NUR DAS HAMBURG-WEST-FINALE STEHT SCHON FEST
28. May 2026
Wer holt den silbernen Pokal samt blauem Meisterwimpel? Um diese Frage rankt sich das Final4 in Bonn um die 83. Deutsche Feldmeisterschaft der Herren. Zwei Hamburger Teams und zwei West-Vertreter bewerben sich um die Nachfolge des Crefelder HTC.
Dass das Finale am Sonntag (14:30 Uhr) auf der Anlage des Bonner THV ein Duell Hamburg gegen West wird, das steht aufgrund der Konstellation bereits vorab fest. Denn in den Halbfinalspielen am Vortag sind die beiden Regionen jeweils unter sich.
Das erste Vorschlussrundenspiel bestreiten am Samstag um 16:15 Uhr der Hamburger Polo Club und der Harvestehuder THC. Polo hatte in einer engen Dreierserie (4:5, 4:3, 4:3) im Viertelfinale den Titelverteidiger Krefeld ausgeschaltet, der HTHC ging in zwei Play-off-Partien mit dem TSV Mannheim Hockey jeweils als 2:1-Sieger vom Platz. Auch wenn Harvestehude die Liga lediglich als Tabellenfünfter beendete und in 22 Saisonspielen 13 Punkte weniger sammelte als der Hauptrundengewinner Polo, so war die direkte Bilanz der beiden Hamburger Halbfinalisten ausgeglichen. In der Hinrunde im Herbst gewann Polo auf eigenem Platz 2:1 gegen den HTHC, der dann das Rückspiel im März ebenso mit 2:1 gewann und damit zum kleinen Kreis (drei) derjenigen gehört, die dem Ligadominator in dieser Saison eine Niederlage beibringen konnten.
Polo wird durch die Erfahrung des Vorjahres gewarnt sein: Auch da war das Team von Trainer Jonathan Fröschle Gewinner der Hauptrunde, um dann den berechtigten Traum vom ersten DM-Titel für Polo nach einem 2:4 im Halbfinale gegen Krefeld beerdigen zu müssen. Deutscher Feldmeister waren die HTHC-Herren schon vier Mal, doch der letzte Triumph liegt immerhin schon zwölf Jahre zurück (2014). Für das Final4 hatte sich Harvestehude zuletzt 2023 qualifiziert gehabt, wo man mit 1:2 im Halbfinale am späteren Meister Köln gescheitert war.
Im zweiten Halbfinale stehen sich um 18:30 Uhr zum Abschluss des Samstagsprogramms Rot-Weiss Köln und HTC Uhlenhorst Mülheim gegenüber. Die beiden West-Traditionsclubs, die mit 18 (Mülheim) und 11 (Köln) gewonnenen Feldmeistertiteln die Plätze eins und zwei der ewigen deutschen Bestenliste belegen, haben im Viertelfinale jeweils Hamburger Teams ausgeschaltet. Rot-Weiss genügten zwei Spiele (3:1, 4:2) gegen den UHC Hamburg, der HTC Uhlenhorst hatte gegen den Club an der Alster eine spektakuläre Play-off-Serie geliefert, die mit einem 0:0 in Mülheim (plus 5:4 im Shoot-out für die Gastgeber) begann und in Hamburg dann zunächst ein 5:4 für Alster brachte. Im Entscheidungsspiel führte das Heimteam schon 4:1, ehe Mülheim die Partie noch in kürzester Zeit zum 4:5 drehte.
Die direkte Bilanz in der laufenden Saison spricht deutlich für Köln, das im Herbst im Heimspiel 3:1 gewann und im Frühjahr gar mit 5:0 (Foto) im Mülheimer Waldstadion siegte. Die letzten elf Pflichtspiele hat der Vorjahresvizemeister Rot-Weiss allesamt gewonnen. Mülheim ist erstmals seit 2021 wieder beim Feld-Final4 dabei.
Foto: Kramhöller / Sports-Gallery