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FÜR ALLE 16 GILT: NUR NOCH EIN SIEG BIS FRANKFURT

29. January 2026

Frankfurt ist nur noch einen Sieg entfernt. Für die 16 Mannschaften, die sich über Topplätze in der 1. Bundesliga Damen/Herren für das Viertelfinale qualifiziert haben, geht es am Wochenende um die Qualifikation für das „Volvo E.R.B. Final4 2026“ in der Main-Metropole. In der Süwag Energie Arena werden am 7./8. Februar die 64. Deutschen Hallenmeister ermittelt.

In dieser Hallensaison treffen die Tabellenersten und -zweiten der Gruppen Nord und West sowie Ost und Süd in den K.O.-Spielen aufeinander. Die Gruppensieger haben den Vorteil des Heimrechts.

 

Bei den Herren des Crefelder HTC steht dieser Heimvorteil lediglich auf dem Papier. Weil die gewohnte Glockenspitzhalle in Krefeld am Wochenende andersweitig belegt ist und in der Stadt eine geeignete Hallenalternative fehlt, muss der West-Erste unfreiwilligerweise ausweichen und wird sein Viertelfinalspiel gegen den Nord-Zweiten UHC Hamburg am Samstag (17.30 Uhr) beim Gladbacher HTC austragen. Im Vorjahr gewann der CHTC sein Viertelfinale mit 12:6 gegen die Zehlendorfer Wespen und wurde am Ende Vizemeister, die DM-Hoffnungen des UHC endeten im K.O.-Spiel beim TSV Mannheim nach 7:7 und 1:2 im Shoot-out. In der langen Historie der Hallen-Viertelfinals trafen CHTC und UHC zwei Mal aufeinander. In beiden Fällen gewann die Heimmannschaft: 2000/01 siegten die Uhlenhorster 6:4, 2006/07 setzte sich Krefeld 10:5 durch und feierte anschließend seinen bis heutigen einzigen Hallen-DM-Titel.

 

Der amtierende Meister Harvestehuder THC bekommt es am Samstag (14 Uhr) als Nord-Gruppensieger mit dem West-Zweiten HTC Uhlenhorst Mülheim zu tun. Die Ruhrstädter waren zuletzt 2024 im Viertelfinale, verloren dort mit 7:10 in eigener Halle gegen den späteren Meister Mannheimer HC. Der HTHC spielte voriges Jahr im Play-off-Spiel gegen den MHC und schaltete den damaligen Titelverteidiger in Hamburg mit 5:3 aus. Die Viertelfinalpaarung Harvestehude gegen Mülheim gab es 2023 schon einmal. Da gewannen die Hamburger mit 7:6 und wurden anschließend auch Meister.

 

Zum vierten Mal werden sich Zehlendorfer Wespen und Mannheimer HC in einem Viertelfinale gegenüberstehen. Am Sonntag (14.30 Uhr) ist es aber das erste Mal, dass dieses Duell in Berlin stattfindet. Die bisherigen K.o.-Duelle beider Vereine fanden stets in Mannheim statt, zuletzt 2023 mit einem 10:4, und auch davor 2010 nutzte der MHC sein Heimrecht, gewann 10:7 und holte danach auch den DM-Titel. In der Saison 2012/13 setzten sich dann die Wespen mit 6:5 durch, die damals ihre bis heute letzte Endrundenteilnahme hatten. Jetzt genießt das junge Berliner Team als „Ost 1“ erstmals Heimrecht.

 

Ein Viertelfinal-Aufeinandertreffen zwischen dem TSV Mannheim und dem TC Blau-Weiss Berlin kennen die Hockey-Geschichtsbücher bislang nicht. Die Premiere wird am Samstag (15.30 Uhr) in Mannheim über die Bühne gehen. Erstmals seit 2018 hat sich Blau-Weiss als Ost-Zweiter wieder für das K.O.-Spiel qualifiziert (damals 3:14 bei RW Köln). Die Berliner treffen auf einen Gegner, der in den vergangenen Jahren regelmäßig im Viertelfinale dabei war und seine letzten beiden Play-off-Heimspiele (2024 gegen Krefeld, 2025 gegen UHC) als Süd-Gruppensieger gewann.

