Viertelfinals. Der HTHC kann am Samstag (12 Uhr) im Heimspiel gegen den Lokalrivalen UHC Hamburg den 3:1-Auftakterfolg veredeln. Sollte das nicht gelingen, käme es am Sonntag (12 Uhr) zum entscheidenden dritten Spiel auf der HTHC-Anlage. Sollte Uhlenhorst das Kunststück fertigbringen, den Titelverteidiger gleich zweimal auf dessen Platz zu schlagen, wäre der UHC erstmals seit 2023 wieder beim Final4.

 

Der Ligaerste Mannheim hatte im Hinspiel beim achtplattzierten Rot-Weiss Köln seine liebe Mühe, um mit 1:1 in ein Shoot-out zu gelangen, machte es dort dann aber sehr souverän (3:0) und hat deshalb vor dem Rückspiel alle Trümpfe in der Hand. Mit einem Heimsieg wäre die Fahrkarte für die Endrunde gelöst. Dort ist der MHC seit Jahren Stammgast. Köln wird aus der Tatsache Hoffnung schöpfen, dass man in der ersten Begegnung absolut auf Augenhöhe spielte und nicht weit weg von einem Sieg war. Dieser müsste am Samstag freilich dann gelingen, um ein drittes Spiel am Sonntag (12 Uhr) zu erzwingen. Sollte Rot-Weiss auch hier die Oberhand behalten, wäre es Kölns Rückkehr ins Fnal4 nach 2024.

 

Dem Ligazweiten Club an der Alster droht ein ähnliches Schicksal wie im Vorjahr: Gegen den Großflottbeker THGC hat Alster wie 2025 (0:1) das Auftaktspiel verloren, diesmal mit 1:2. Damals konnte Alster zwar im ersten Rückspiel die Serie ausgleichen, das entscheidende dritte Duell gewann Flottbek dann jedoch im Shoot-out und zog erstmals in ein Final4-Turnier ein. Alster versucht die Geschichte diesmal anders zu schreiben und setzt auf zwei erfolgreiche Heimspiele am Samstag und Sonntag, jeweils 12 Uhr, um dann nach 2024 wieder um den Titel spielen zu können.

 

Fast neun Jahre lang der der Düsseldorfer HC für die Damen des Berliner HC nicht zu schlagen. Weder in der Liga noch in diversen Viertelfinalbegegnungen gelang dem BHC ein Sieg gegen die Rheinländerinnen. Vorige Woche wurde der Bann nun mit einem 3:0 im Hinspiel in Berlin gebrochen. Ob dieser fast epochale Erfolg den BHC so beflügelt hat, die Serie womöglich gleich im Rückspiel am Samstag (14 Uhr) in Düsseldorf zu beenden zu können, wird sich zeigen. Oder ob es dem Ligadritten und Vorjahresfinalisten DHC gelingt, am Sonntag (12 Uhr) den misslungenen Auftakt tatsächlich noch mit zwei Siegen vergessen zu machen. Sollte sich Berlin durchsetzen, wäre es der erste BHC-Vorstoß in ein Final4 seit 2014.

 

Im Play-down um den Klassenerhalt hat sich die Lage der beiden Vorjahresaufsteiger SC Frankfurt 80 und Club Raffelberg deutlich verschlechtert. Beide haben vorigen Samstag ihr Heimspiel verloren und gehen jetzt mit der großen Aufgabe ins zweite Wochenende, zwei Partien auf gegnerischen Plätzen gewinnen zu müssen, soll es nicht gleich wieder zurück in die zweite Liga gehen. Der Bremer HC, der in Raffelberg mit 2:0 gewann (Foto), und der Münchner SC, der sich nach 1:1 und 4:3 im Shoot-out in Frankfurt durchsetzen konnte, können auf eigenem Platz schon im ersten Rückspiel (jeweils 12 Uhr am Samstag) alles klarmachen und hätten notfalls am Sonntag (beide 12 Uhr) noch ein weiteres Heimspiel, um sich durchzusetzen.

 

Foto: W.Sternberger