 

Bei den Damen spielen Alster gegen Köln, Berliner HC gegen München, Mannheimer HC gegen Lichterfelde und Düsseldorf gegen Harvestehude. Dieses Tableau entspricht exakt der Viertelfinal-Konstellation aus der Saison 2015/16. Damals wurde der MHC Meister. Sollte den Mannheimerinnen das gleiche Kunststück wieder gelingen, wäre der Hattrick perfekt. Denn der MHC geht als Meister der Jahre 2024 und 2025 (Foto) ans Unternehmen Titelverteidigung.

 

Die erste Hürde des Süd-Ersten Mannheim ist TuS Lichterfelde. Die Berlinerinnen starten als Ost-Zweiter am Samstag (13 Uhr) ihren insgesamt vierten Versuch, endlich mal ein Viertelfinale gegen den MHC zu gewinnen. 2010 war es bei 4:4 und 1:2 im Siebenmeterschießen am knappsten, 2007 mit einem 4:14 am deutlichsten. 2016 unterlag TuSLi 1:2. Im Vorjahr zog Lichterfelde im Viertelfinale mit 2:12 beim Düsseldorfer HC klar den Kürzeren, während sich Mannheim mit 5:4 gegen Harvestehude durchsetzte.

 

Die vierte Auflage einer Viertelfinalbegegnung gibt es auch zwischen dem Club an der Alster und Rot-Weiss Köln. Zuletzt 2023 in Köln konnten sich die Hamburgerfinnen mit 7:4 durchsetzen, auch 2007 siegte Alster bei Rot-Weiss mit 7:6. Ausgerechnet im bisher einzigen Spiel in Hamburg verlor Alster. 2016 schaffte Köln nach 6:6 im Shoot-out mit 1:0 den Einzug in die Endrunde. Nun steht also am Samstag (13 Uhr) das vierte Kapitel dieses Clubduells im Viertelfinale an. Der Club an der Alster geht wie im Vorjahr als Nord-Erster in dieses Spiel, 2025 bezwang man den Münchner SC mit 7:4. Rot-Weiss muss wie voriges Jahr (4:4 und 0:2 im Shoot-out beim Berliner HC) als West-Zweiter auswärts ran.

 

Berliner HC und Münchner SC stehen sich derweil in der Bundeshauptstadt gegenüber. Beide Clubs treffen sich am Sonntag (12 Uhr) zum dritten Mal in einem Hallen-Viertelfinale. Die bisherige Bilanz ist ausgeglichen. 2016 gewann das Berliner Heimteam mit 4:3, dafür setzte sich 2023 München mit 6:3 beim BHC durch. Auch das dritte Viertelfinale findet in Berlin statt, da München am letzten Ligaspieltag in einem Endspiel um den Gruppensieg dem Mannheimer HC den Vortritt lassen musste und deshalb als „Süd 2“ beim Abonnementsmeister der Gruppe Ost anzutreten hat. BHC ist neben dem Club an der Alster die einzige Mannschaft, die alle zehn Ligaspiele gewann.

 

2:0 steht die bisherige Viertelfinal-Bilanz zwischen dem Düsseldorfer HC und Harvestehuder THC. Die Rheinländerinnen siegten mal knapp (1:0 in der Saison 20125/16) und mal deutlich (12:4 in der Spielzeit 2018/19) gegen die Hamburger Gäste. Am Samstag (14 Uhr) kommt es nun erneut in Düsseldorf zum dritten Vergleich. Während der HTHC erstmals seit 2020 wieder den Sprung in ein Final-Four schaffen möchte, ist der DHC dort seit einem Jahrzehnt Stammgast. Der West-Gruppensieger Düsseldorf geht ungeschlagen (neun Siege, ein Unentschieden) in die Partie, der Nord-Zweite Harvestehude musste sich in der laufenden Saison nur dem Gruppensieger Alster zweimal geschlagen geben.

 

Foto: M. Hildebrandt